Freiwild. Ein Würzburg-Krimi

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   2008
Freiwild. Ein Würzburg-Krimi Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Freiwild. Ein Würzburg-Krimi: Fränkischer Heimatkrimi - Auftakt zu einer geplanten TV-Reihe des BR, die in verschiedenen Regionen Bayerns spielen soll.

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Kritikerrezensionen

  • Ursprünglich sollte dieser Krimi mal ein „Tatort“ werden. Das allein mag ja noch kein Qualitätsmerkmal sein, doch für einen Film im Dritten Programm ist die Geschichte tatsächlich eine Nummer zu groß; und zu schade obendrein. Selbst das Dialektargument zieht nicht, denn die Figuren sprechen ein Fränkisch, dem man auch ein paar hundert Kilometer nördlich gut folgen kann. Trotzdem ist „Freiwild“ (Regie: Manuel Siebenmann) ausdrücklich ein Heimatkrimi und als solcher Auftakt für eine ganze Reihe, deren Beiträge aus immer wieder anderen Gegenden des Freistaats stammen sollen; ein „Tatort“ im Dritten sozusagen.

    Dabei hätte man gar nichts dagegen, wenn Peter Haller auch Held der nächsten Filme wäre: Der Würzburger Kommissar würde als Original selbst die „Polizeiruf“-Reihe schmücken, zumal Thomas Schmauser dem leicht kauzigen Ermittler nicht bloß skurrile, sondern auch durchaus liebenswerte Seiten abgewinnt. Unübersehbar größte Schwäche des Polizisten ist Klara (Jana Striebeck), die Frau aus seinem Blas-Ensemble, die dummerweise mit seinem besten Freund verheiratet ist. Perfekter Gegenentwurf zu Peter, dem Trompeter, ist Mitarbeiterin Birgit Sacher (Teresa Weissbach), die mit unpassendem Schuhwerk und viel zu kurzen Röcken über Würzburgs Kopfsteinpflaster stöckelt, sich aber von Hallers traumhafter Aufklärungsquote einen Karriereschub erhofft.

    Peter Probst, routinierter Autor unter anderem der Bestselleradaptionen von Gattin Amelie Fried („Der Mann von Nebenan“), hat jedoch nicht nur sehenswerte Figuren geschaffen, sondern auch einen angemessen rätselhaften Fall: In einem Feld wird die halbverweste Leiche einer jungen Mexikanerin gefunden. Sie wurde erst vergewaltigt und dann erschlagen; „Sexmord im Paradies“ titelt die örtliche Boulevardzeitung prompt. Rasch findet Haller raus, dass sie Angela hieß und als Au-pair-Mädchen in der Familie des überaus angesehenen Bauunternehmers Täschner (André Jung) gearbeitet hat. Dessen Frau (Lena Stolze) ist mittlerweile auf und davon, der Sohn (Tino Hillebrand) völlig durch den Wind, was ihn naturgemäß verdächtig macht. Dabei hätte ein anderer viel stärkere Motive: Täschners Bauleiter (Max von Pufendorf) hatte ein Verhältnis mit Angela, dabei aber verschwiegen, dass er verheiratet ist.

    Für die feinen Unterschiede zwischen Ober- und Unterfranken wird man nördlich des Weißwurstäquators wenig Verständnis haben, aber ansonsten ist der trockene Humor des Würzburger Ermittlers ein Genuss. Außerdem will man natürlich wissen, wie die Geschichte zwischen Peter und Klara weitergeht; um Fortsetzung wird gebeten. tpg.

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