Familie und andere Glücksfälle

Filmhandlung und Hintergrund

Die erfolgreiche Geschäftsfrau Mathilda wird plötzlich mit ihrem behinderten Bruder konfrontiert, den sie anfangs wieder loswerden will.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Familie und andere Glücksfälle: Die erfolgreiche Geschäftsfrau Mathilda wird plötzlich mit ihrem behinderten Bruder konfrontiert, den sie anfangs wieder loswerden will.

    Matze hat keine Mutter; er ist einfach vom Himmel gefallen. Wie aus heiterem Himmel steht er auch eines Tages vor der Tür von Mathilda. Mathilda entspricht bis zur Klischeehaftigkeit dem Typus der modernen Karrierefrau; Gefühle haben in ihrer High-Tech-Welt keinen Platz. Doch Matze kommt zur Unzeit, denn in Mathildas Leben tun sich entscheidende Dinge: Ihr Software-Unternehmen steht vor dem Durchbruch, in wenigen Tagen wird sie heiraten, und sie will ein Kind. Matze ist zwar ein Kind, aber ein sehr großes: Weil es bei seiner Geburt Komplikationen gab, ist Matze behindert. Und außerdem ist er Mathildas Bruder.

    „Familie und andere Glücksfälle“ ist in der Tat ein Glücksfall. Sieht man davon ab, dass es eine Weile dauert, bis man die etwas verworrenen Familienverhältnisse durchschaut, stimmt in diesem Film nahezu alles. Die Figuren sind bestens besetzt, das Drehbuch (Silke Zertz) verrät eine Menge Liebe zum Detail, die Inszenierung (Dror Zahavi) ist mehr als bloß solide, und Kameramann Clemens Messow sorgt mit seiner Lichtsetzung für klare emotionale Verhältnisse.

    Das Beste am Film aber sind Matthias und Mathilda. Auch wenn der dramaturgische Effekt nicht neu sein mag: Es ist in der Tat wunderschön anzuschauen, wie der behinderte Bruder die verschütteten guten Seiten seiner Schwester zum Vorschein holt (mehr als nur eine Hommage an „Rain Man“). Während Ann-Kathrin Kramer ihre Aufgabe mit gewohnter Hingabe löst, ist Arndt Schwering-Sohnrey die Entdeckung des Films, obschon dies alles andere als seine erste Rolle ist. Er spielt den jungen Matze ohne jede falsche Sentimentalität und verzichtet zudem auf die üblichen Behindertenklischees; man muss ihn also keineswegs sympathisch finden. Daher ist auch Mathildas Unlust, sich diesen Klotz an’s Bein zu binden, überaus nachvollziehbar. Dass der Schluss dennoch reichlich märchenhaft ausfällt, ist der einzige Tribut an die Behinderung. tpg.

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