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Frau Stern

   Kinostart: 29.08.2019

Frau Stern: Independenttragikomödie um eine 90-Jährige, die Selbstmord begehen will.

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„Frau Stern“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Independenttragikomödie um eine 90-Jährige, die Selbstmord begehen will.

Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Sie hat ihr Leben gelebt und will es beenden. Doch der Arzt will ihr nicht helfen, aus der Badewanne und von den Schienen wird sie gerettet. Sie will sich eine Waffe besorgen, aber auch das ist nicht so einfach, obwohl ihre Enkelin Elli den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln kennt und sie auch anderen Freunden vorstellt.

Frau Stern ist eine 90-jährige Jüdin, die die Nazis überlebt hat. Sie hat ihr Leben gelebt und will es nun beenden. Doch der Arzt will ihr nicht helfen, aus der Badewanne und von den Schienen wird sie gerettet. Sie will sich eine Waffe besorgen, aber auch das ist nicht so einfach, obwohl ihre Enkelin Elli den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln kennt und sie auch anderen Freunden vorstellt.

Eine 90-jährige Jüdin und Nazi-Überlebende will im Berlin von heute Selbstmord begehen. Independent-Tragikomödie, die ein skurril-sympathisches und wahrhaftiges Porträt ihrer Hauptfigur erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      FRAU STERN erzählt auf humorvolle Weise die anrührende Geschichte einer starken und eigensinnigen Frau, die mit 90 Jahren beschließt, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch irgendwas geht dabei immer schief.

      Frau Stern ist 90 Jahre alt, lebt in Berlin, sie hat den Holocaust überlebt, hat eine Tochter und eine Enkelin, mit denen sie viel Zeit verbringt, sie kennt viele lebenslustige Leute und ist nie um einen Spruch verlegen. Doch jetzt will sie nicht mehr. Sie ist fertig mit dem Leben. Ein natürliches Ende ist jedoch nicht in Sicht. Ihre Gesundheit ist völlig in Ordnung. Was also tun? Frau Stern überlegt, nachzuhelfen. Will sich vom Zug überrollen lassen, von einer Brücke springen, sich erschießen. Doch nichts funktioniert. Es scheint fast so, als wäre das Leben noch lange nicht fertig mit Frau Stern. Der Filmemacher Anatol Schuster hat mit FRAU STERN seinen zweiten Langfilm produziert. Antriebsfeder für ihn war seine charismatische Hauptdarstellerin Ahuva Sommerfeld, die mit Schuster das Projekt gemeinsam entwickelte und der der Film gewidmet ist. Und so geht FRAU STERN als bittersüße Melange aus lustigen, traurigen, stillen und trotzigen Momenten auch ganz in seiner Hauptfigur auf. Sommerfelds unwiderstehliche Aura macht den Film, auch durch die teils dokumentarisch wirkende Kamera, im höchsten Maße liebenswert und menschlich. Dabei setzt der Film verschiedene thematische Schwerpunkte, und Anregungen die klug auf gesellschaftlich relevante Themen verweisen. Selbstbestimmtes Leben und Sterben, das Zusammenleben und der Austausch der Generationen, der Umgang mit der Vergangenheit, die Traumata der Überlebenden des Holocausts. Dies alles vermittelt sich beiläufig, ohne Schwere und den berühmten Zeigefinger. Denn trotz seiner thematischen Tiefe ist FRAU STERN vor allem ein leichter, lebensbejahender Film, der durch seine eigenwillige und fast schon symbolische Erzählweise irgendwo zwischen Realität und Fantasie schwebt und in dem Ahuva Sommerfeld als charismatische Konstante, die von der exzellenten Kamera als Fixstern eingefangen wird, den Zuschauer durch ihren Alltag leitet. Ein Film der augenzwinkernd amüsiert, sein Publikum bereichert und glücklich macht.

      Jurybegründung:

      Anatol Schusters vollkommen unabhängig produziertes Filmporträt FRAU STERN ist ein faszinierender Hybrid aus Spiel- und Dokumentarfilm. Die Hauptfigur Frau Stern hat er gemeinsam mit der wunderbaren Schauspielerin Ahuva Sommerfeld entwickelt. Sie und ihr Umfeld vereinen auf magische Weise Fiktionales und Reales, Erdachtes und Wahres, Irreales und Authentisches. In jedem Augenblick wirkt der Film, als unterwerfe er sich formal seiner Hauptprotagonistin bedingungslos, als richte er sich nach ihr aus und drückt ihre Geschichte aus mit allen nötigen Ecken und Kanten. Dadurch strahlt FRAU STERN eine Freiheit aus, die nur aus der organischen und spontanen Entstehung heraus erwachsen konnte.
      Mit dieser filmischen Leichtigkeit erzählt FRAU STERN von seiner liebenswerten Hauptfigur, die den Holocaust überlebte, das immer als Bürde empfunden hat und nun zum Entschluss gekommen ist, endlich abtreten zu können. Gerade die Tatsache, dass Schuster diese Frau Stern auf so unprätentiöse Art und Weise in Bezug zu Tochter und Enkelin setzt, damit drei Frauengenerationen jüdischen Lebens in Berlin zeichnet und Frau Sterns Biografie in diesen nachkommenden Generationen nachklingen lässt, gibt dem Film eine bemerkenswerte Tiefe. Dazu werden ganz unkonventionell weitere Themen adressiert, von dem Wunsch selbstbestimmten Sterbens bis hin zu Sexualität im Alter. Eine spannend abstrahierende Soundebene, die dokumentarisch anmutende Kameraarbeit sowie der überzeugende Musikeinsatz addieren sich zu einem besonderen Kinoerlebnis. Insbesondere das musikalische Moment sorgt mehrfach im Film für stimmige Szenen und wird zum anrührenden Ausdruck der Hauptfigur, etwa wenn Frau Stern Ella Fitzgeralds „Summertime“ singt oder am Ende wie ein tanzender Engel symbolisch den Übergang aus dem Leben findet. FRAU STERN hat die Jury alles in allem als besonderes Beispiel unabhängigen Filmerzählens überzeugt, das einen Weg zu weisen vermag für ein mögliches anderes, lebhaftes, freies Kino.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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    1. Frau Stern: Independenttragikomödie um eine 90-Jährige, die Selbstmord begehen will.

      Independenttragikomödie um eine 90-Jährige, die Selbstmord begehen will. Regisseur Anatol Schuster gelingt ein skurril-sympathisches, auch wahrhaftiges Porträt eines Menschen dank seiner charismatischen hauptdarstellerin Ahuva Sommerfeld und des Milieus des Berliner Kiez Neukölln. „Frau Stern“ wurde bei Achtung Berlin gleich zweifach ausgezeichnet.
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