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Frühling im Herbst

  

Filmhandlung und Hintergrund

Der argentinische Tanzlehrer Toni bringt das Leben von Bäckerin Leni gehörig durcheinander.

Der argentinische Tanzlehrer Toni Alvarez ist extra von Buenos Aires in die Schweiz gereist, um seinen Urlaubsflirt Melanie wiederzusehen. Dummerweise feiert die gerade Verlobung als der Argentinier an ihrer Tür klingelt. Melanie fleht ihre Patentante Leni an, den Latino als den Sohn einer Brieffreundin auszugeben und ihn für die Nacht bei sich aufzunehmen. Die Bäckerin lässt sich breitschlagen. Doch schon am folgenden Abend steht Toni erneut vor ihrer Tür. Er hat bei der örtlichen Tanzschule angeheuert und braucht für drei Monate eine Unterkunft. Zunächst reagiert Leni abweisend, doch als ihr einfällt, dass ihr Sportverein einen Trainer für die Frauenriege sucht, schlägt sie Toni einen Handel vor: Er soll den Damen lateinamerikanische Tänze beibringen und bekommt als Gegenleistung bei ihr Kost und Logis. Nach und nach kommen sich die Bäckersfrau und der Tanzlehrer näher.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Frühling im Herbst: Der argentinische Tanzlehrer Toni bringt das Leben von Bäckerin Leni gehörig durcheinander.

    Ältere Frau liebt jungen Mann: Das ist als Geschichte nicht originell, aber der Baden-Badener Überraschungserfolg entwickelt einen ganz eigenen Reiz.

    Die Fachwelt war durchaus verblüfft, als die schweizerischer Produktion „Frühling im Herbst“ vor zwei Jahren in Baden-Baden 2010 mit dem Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet worden ist. Die Romanze erzählt eine kleine Geschichte, Schauspieler und Regisseurin sind hierzulande nahezu unbekannt, die Umsetzung verrät das überschaubare Budget und die Handlung ist keineswegs originell. Ältere Frau liebt jüngeren Mann: Das ist als Stoff zwar nach wie vor nicht alltäglich, aber mittlerweile sogar Degeto-tauglich („Liebe vergisst man nicht“ von Bettina Woernle, 2009).

    Natürlich trägt auch „Frühling im Herbst“ gewisse märchenhafte Züge, aber Petra Volpe (Buch und Regie) hat ihre Geschichte dennoch ausgesprochen lebensnah umgesetzt. Therese Affolter spielt die Hauptfigur daher betont ungeschminkt. Dass sie einige Jahre älter ist als die von ihr verkörperte Dorfbäckerwitwe, passt ins Bild: Leni ist Mitte fünfzig, das ungeliebte Leben an der Seite eines Mannes, den sie früh heiraten musste, hat seine Spuren in ihrem Gesicht hinterlassen. Lakonische, aber vielsagende Einstellungen verdeutlichen einen routinierten Alltag, der allmorgendlich um 3 Uhr beginnt. Und dann gerät ihr beschauliches Dasein eines Tages in Unordnung: Ausgerechnet am Abend der Verlobung ihrer Patentochter Melanie (Lisa Ivana Brühlmann) steht plötzlich Toni (Pablo Aguilar) vor der Tür, Melanies argentinischer Urlaubsflirt. Kurzerhand wird der Tanzlehrer zum Sohn von Lenis Brieffreundin erklärt. Sie bietet ihm Kost und Logis an, wenn er dafür ihrer rein weiblichen Sportgruppe lateinamerikanische Tänze beibringt. Die Damen sind umgehend angetan von dem Latino; und Leni auch.

    Die Umsetzung ist ausgesprochen unspektakulär, die Bildgestaltung (Andreas Höfer) sehr zurückhaltend; „Frühling im Herbst“ konzentriert sich ganz auf Handlung und Figuren. Darin wie auch in den aus deutscher Sicht unverbrauchten Gesichtern liegt jedoch die Stärke des Films, der 2010 auch im Rahmen des 3sat-Zuschauerpreises überraschend erfolgreich war. Bei der deutschen TV-Premiere wurde der Film noch im schwyzerdütschen Original mit Untertiteln gezeigt. Dankenswerterweise hat der Bayerische Rundfunk nun unter Beteiligung der Hauptdarsteller eine deutsche Fassung herstellen lassen, so dass sich die Synchronisation weitestgehend am Original orientiert. tpg.

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