Es geht um alles

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   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Es geht um alles: Dokumentarfilm über die beiden Boxlegenden Arthur Abraham und Ulli Wegner.

Im Profiboxsport gelten Arthur Abraham, amtierender Mittelgewichts-Weltmeister und Trainerlegende Ulli Wegner als unschlagbares Gespann. King Arthur, wie man den armenischstämmigen Abraham in seiner Heimat nennt, hat noch keinen Profi-Kampf verloren. Ein gutes Stück unbekannter ist da schon Wegner, der es zum Ehrenbürger von Penkun gebracht hat – der kleinsten Stadt von Mecklenburg-Vorpommern. Er will aus dem jungen Champ eine Persönlichkeit schmieden.

Für Millionen Zuschauer ist IBF-Weltmeister „King“ Arthur Abraham ein klingender Name. Ganz authentische, berührende Einblicke ins harte Boxgeschäft gibt Nina Pourlak in ihrer Doku über Integration, Freundschaft und Begegnungen in einem Sport zwischen Wucht und Sensibilität.

Im September 2006 verteidigte der amtierende Weltmeister im Mittelgewicht, Arthur Abraham, seinen Titel und bestreitete dabei die letzten acht Runden mit doppelt gebrochenem Kiefer. Die Dokumentation setzt nach Abrahams Genesung ein und zeigt hauptsächlich das gemeinsame Training mit Ulli Wegner. Zusammen versuchen sie den Boxer wieder fit zu machen für den nächsten anstehenden Kampf.

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Kritikerrezensionen

  • Der Dokumentarfilm von Nina Pourlak und Sebastian Lempe beginnt wie ein Heldenepos. In Zeitlupe sieht man erneut die Bilder des ebenso grausigen wie spektakulären Kampfes Arthur Abrahams gegen Edison Miranda. Doch diese einleitende Szene ist nur kurz und hebt sich visuell bewusst vom Rest des Films ab, um dem Zuschauer ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie sehr das Erlebte Abraham nach wie vor beeinflusst. Denn "Es geht um alles" zeigt überaus deutlich, was für harte Arbeit, Willensstärke und Disziplin dazu gehören, will man als Profiboxer an der Spitze bleiben, insbesondere nach einer so langen verletzungsbedingten Pause.

    So ehrgeizig Arthur Abraham ist, so wenig sieht man ihm die Anstrengung, die seine Leistung kostet an. Ein ständiges aufrichtiges Lächeln im Gesicht zwinkert er der Kamera zu, während ihm der Schweiß über das Gesicht läuft, der Trainer ihn lautstark kritisiert und der Druck des näherkommenden Kampfes immer größer wird. "King Arthur" ist ein Sympathieträger, der besonders in seinem Umgang mit Wegner immer wieder punkten kann.

    Letzterer bildet dem Wesen nach einen starken Kontrast zu seinem jungen Schützling. Der alte und erfahrene Trainer verströmt bescheidenen Kleinbürgerstolz, während „King Arthur“ nach den Sternen greift. Doch trotz aller Unterschiede besteht zwischen den beiden eine ehrliche Zuneigung, die sich nicht künstlich inszenieren lässt. Von Männerfreundschaft zu reden wäre zwar zu viel gesagt, da es laut Wegner im Leistungssport keine Freundschaft geben kann, doch wird diese Aussage im Laufe des Films auf nonverbaler Ebene deutlich ausgeglichen.

    Die Filmemacher nähern sich den Personen ihres Porträts ganz unaufdringlich. Auf ein Off-Kommentar wurde verzichtet, aufgezeichnet werden einzig und allein die Kommentare Abrahams und Wegners sowie einiger sie umgebender Menschen. Auch während der Kämpfe ist die Kamera ganz dicht bei Trainer und Boxer und fängt sowohl die spannungsgeladene Atmosphäre als auch die Mühen des Kampfes ein. Dass es dem Film dabei gelingt, diesen durchaus umstrittenen Sport in vielfältiger Weise zu beleuchten und ihn aufgrund der dargestellten Persönlichkeiten mit positiven Facetten auszustatten, macht ihn auch für Zuschauer, die sich ansonsten nicht allzu sehr für Boxen interessieren, durchaus sehenswert.

