Filmhandlung und Hintergrund

Humorvolles Porträt eines Fußballfanatikers, der sich in eine Sportverweigerin verliebt.

Seit 21 Jahren kreist alles Leben und Denken des beliebten Lehrers Paul ausschließlich um das sportliche Wohlergehen seines Lieblingsvereins FC Arsenal London. Seine pathologische Fußballleidenschaft fordert von seinen Freundinnen absolute Selbstaufgabe, bis seine jüngste Eroberung Sarah das sture Kind im Manne zu zähmen versucht.

Paul ist ein Anhänger des Fußball-Erstligisten „Arsenal London“. Keiner der berüchtigten Hooligans, aber dennoch ein Fanatiker, der seine Zeitrechnung nicht in Jahren, sondern in Saisons bemißt, und dessen soziale Beziehungen sich entweder dem Fußball unterordnen oder erst gar nicht stattfinden. Als Lehrer ist er bei seinen Schülern extrem beliebt, doch seine neue Freundin Sarah bekommt so manche harte Nuß zu knacken. Als ihm die Meisterschaft sogar wichtiger ist als die bevorstehende Geburt seines Kindes, entschließt sich Sarah zu einem radikalen Schritt.

Seit 21 Jahren kreist alles Leben und Denken des beliebten Lehrers Paul ausschließlich um das sportliche Wohlergehen seines Lieblingsvereins, doch seine neue Freundin will das Kind im Manne zähmen. Humorvolle Verfilmung eines Bestsellers.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Fever Pitch: Humorvolles Porträt eines Fußballfanatikers, der sich in eine Sportverweigerin verliebt.

    Der Mann, das unbekannte Wesen, als Spielball seiner wohl größten Obsession, ist das Thema der anfangs witzigen, aber in seiner inhaltlichen Einsilbigkeit doch etwas ermüdenden Verfilmung von Nick Hornbys Bestseller „Fever Pitch“. Hornbys autobiographisches Bekenntnis einer Existenz-steuernden Fußball-Leidenschaft überzeugte bei seiner Veröffentlichung 1992 durch Offenheit und Humor, leidet aber auch in dieser Adaption am Fehlen übergreifender Transfermöglichkeiten, die ein intimes Fanleben für ein größeres Publikum nachvollziehbar machen.

    Sehr exotisch und kindlich ist die Welt von Paul (Colin Firth, zuletzt Ralph Fiennes Rivale um Kristin Scott-Thomas in „Der englische Patient“), der seit seiner Initiation in das Fanuniversum seines Lieblingsclubs FC Arsenal London, ausschließlich von der Anziehungskraft der runden Lederkugel getrieben, eine von Heim- und Auswärtsspielen bestimmte, exakt berechenbare Umlaufbahn eingeschlagen hat. Obwohl der lockere, einen vertraulichen Ton pflegende Lehrer keine Bindungsprobleme kennt (seine Beziehung zu Arsenal währt immerhin schon 21 Jahre!), finden sich Frauen schnell auf der Auswechselbank wieder, wenn sie seine Leidenschaft nicht teilen. Bis die spießige und etwas verklemmte Kollegin Sarah (Ruth Gemmell) in sein Leben tritt und ernsthaft Pauls Reifung zum Erwachsenen einfordert. Ein Großteil seines Humors bezieht das Kinoregiedebüt des britischen TV-Profis David Evans aus der Kollision der beiden Charaktere und ihrer grundverschiedenen Welten. Die Sympathien liegen dabei zunächst eindeutig bei Paul, dessen menschliche Entwicklungsstationen (Sammler von Fußballbildern, Tipp-Kick-Junkie, Stehplatz-Sportler) jedem männlichen Fußballfanatiker solidarische Stoßseufzer entlocken werden. Je mehr aber Pauls anfängliche Lockerheit einer fanatischen Besessenheit weicht, desto größeren Boden gewinnt Gemmells Figur. Eine Verlagerung, die dieser Mischform aus Komödie und Romanze den lässigen Schwung nimmt und sie in Richtung humanes Lehrstück treibt. Im Unterschied etwa zu Daniel Sterns liebenswertem Sport-Spinner in Barry Levinsons „Diner“ ist Hornbys Protagonist ein komplizierter Neurotiker, dessen Unterhaltungswert sich nach anfänglichem Amüsement abnutzt. Hornbys Drehbuch läßt ihn allerdings auch im letzten Akt im Stich, konzentriert sich auf Arsenals, für den deutschen Kinogänger wenig interessanten finalen Kampf um die Meisterschaft, der die Liebenden (mehr behauptet als wirklich begründet) zusammenführt, aber den Zuschauer im Spannungsabseits stehen läßt. Das Fieber springt letztlich nicht über in „Fever Pitch“, und so kühlt das Stimmungsbarometer trotz anfänglich höherer Temperaturen am Ende merklich ab. kob.

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