Freundschaft Plus (2011)

Originaltitel: No Strings Attached
Freundschaft Plus Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Freundschaft Plus: Zeitgeistige Variante von "Harry und Sally" über zwei junge Menschen, die unter panischer Bindungsangst leiden, sich aber trotzdem ineinander verlieben.

Adam ist Regieassistent bei einer Fernsehserie, Emma angehende Ärztin in einem städtischen Krankenhaus. Beide haben schlechte Erfahrungen mit Liebe und Leben gemacht. Eher zufällig landen sie miteinander im Bett und beschließen kurzerhand, sich gegenseitig weiterhin als Sexpartner zur Verfügung zu stehen – ohne jede weitere Verantwortung. Das geht nur kurze Zeit gut: Zunächst verheimlicht Adam, dass er sich längst verliebt hat. Als er Emma seine Gefühle schließlich doch gesteht, lässt sie ihn stehen. Und merkt erst spät, dass ihr Leben ohne Adam auffallend leer ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Keine Lügen, kein Frühstück, das ist der Deal zwischen Adam und Emma: nur Freunde sein plus Sex, wann immer sie wollen, aber keine Beziehung. Kurz: der übliche Diskurs der romantic comedy um Liebe und/oder Sex, um die Möglichkeit von Freundschaft zwischen den Geschlechtern, um das Körperliche vs. das Seelische. Klar, dass es Liebe ist, und nicht nur Freundschaft mit ein paar Boni; und klar, dass es nicht funktioniert, wenn die beiden die Gefühle von Verliebtheit verschließen wollen in ihrer Beziehung, die keine sein soll.

    Und klar, dass unter diesen Voraussetzungen der Film auch nicht funktionieren kann, wenn nicht noch irgendwas dazukommt, irgendein Bonus, irgendein Plus, das ihn weghebt von der Komödiendurchschnittsware, die mit irgendeinem mehr oder weniger originellem Dreh von den lustigen Hindernissen in der Liebe zwischen Mann und Frau erzählen. Und nein: da kommt nichts mehr, nicht genug zumindest.

    Das Drehbuch ist einfach schlecht. Viel zu linear, zu einfach, zu vorhersehbar, zu konfliktarm und zu unoriginell. Und Natalie Portman ist fehlbesetzt – sie ist einfach zu gut für ihre Figur der Emma. Normalerweise sucht sie sich ihre Rollen klug aus; hier passt es nicht: Sie ist nicht der Typ für eine romantische Komödie und nahe dran, sich als Schauspielerin lächerlich zu machen, wenn sie eifersüchtig, betrunken und notgeil durch eine Party stolpert, oder wenn sie sich angesichts einer Rivalin der Peinlichkeit hingibt, sich hinter Büschen zu verstecken. Das ist ja das Einmaleins der üblichen Romanzendarstellerin, aber die unterforderte Portman wirkt deplaziert in diesen komisch gemeinten Situationen.

    Andererseits kann sie nämlich auch nicht das ausspielen, was ihrer Figur Tiefe verpasst und der Geschichte eine logische Motivation verliehen hätte: die tiefsitzende Verzweiflung der von Bindungsängsten gefesselten Neurotikerin, die Emma eigentlich antreibt, darf eben nur leicht und lustig angedeutet werden, sonst würden Zuschauer in diesem Film, der ja nur für Entspannung und Weltflucht gedreht wurde, abgeschreckt werden.

    Ashton Kutcher dagegen ist natürlich in seinem Element, in manchen Szenen stimmt immerhin auch die Chemie zwischen ihm und Portman, den beiden, die zusammenpassen, aber nicht zusammen sein wollen. Und Ivan Reitman ist Regieveteran genug, um dem Film lustige Momente und lustige Nebenfiguren abzuringen. Die Szenen mit Kevin Kline als Über-Vater von Adam sind witzig, dessen doofe Freundin (die Adams Ex ist) auch, und für komisches Timing haben Reitman und seine Darsteller auch ein gutes Gespür.

    Würde das Buch nicht so sehr im Weg stehen – sprich: gäbe es so etwas wie eine interessante Handlung, die mit etwas tiefsinniger gezeichneten (und damit der Darstellerin Portman angemesseneren) Charakteren in gut entwickelten komischen Situationen münden würde –, hätte dies tatsächlich das Potential für einen richtig guten Film gehabt.

    Fazit: Romantische Komödie mit glänzendem Kutcher und unterforderter Portman. Dem schlechten Drehbuch kann Ivan Reitman immerhin einige komische Seiten abgewinnen.
  • Ashton Kutcher stellt in der romantischen Komödie fest, dass selbst Sex mit Natalie Portman einen Kerl nicht zwangsläufig glücklich macht.

    Man kann doch nicht mit seiner Kindergartenliebe etwas anfangen – oder? Zwar schwärmten Adam (Teenieschwarm Ashton Kutcher, “Kiss & Kill”) und Emma (Natalie Portman, “Black Swan”) schon als Teenager im Ferienlager füreinander – doch nach ihrem ersten unschuldigen Kuss trennten sich ihre Wege. Als sie sich Jahre später zufällig in Los Angeles über den Weg laufen, funkt es sofort wieder zwischen den beiden. Aber das Leben ist kompliziert genug, findet die angehende Ärztin Emma. Sie will sich nicht noch ein weiteres Problem einhandeln und bevorzugt die unkomplizierte Variante: Nur Sex, ohne Frühstück. Klar, dass Adam begeistert einwilligt und das rein physische Miteinander einer unkomplizierten Affäre ohne Verpflichtungen genießt. Mal ehrlich: Wer könnte da nein sagen? Bis er feststellen muss, dass er sich über beide Ohren in seine süße Bettgespielin verknallt hat. Als ihn die Gefühle für Emma überwältigen, ist guter Rat teuer. Wie soll er ihr seine Liebe gestehen, ohne ihre wunderbar unkomplizierte Freundschaft zu gefährden?

    Komödien-Legende Ivan Reitman (“Ghostbusters”) hat spätestens seit “Sechs Tage, sieben Nächte” ideale Erfahrung mit Liebe, Lust und Eifersucht gesammelt, zuletzt als Produzent des George-Clooney-Hits “Up in the Air”. Sein junges Traumpaar trumpft mit fabelhafter Chemie, charmanten Wortgefechten und viel Esprit auf. Flott und frech demontiert Reitman den Traum eines jeden Mannes, würzt die hitverdächtige Romanze mit Auftritten der Komödien-Profis Kevin Kline (“Ein Fisch Namens Wanda”) und Greta Gerwig (“Greenberg”). Eine herrlich erfrischende Antwort auf die ewige Frage “Freundschaft, Liebe oder doch nur Sex?”. Fazit:?Spaß Plus!

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