Filmhandlung und Hintergrund

Schwarzhmoriges Roadmovie, das eine Balance zwischen Action und Melancholie hält.

Torkild, der sich mit zwielichtigen Geschäften über Wasser hält, beschließt an seinem 40. Geburtstag, sein Leben zu ändern. Plötzlich kommt er in den Besitz von 4 Millionen Kronen, die einem Gangster gehören. In Begleitung dreier Jugendfreunden bricht er mit der unverhofften Beute in einem alten Ford Transit nach Barcelona auf - verfolgt von der Polizei, verfeindeten Banden und diversen (Ex-)Freundinnen.

Der 40-jährige Kleinkriminelle Torkild hat die Nase voll vom Gaunerleben, hat ihm doch eben erst die Freundin wegen seines ehrlosen Lebenswandels den Laufpass gegeben. Ein Gangster, dem Torkild noch eine Menge Geld schuldet, zwingt ihn jedoch zu einem letzten krummen Ding. Mit (oder trotz) der Unterstützung dreier skurriler Komplizen gelingt ihm ein astreiner Coup. Anstatt aber die Riesenbeute abzuliefern, verdünnisiert Torkild sich kurzerhand gen Barcelona - verfolgt von der Polizei, wütenden Rivalen und diversen (Ex-)Gespielinnen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Flickering Lights: Schwarzhmoriges Roadmovie, das eine Balance zwischen Action und Melancholie hält.

    Der 30jährige Anders Thomas Jensen gilt als Wunderkind der dänischen Filmindustrie: Er wurde dreimal hintereinander für den Kurzfilm-Oscar nominiert, den er 1999 schließlich auch gewann. Als (Ko-) Autor von Filmen wie „In China essen sie Hunde“ und „Mifune“ deutete er seine Begabung für die längere Form an. Mit „Flickering Lights“ gibt er nun sein Debüt als Langfilm-Regisseur, das in Dänemark überaus erfolgreich war. Der Film basiert auf Jensens eigenem Drehbuch, dessen schnelle Wechsel zwischen Melancholie und Brutalität von einer beeindruckenden (Dogma-)Schauspieler-Riege mit Bravour in Szene gesetzt werden.

    Ausgangspunkt der Handlung ist der 40. Geburtstag des Kleingauners Torkild. Seine Freundin Therese nutzt die Gelegenheit, ihm wegen seines unsteten Lebenswandels den Laufpass zu geben. Als er sich frustriert Zuhause zurückziehen will, erwartet ihn dort eine von seinen kriminellen Freunden organisierte Überraschungsparty. Auch ein ungebetener Gast erscheint auf der Feier: Der „Mann von Farö“, dem Torkild eine Menge Geld schuldet. Von ihm erhält Torkild den Auftrag, noch in der selben Nacht einen Koffer aus dem Safe eines griechischen Diplomaten zu entwenden. Dank der Unterstützung seiner drei seltsamen Freunde Peter, Arne und Stefan - ein Drogensüchtiger, ein Schießwütiger und ein Verliebter - gelingt der Coup (fast) problemlos. Anstatt den Koffer, indem sich vier Millionen Kronen befinden, abzuliefern, beschließt Torkild kurzerhand, mitsamt der Beute und seinen Kumpels unterzutauchen. Als Ziel wird Barcelona auserkoren, doch schon kurz vor der deutschen Grenze verweigert ihr schrottreifes Fluchtauto den Dienst. Die vier finden Unterschlupf in einem zerfallenen ehemaligen Gasthof. Dieser gefällt Torkild so gut, dass er sich dort - sehr zum Unwillen seiner Freunde - eine bürgerliche Existenz aufbauen möchte. Dazu sind jedoch einige Hürden zu überwinden: Neben neugierigen Einheimischen findet auch der „Mann von Farö“ bald den Weg zu Torkild.

    Die einfache Geschichte wirkt durch den lapidaren Humor der Dialoge sowie die ausgezeichnet gelungenen Figuren komplex und originell. Die ausgebrannten, zynischen Großstadt-Gauner entpuppen sich Schritt für Schritt und nachvollziehbar als hoffnungslose Romantiker, denen Natur und Freundschaft am meisten bedeuten. Jensen und seine mit sichtbarer Lust agierenden Schauspieler - unter ihnen die Dogma-erfahrenen Ulrich Thomsen („Das Fest“) und Nicolaj Lie Kaas („Idioten“) - sind Meister der Situationskomik, behalten aber - wie die Clowns, die mit einem Auge weinen, mit dem anderen lachen - selbst in den allerkomischsten Szenen einen melancholischen Grundton bei. csz.

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