Freundinnen fürs Leben

  1. Ø 0
   2006
Freundinnen fürs Leben Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Freundinnen fürs Leben: TV-Tragikomödie um ein Freundinnen-Trio im Kampf mit den Unwägbarkeiten des Lebens.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Ein Film von Frauen über Frauen, aber keineswegs nur für Frauen: Buket Alakus und Ruth Thoma beweisen mit „Freundinnen fuers Leben“, dass man vermeintlich typisch weibliche Themen auch anders bearbeiten kann als die Degeto.

    Die Szene ist für den weiteren Verlauf der Handlung völlig nebensächlich, doch sie verdeutlicht die Liebe von Autorin Ruth Toma zum Detail: Nachdem ein Chorleiter jahrzehntelang tatenlos mitangesehen hat, wie drei Frauen jede Probe nutzen, um sich über Gott, die Welt und die Männer auszutauschen, platzt ihm endlich der Kragen; und Gustav Peter Wöhler hat wieder mal Gelegenheit für eines seiner unverwechselbaren darstellerischen Kleinodien.

    Im Zentrum des Films stehen die drei „Freundinnen fürs Leben“, die sich schon ewig kennen und trotz gänzlich unterschiedlicher Lebenswege immer noch eine verschworene Kleingemeinschaft bilden: Andrea (Anja Kling), verhinderte Schauspielerin, hat zwei Kinder, einen Ex-Mann und einen abgelegten Lebensgefährten. Nele (Katharina Wackernagel) ist Anwältin und beseelt von einem dringenden Kinderwunsch, der wiederum Sophie (Jule Böwe), Augenärztin mit enormem Männerverschleiß, erfüllt wird, obwohl sie ihn gar nicht gehegt hat. Die Geschichte beginnt in munterem Plauderton: Nele lebt in offenbar harmonischer Beziehung mit dem Kollegen Martin (Andreas Pietschmann). Obwohl ihr Geschlechtsleben von Kalender und Thermometer diktiert wird, ist es höchst lustvoll und vollzieht sich zur Verblüffung eines übersehenen Mandanten auch schon mal auf dem Konferenztisch der Kanzlei.

    Dank ihres spielfreudigen Ensembles inszeniert Alakus, gewissermaßen ein Eigengewächs des ZDF (ihre ersten Filme, „Anam“ und „Eine andere Liga“, waren „Kleine Fernsehspiele“), unbeschwert und heiter. Schatten legen sich über die Geschichte, als selbst künstliche Befruchtungen nicht zu einer Schwangerschaft führen. Martin beendet die Beziehung, weil Nele ihr Leben einem Kind unterordnet, das noch gar nicht geboren ist. Andrea rasselt derweil immer wieder mit ihrem Ex-Freund (Wotan Wilke Möhring) aneinander, weil der ihre Kinder mag wie seine eigenen, sie sein Verhalten aber für einen durchsichtigen Versuch hält, sich wieder an sie ranzumachen. Und Sophie, deren Männerverschleiß etwas Verzweifeltes hat, muss sich an ein Baby gewöhnen.

    Selbst wenn die im Vergleich zu ihren äußerst attraktiven Kolleginnen etwas farblos wirkende Jule Böwe als „Männermörderin“ nur bedingt überzeugt, ist schon allein die konkurrierende Kombination dieser drei Lebensentwürfe äußerst reizvoll. Zu etwas ganz Besonderem aber wird der Film durch seine verschwenderische Fülle an originellen Details und die Komplexität selbst der Nebenfiguren. tpg.

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