Filmhandlung und Hintergrund

Satirisches Filmdebüt des populären britischen Radio- und Fernseh-Comedians Chris Morris um vier chaotische Gotteskrieger.

Die jungen Briten Omar, Waj, Islam-Konvertit Barry und Faisal wollen aus sehr unterschiedlichen Gründen in den Heiligen Krieg ziehen und es mit einem verheerenden Terroranschlag in London der westlichen Welt zeigen. Doch sie sind nicht die Schlauesten, und als Selbstmordattentäter muss man ja auch gewisse Opfer bringen. Dann werden sie auch nach aus einem pakistanischen Ausbildungslager geworfen.

Die jungen Briten Omar, Waj, Islam-Konvertit Barry und Faisal wollen aus sehr unterschiedlichen Gründen in den Heiligen Krieg ziehen und es mit einem verheerenden Terroranschlag in London der westlichen Welt zeigen. Doch sie sind nicht die Schlauesten, und als Selbstmordattentäter muss man ja auch gewisse Opfer bringen. Selbst als zwei von ihnen nach einem peinlichen Zwischenfall aus einem pakistanischen Ausbildungslager geworfen werfen, bleiben sie am Ball. Beim Londoner Marathon soll es zum großen Knall kommen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Four Lions: Satirisches Filmdebüt des populären britischen Radio- und Fernseh-Comedians Chris Morris um vier chaotische Gotteskrieger.

    Dem Briten Christopher Morris gelingt es in seiner fulminanten Satire, sich über islamistischen Terrorismus lustig zu machen, das Thema aber dennoch todernst zu nehmen.

    Bissige Politsatire hat eine lange Tradition, ihrem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleiben zu lassen. Das Kinodebüt von Christopher Morris, der im englischen Fernsehen seit mehr als 20 Jahren als Enfant terrible die Grenzen des guten Geschmacks austestet, befindet sich eindeutig in einer Ahnengalerie mit „Dr. Seltsam“, „Das Leben des Brian“ und „Kabinett außer Kontrolle“. Gerade, weil er sich aufgrund der gewählten Gangart nicht um den guten Ton scheren muss, legt Morris den Finger in die Wunde, wenn er drei jungen Pakistanis und einem britischen Konvertiten aus dem englischen Norden bei ihren ahnungslosen Versuchen folgt, einen verheerenden Anschlag in London zu verüben.

    Mit traumwandlerischer Sicherheit gelingt es Morris, nicht den Islam zur Zielscheibe seiner haarsträubenden Beobachtungen zu machen, sondern die Auswüchse jeder Art von Radikalisierung - die er ungerührt präsentiert, ohne mit der Wimper zu zucken. Mag die Arbeit mit pseudodokumentarisch gefärbtem Material in anderen Filmen mittlerweile abgedroschen wirken, „Four Lions“ wird von den verwackelten Bildern mit einer Authentizität aufgeladen, die einem einen kalten Schauer den Rücken runterjagt, auch wenn man eigentlich schallend lachen will.

    Sicher, man hat es hier mit Dumpfbacken zu tun, die Drohvideos aufnehmen und dabei erkennbar Spielzeuggewehre tragen, die gerade keine Zeit für Selbstmordattentate haben, weil der Papa krank geworden ist und die aus pakistanischen Ausbildungslagern geworfen werden, weil sie versehentlich die eigene Kommandostruktur bombardieren.

    Aber weil Morris seine Geschichte bis zum bitteren Ende durch erzählt, weil keiner lebend rauskommt aus diesem Wahnsinn, ist ihm ein Film gelungen, der nachwirkt: Die Tatsache, dass islamistische Terroristen anno 2011 eben keine entschlossenen Vollprofis sind, sondern ganz normale Jungs wie Du und ich, die über Osama Bin Laden nicht nur reden wie andere über Johnny Depp, sondern die beiden tatsächlich Seite an Seite als Idole verehren, macht Angst: Wenn Morris Recht hat mit seinem Szenario, das die erschütternden Anschläge auf die Londoner U-Bahn vom 7. Juli 2005 lose als Inspiration nutzt, dann ist man fortan in keiner westlichen Metropole mehr sicher. Umso besser, dass man über diesen Wahnsinn auch noch lachen darf. ts.

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