Filmhandlung und Hintergrund

Groteske Getto-Komödie von und mit Ice Cube über zwei Kleinverbrecher, die eine Kirche überfallen wollen, dann aber geläutert werden.

Als seine Frau droht, wegen Geldnöten mit dem Sohnemann die Stadt zu wechseln, greift der dauerarbeitslose Durell zu verzweifelten Maßnahmen. Mit seinem besten Kumpel beschließt er, die örtliche Kirche um ihre Spendengelder zu erleichtern. Doch als sie im Gotteshaus ankommen, kommt ihnen gerade jemand zuvor und nimmt sie mit den anderen Anwesenden als Geiseln. In dieser Situation erkennt Durell das Falsche seines Handelns und gelobt Läuterung.

Durrell Washington aus der weniger feinen Gegend des Schwarzenviertels von L.A. hätte eigentlich nichts dagegen, eine seriöse Berufslaufbahn einzuschlagen. Weil er aber wegen seiner Vorstrafen partout keinen Job findet, muss er notgedrungen wieder stehlen gehen mit dem tumben Kumpel LeeJohn. Und weil ihnen ungeduldige Berufsgangster wegen Schulden im Nacken sitzen, beschließt man in der Not, den prall gefüllten Opferstock der Kirche zu plündern. Doch das ist nicht so einfach wie erwartet.

Zwei Gauner planen einen Raubzug auf den Opferstock der Kirche, doch dann kommt alles anders als geplant. Gutgelaunte Ghettokomödie mit Ice Cube.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • First Sunday: Groteske Getto-Komödie von und mit Ice Cube über zwei Kleinverbrecher, die eine Kirche überfallen wollen, dann aber geläutert werden.

    Ex-Rapper Ice Cube sind in dieser Ghetto-Klamotte, in der er als Produzent und Hauptdarsteller fungiert, vor allem die werten Familienwerte heilig.

    Auf den letzten Film seiner erfolgreichen „Friday“-Reihe lässt der erklärtermaßen auf Vielfalt erpichte Ice Cube jetzt den „First Sunday“ folgen. Inhaltlich haben sie nichts miteinander zu tun. Statt einer Bad-Taste-Kifferkomödie wird nun mit einem familientauglichen Klamauk um zwei Kleinkriminelle angeknüpft, die beim versuchten Kirchenraub das moralische Licht erblicken. Drehbuch und Regie steuert der Novize David E. Talbert bei, der dafür offensichtlich in die Ideenkiste von Tyler Perry („Das verrückte Tagebuch“) guckte, dessen afroamerikanischen Community-Comedys in den USA immense Überraschungserfolge beschieden sind. So wechseln sich auch hier (teils abrupt) überdrehter Slapstick, (kurzzeitig) ernstes Drama und sentimentale Gefühlseinlagen ab. Worauf erstaunlicherweise fast gänzlich verzichtet wird, ist ein romantischer Subplot, auch wenn die sexy kostümierte Pastorentochter (Malinda Williams) als Blickfang herhält, belegt durch penetrante Kamerazooms auf ihre Figur. Die große Liebe besteht stattdessen zwischen dem mal wieder arbeitslosen Durell (Ice Cube) und seinem kleinen Sohn. Als Durells Exfrau (Regina Hall) mit dem Sohnemann in eine andere Stadt ziehen will, da sie sich die 17.000 Dollar Mietgeld für ihren Friseursalon nicht leisten kann, geht Durell mit seinem besten Freund LeeJohn (Tracy Morgan aus der Sitcom „30 Rock“) in die Kirche. Allerdings nicht um zu beten, sondern um sich ein kleines Vermögen in Spendengeldern anzueignen. Das Problem ist, dass ihnen bereits eines der Kirchenschäfchen zuvorgekommen ist. Daraus ergibt sich eine Geiselsituation, in der sich die beiden Möchtegern-Gangster schließlich eines Besseren besinnen. Kurz vor dem Rundumschlag-Happyend gilt es noch eine realtitätsfremde Gerichtssaalszene zu überstehen, bei der Katt Williams als schwuler Chorleiter allen die Show stiehlt.

    Weitere prominente Namen umfassen Loretta Devine als großherzige Witwe und Chi McBride als vergebungswilliger Pastor, die im Gegensatz zu einem Teil der Besetzung auf wildes Overacting verzichten. Gewohnt minimalistisch agiert Mr. Cube, der dennoch recht lässig Slapstick, Sozialkommentar und Sentimentalität unter einen Hut bringt. ara.

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    Kino.de Redaktion  
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