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Esperanza

Kinostart: 29.05.2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine tragikomische Schifffahrt mit Anna Thalbach und Mavie Hörbiger in das Innenleben der Passagiere.

Silvesterabend, kurz nach fünf: Zehn Reisende haben die letzte Fähre nach Kopenhagen verpasst und lassen sich vom Smutje (Boris Aljinovic) notgedrungen an Bord des kleinen Dampfers „Esperanza“ locken. Zunächst werden Gäste wie Anna (Anna Thalbach), Franz (Frank Giering) und Natascha (Mavie Hörbiger) rundum mit Delikatessen und klassischer Tanzmusik versorgt. Als sich der Kapitän im Nebel verirrt, bekennen sich die Passagiere zu ihren Lebenslügen.

Deutsche Schauspielgrößen entblößen zuhauf ihre seelischen Untiefen in Zsolt Bács‘ Tragikomödie, die auf einem bizarren Schiff spielt und in mystische Meere sticht. Kusturica und Aki Kaurismäki standen gleichermaßen Pate für die hintersinnig-schaurige Reise in eine wilde Nacht.

Am Silvesterabend verpasst eine kleine Gruppe die letzte Fähre nach Kopenhagen und geht notgedrungen an Bord des kleinen Dampfers „Esperanza“. Während der Überfahrt fällt der Motor aus und sie treiben führungslos im dichten Nebel. Langsam öffnen sich die Passagiere, erzählen ihre Lebensgeschichten und feiern ein rauschendes Fest, das sie alle verändert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Esperanza: Eine tragikomische Schifffahrt mit Anna Thalbach und Mavie Hörbiger in das Innenleben der Passagiere.

    Stimmig fotografierte skurrile Tragikomödie um zehn Heimatlose, die sich während der Fahrt auf einem Dampfer ihrer Existenz bewusst werden.

    Weil sie die letzte Fähre verpassen, müssen zehn Reisende in der Silvesternacht den Dampfer „Esperanza“ (spanisch für „Hoffnung“) zur Fahrt nach Kopenhagen nehmen. Zwischen Salon, Küche, Gängen, Reling, Toilette und Maschinenraum lernen sie sich kennen, erzählen von Ängsten, Hoffnungen und tauschen Erinnerungen aus. Der Kapitän, Erzähler des Films (Stimme: Ben Becker), fährt ohne Navigationsgeräte und lässt die Mannschaft, den lebensfrohen Smutje (Boris Aljinovic), den die perfekte Zutat suchenden Koch Bela (Regisseur und Drehbuchautor Zsolt Bács) und den Uhren reparierenden Maschinisten King die Reisenden unterhalten.

    Auf dem „Geisterschiff“ versammelt sich ein kleines gesellschaftliches Panorama: die Wiener Staatsanwältin Jasmin (Proschat Madani), die kapriziöse Natascha (Mavie Hörbiger), der um sie werbende Sanitäter Franz (Frank Giering), Ballerina Giselle, die für eine Partneragentur arbeitende suizidgefährdete Konstanze, der alternde Maler Albert (Defa-Star Gojko Mitic), Häftling Henry mit Spezialauftrag, der eloquente Theologe Jakob, der persische Diplomat Mehdi und die scheue, mit Familienalbum reisende Anna (Anna Thalbach). Paare trennen und finden sich, man schimpft, lästert, flirtet, gibt sich geheimnisvoll, tanzt, trinkt; neue Ziele werden gesteckt, alte Illusionen über Bord geworfen.

    Der Spielfilmerstling von Zsolt Bács ist im Scope-Format mit gedämpften Farbtönen stimmungsvoll fotografiert (Stephan Wagner). Die bisweilen groteske Tragikomödie funktioniert nach dem dramaturgischen Prinzip des Wechsels von angespielten, auf dem Höhepunkt abbrechenden Szenen, die neu arrangiert werden. Mit gut geführtem spielfreudigen Ensemble, hübschen skurrilen Einfällen vor allem in der Küche, flotter Montage, Musik zwischen Swing, Zigeunerfolklore und Rock und im Ambiente einer gewissen Zeitlosigkeit. Die „Nussschale im Nebel“ kann, muss aber nicht als Fahrt ins Totenreich gelesen werden und sollte Arthouse-Kinos mit Sinn für junge Talente anlaufen. ger.
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