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Eve's Bayou

Filmhandlung und Hintergrund

„Im Sommer, als ich meinen Vater umbrachte, war ich zehn Jahre alt.“ Mit diesem ungewöhnlichen Geständnis der mittlerweile erwachsenen Erzählerin Eve Batiste (Jurnee Smollett aus „Jack“) beginnt „Eve’s Bayou“ und verleiht dem sinnlich-schwülen Südstaatendrama schon im Prolog unterschwellige Spannung voll dunkler Vorzeichen. Aus ihrer kindlichen Sicht werden ihre eines Tennessee Williams würdigen Erinnerungen an...

Zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebt Eve mit ihrer Familie auf einem idyllischen Anwesen am Rande des Sumpfes in Louisiana und könnte ein glückliches kleines Mädchen sein, wenn da nicht das Lotterleben ihres Vaters wäre. Der betrügt ständig ihre Mutter und bemüht sich kaum, seine Affären vor den eigenen Töchtern geheim zu halten. Als Eve von ihrer älteren Schwester erfährt, dass Dad sich ihr unlängst unsittlich genähert habe, gibt sie bei der lokalen Woodoohexe dessen Hinrichtung in Auftrag. Bald tut ihr das leid, doch da ist es zu spät.

Ein kleines Mädchen will der Fremdgängerei des verantwortungslosen Vaters nicht länger tatenlos zusehen und trifft ein folgenschwere Entscheidung. Afroamerikanisches Gesellschafts- und Familiendrama vor Südstaatenkulissen.

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Kritikerrezensionen

  • „Im Sommer, als ich meinen Vater umbrachte, war ich zehn Jahre alt.“ Mit diesem ungewöhnlichen Geständnis der mittlerweile erwachsenen Erzählerin Eve Batiste (Jurnee Smollett aus „Jack“) beginnt „Eve’s Bayou“ und verleiht dem sinnlich-schwülen Südstaatendrama schon im Prolog unterschwellige Spannung voll dunkler Vorzeichen. Aus ihrer kindlichen Sicht werden ihre eines Tennessee Williams würdigen Erinnerungen an eheliche Untreue, Vater/Tochter-Liebe, verlorene Unschuld, Eifersucht, Geschwisterrivalität, Inzestverdacht, Mord und ein Hauch Voodoo in der elegant-leichtfüßig inszenierten Coming-of-Age-Story zu einer runden Erzählschlaufe verbunden.

    Newcomer-Regisseurin und Drehbuchautorin Kasi Lemmons, die in „Das Schweigen der Lämmer“ und „Harte Ziele“ mitspielte, hatte es nicht einfach, ihren Traumfilm, der sich um die Familienprobleme einer priviligierten afroamerikanischen Familie während der frühen 60er Jahre dreht, zu realisieren. Erst als Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) sich bereit erklärte, die Rolle des ständig fremdgehenden Familienoberhauptes und erfolgreichen Arztes Louis zu übernehmen und zudem als Produzent fungierte, übernahm Trimark auf der Suche nach einem Prestigeprojekt das moderate Budget von vier Mio. Dollar. Das Debüt fasziniert durch seine bestechend mystisch-magische Atmosphäre, die durch den schwermütigen Score und schwarzweiße, computerverfremdete Traumsequenzen noch zusätzlich verstärkt wird. Die schauspielerischen Leistungen des ausnahmslos schwarzen Ensembles, neben Jackson bestehend aus Lynn Whitfield („Soul Food“) als betrogene Ehefrau und überprotektive Mutter, Debbi Morgan als Louis‘ wahrsagende Schwester, Diahann Carroll als böse (Voodoo-) Hexe und Meagan Good als die pubertierende Tochter Cisely, sind allesamt hervorragend. Lediglich dem Spiel der ebenfalls sehr talentierten Titelheldin Smollett mangelt es vereinzelt an Überzeugungskraft, so daß ihre beeindruckenden Emotionswechsel von niedlich-anhänglich zu biestig-jähzornig stellenweise einen Tick zu abrupt anmuten. Besonders gelungen sind hingegen die stilvoll gefilmten Locationshots des Louisiana-Deltas mit seinen geheimnisvollen Sümpfen und moosbedeckten Eichen. Klar auf eine weibliche afro-amerikanische Zielgruppe zugeschnitten, hat das einfühlsame Melodram dennoch einen begrenzten Crossover-Appeal, der einen Teil der deutschen Programmkino-Klientel in die Lichtspielhäuser locken könnte. ara.
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