Friday

Filmhandlung und Hintergrund

Noch vor wenigen Jahren brüstete sich Ice Cube („AmeriKKKa’s Most Wanted“), der zornigste Nigga der Vereinigten Staaten zu sein und blies in seinen Songs als Wortführer der Westküsten-Hiphopszene zum Angriff auf das weiße Amerika. Entsprechend gefiel sich der Rapstar in John Singletons Soziodramen „Boyz N The Hood“ und „Die Schule des Lebens“ (ab 14. Dezember in den deutschen Kinos) in der Rolle des young angry black...

Craig und Smokey, zwei nichtsnutzige, aber gutmütige Homeboys aus South Central, haben Ärger am Hals. Smokey hat von einem Dealer Gras für den Straßenverkauf bekommen und den guten Stoff selbst konsumiert. Jetzt klafft ein Loch von 200 Dollar in der Kasse und der Dealer droht mit der Feuerwaffe. Den Freunden bleiben zwölf Stunden Zeit, um das Geld aufzutreiben, wobei ihnen eifersüchtige Freundinnen, ärgerliche Eltern und ein gefürchteter Schläger aus der Nachbarschaft allerhand Steine in den Weg legen.

Die beiden Homeboys Craig und Smokey haben ziemlichen Ärger am Hals, als sie einen Dealer um seine Kohle prellen. Slacker-Komödie mit Rapper Ice Cube, jeder Menge guter Musik und guter Laune.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Noch vor wenigen Jahren brüstete sich Ice Cube („AmeriKKKa’s Most Wanted“), der zornigste Nigga der Vereinigten Staaten zu sein und blies in seinen Songs als Wortführer der Westküsten-Hiphopszene zum Angriff auf das weiße Amerika. Entsprechend gefiel sich der Rapstar in John Singletons Soziodramen „Boyz N The Hood“ und „Die Schule des Lebens“ (ab 14. Dezember in den deutschen Kinos) in der Rolle des young angry black man. Jetzt hat Cube, zumindest vorübergehend, Aggression mit Humor eingetauscht und präsentiert sich in dem streetsmarten und schamlos klischeebeladenen Spaß „Friday“ erstmals als Komödiant. In den USA mit Erfolg: Die von ihm mitproduzierte und verfaßte Geschichte von einem verrückten Freitag in the hood schreibt nach nur zehn Tagen Kinoeinsatz bereits schwarze Zahlen: Das nur 2,5 Mio. teure Regiedebüt des Musikvideo-Regisseurs F. Gary Gray erwies sich als Supererfolg beim afroamerikanischen Publikum, das, angetrieben von der Attraktivität des Rap/Soul-Soundtrack-Albums, bereits 14 Mio. Dollar einspielen konnte. Craig (Ice Cube) lebt mit seiner Familie im berüchtigten South Central in L.A., hat gerade seinen Job verloren und bekommt von seinem Vater gleich beim Frühstück seine allmorgendlichen Leviten gelesen. Angesichts unerwartet umfangreicher Freizeit ist ihm der Besuch seines windigen Freundes Smokey (Chris Tucker) gerade recht. Dessen Name erweist sich als prophetisch: Mit einem Joint nach dem anderen im Mund verbringen die beiden Kumpel den Tag vor Craigs Hauseingang und sinnieren, wie sie Smokeys Schulden bei dessen Dealer Big Worm (Faizon Love) begleichen könnten. Der schwergewichtige Widerling zwingt Smokey schließlich zu einem Einbruch. Doch auch danach hat er nicht genug Geld, um Big Worm zu besänftigen. Die Situation eskaliert, als der ein Drive-By-Shooting auf die beiden harmlosen Kiffer anordnet, dem die beiden nur um Haaresbreite entkommen können. Doch damit sind die Aufregungen dieses ganz normalen Freitags im Viertel noch längst nicht vorüber. Die meisten Lacher kann diese afroamerikanische Variante von „Viel Rauch um nichts“ mit lässig vorgetragenen Marihuana-Witzchen verbuchen, wobei die Gegensätze der beiden Freunde für die nötige Spannung im eher actionarmen Szenario sorgen. Nach der Schießerei schleicht sich ein ernster Unterton in die entspannte Filmversion von Ice Cubes Song „A Perfect Day“ ein, wobei die Filmemacher versuchen, die wohlintentionierte Botschaft zu vermitteln, daß die Konfliktlösung mittels Fäusten Feuerwaffen vorzuziehen ist. In Deutschland dürften sich vor allem die zahlreichen Homeboys und -girls unter den Jugendlichen von diesem geschwätzigen Spaß begeistern lassen. ara.

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