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Extrano

Kinostart: 25.08.2005

Extraño: Argentinisches Regiedebüt über die behutsame Beziehung zwischen einem Arzt und einer werdenden Mutter.

Filmhandlung und Hintergrund

Argentinisches Regiedebüt über die behutsame Beziehung zwischen einem Arzt und einer werdenden Mutter.

Axel (Julio Chavez) steht auf der obersten Sprosse der gesellschaftlichen Leiter, bevor ihn eine berufliche Krise gründlich aus der Bahn wirft. Jetzt hängt der Mittvierziger seine Arbeit an den Nagel, gibt auf die Karriere keinen Pfifferling mehr, treibt sich stattdessen mit wechselnden Weibern herum und zieht in die Wohnung seiner Schwester, einer alleinerziehenden Mutter. Als er in einem Café eine schwangere Dame kennen lernt, kommt neue Bewegung in die Situation.

Das einfühlsame, international preisgekrönte Midlife-Crisis-Drama des argentinischen Regiedebütanten Santiago Loza wird des öfteren als eine Art „Argentinian Beauty“ apostrophiert.

Axel, um die 40, praktizierte früher als Chirurg, lebt heute untätig vorübergehend bei seiner Schwester, einer allein erziehenden Mutter und ihren Kindern. In einem Café lernt er eine Schwangere kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine Beziehung, in deren Laufe Axel aber darauf besteht, nichts über den Vater des Kindes der werdenden Mutter zu erfahren.

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Darsteller und Crew

  • Julio Chávez
    Julio Chávez
  • Valeria Bertuccelli
    Valeria Bertuccelli
  • Raquel Albeniz
    Raquel Albeniz
  • Chunchuna Villafane
    Chunchuna Villafane
  • Eva Bianco
    Eva Bianco
  • Jorge Prado
    Jorge Prado
  • Santiago Loza
    Santiago Loza
  • Francesca Feder
    Francesca Feder
  • Willi Behnisch
    Willi Behnisch
  • Ana Poliak
    Ana Poliak

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Extrano: Argentinisches Regiedebüt über die behutsame Beziehung zwischen einem Arzt und einer werdenden Mutter.

    Ein Beispiel für das neue argentinische Kino, das mit Filmen wie „El abrazo partido“, „La nina santa“, „Das Kreuz des Südens“ und „Nordeste“ die durch die Wirtschaftskrise entstandene Lähmung des Mittelstandes und einst einflussreicher Großbürger untersucht. Im Spielfilmdebüt von Santiago Loza, der auf dem Festival Rotterdam den Tiger Award und in Buenos Aires den New Cinema Award gewann, geschieht die Introspektion am Beispiel eines Arztes in der Midlife Crisis, der aus seinem bisherigen Leben aussteigt, Orte der Vergangenheit aufsucht und in Gesprächen seine Position überdenkt.

    Chrirurg Axel (Julio Chávez) trifft in einem Café auf eine junge schwangere Frau (Eva Bianco), die Privatvideos schneidet und vertont, und zieht zu ihr. Die beiden werden kein Liebespaar. Er verlässt seine Frau Erika (Valeria Bertcelli) und die fast erwachsenen Kinder. Erika wiederum lässt sich von ihrem Geliebten aushalten, weil sie sich nicht als arbeitende Frau vorstellen kann. Axel reist zu seiner Schwester, führt imaginäre Gespräche mit seiner Mutter und begleitet seine Freundin in die Klinik, wo sie entbindet.

    In der sechsminütigen Schlusseinstellung ist Axel im nächtlichen Taxi zu sehen, wo er sich für eine mögliche Zukunft entschieden zu haben scheint. Ob er die Ratlosigkeit wirklich überwunden hat, bleibt offen. Regisseur und Drehbuchautor Santiago Loza hat sein von Klavierstücken untermaltes Kammerspiel der Selbstreflexion in ruhigen langen Einstellungen aufgenommen. Den Gesprächssituationen folgen jeweils Axels Reisen mit der Eisenbahn aufs Land und teils poetische Aufnahmen karger argentinischer Landschaften. Leitmotivisch ist Axels Auge einmontiert, Wasser scheint ein anderes Leitbild zu sein. Für Programmkinos mit Faible für Latainamerika reizvoll. ger.

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