    Fazit: Charmantes Porträt zweier Stars des Boxsports und ihrer einzigartigen Beziehung zueinander.
  • Die deutsche Regisseurin gibt in ihrem Langfilmdebüt einen Einblick in die Arbeitsweise der beiden Boxerlegenden Arthur Abraham und Ulli Wegner.

    Neben diversen amerikanischen Sportarten scheint es vor allem das Boxen den Filmemachern angetan zu haben. Und die besten Vertreter dieses Subgenres waren nie nur reine Sportfilme, sondern sahen den Zweikampf im Ring immer auch als Metapher. Die meisten Boxerfilme, zumal die bekannteren, näherten sich ihrem Thema dabei aus einer fiktionalen Richtung („Wie ein wilder Stier“, „Hurricane“, „Million Dollar Baby“). Weitaus seltener finden sich Werke, die, wie z.B. „Der Boxprinz“ oder „When We Were Kings“, den dokumentarischen Weg wählen.

    Die deutsche Regisseurin Nina Pourlak entschied sich für ihr Langfilmdebüt „Es geht um Alles“ für letztere Methode und liefert das Porträt zweier Männer, deren Leben durch den Boxsport geprägt sind, der amtierende Box Weltmeister im Mittelgewicht Arthur Abraham und sein Trainer Ulli Wegner. Berühmt wurde der in Armenien geborene Abraham, als er im September 2006 seinen Titel verteidigte und dabei die letzten acht Runden des Kampfes mit stark blutendem und doppelt gebrochenem Kiefer bestritt. Mit diesem Kampf setzt auch Pourlak an und konzentriert sich danach auf die Monate nach der Genesung des Boxers und dessen harten Trainings. Dabei gelingen dem Filmteam sehr persönliche und interessante Einblicke in den Alltag eines Boxers. Leider stehen dabei die Sportler etwas zu stark im Vordergrund und lassen nur selten einen Blick auf die Privatpersonen dahinter zu. So wird zum Beispiel auf Rückblenden und Archivmaterial (mit Ausnahme des einführenden Kampfes) verzichtet, was zwar dem Erzählfluss, aber nicht unbedingt der Charakterisierung der beiden Protagonisten nützt. Wie wurden die beiden zu denen, die sie sind?

    Nur zwei mal versucht der Film dieser Frage nachzugehen, als er Abraham und Wegner in ihre jeweilige Heimat begeleitet: Abraham nach Jerewan und Wegner nach Stettin, wobei man aber mehr über die armenische Grillkunst, als den Menschen Abraham erfährt. So hat das Filmteam z.B. nach eigenen Angaben bei der Großmutter des Boxers übernachtet, lässt sie jedoch in ihrem Film nicht zu Wort kommen. Etwas zu schnell kehrt man wieder zurück ins Training.

    Dort liegt klar das Hauptaugenmerk der Doku, wobei ihr die beobachtende Zurückhaltung Pourlaks zu Gute kommt. Gebannt schaut man Abraham und Wegner beim gegenseitigen Abtasten und Fokussieren zu. Ihre Beziehung pendelt dabei immer zwischen den beiden Polen Freundschaft und eisern eingeforderte Disziplin. Man sieht hier nicht, wie so oft, zwei Underdogs zu, die auf dem Weg nach Oben sind, sondern umgekehrt zwei lebenden Legenden, die dafür kämpfen, ihrem Ruhm gerecht zu werden. Und so findet sich auch in diesem Boxerfilm wieder das metaphorische Element, das ihn nicht nur für hartgesottene Boxfans zur Empfehlung macht. mahe.

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