Erste Ehe

  1. Ø 0
   2002
Erste Ehe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Erste Ehe: Zwei Frischvermählte durchleben während ihrer Hochzeitsparty alle Stationen ihrer destruktiven Beziehung.

Warum warten? Eben erst frisch vermählt, beschließen Dorit (Maria Simon), 25, und Alex (Nils Nelleßen), 30, noch auf der Hochzeitsparty, ihre bis dato ausgesprochen intensive Liebesbeziehung in einem spielerisch begonnenen, sich fulminant steigerndem Ehekrach Revue passieren zu lassen. Bis zum Morgengrauen ziehen die Kombattanten alle Register von Nabelschau über Psychokrieg bis zum totalen Realitätsverlust.

Kompromissloses Beziehungskammerspiel der Newcomerin Isabelle Stever, die hierfür mit dem First Step Award ausgezeichnet wurde. Einen Max Ophüls Preis gab’s für Maria Simons darstellerische Leistung.

Ein frischvermähltes Paar beginnt im Verlauf der Hochzeitsparty einen zuerst spielerischen, dann ernsthaften Streit: Die angeheiterte und aufgeladene Stimmung treibt das kämpferische Potential der Zwei konsequent in die Höhe und beide durchleben bis zum Morgengrauen die Stationen ihrer emotionalen und destruktiven Beziehung – bis die junge Braut den Bezug zur Realität verliert.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Nichts ist mit Honeymoon beim frisch getrauten Ehepaar Dorit und Alex. Statt liebevolle Zärtlichkeiten gibt’s lauten Zoff auf der Hochzeitsparty. Drehbuchautorin und Regisseurin Isabelle Stever erhielt für ihr Kinodebüt den Nachwuchspreis First Steps Award 2002, ihre Hauptdarstellerin Maria Simon den Max Ophüls Preis 2003 als Beste Nachwuchsdarstellerin.

    Der schwedische Dramatiker August Strindberg wusste schon vor über einem Jahrhundert was Ehe bedeutet: „Ein Todesurteil, das jahrelang vollstreckt wird“. In Isabelle Stevers dffb-Abschlussarbeit geht’s einen Tick schneller, da wird dieses Todesurteil schon am Abend der Hochzeit vollstreckt. Zwei unreife Menschen, die 25jährige Dorit und der 30jährige Alex, suchen im anderen nur Selbstbestätigung und piesacken sich bis aufs Blut vor allen Gästen. Sie küssen und sie schlagen sich, Alkohol und Drogen kicken das Duo in Exzesse verbaler und körperlicher Gewalt, an deren Ende nur die Selbstentblößung zweier zutiefst verletzter Seelen steht, das emotionale Nichts. Hier wird Narzissmus pur gefeiert, reduzieren sich Gefühle auf die Funktion schicker Accessoires. Hervorzuheben die schauspielerische Parforce-Leistung, vor allem von Maria Simon. Aber die einzelnen Teile dieses Puzzles passen nicht richtig zusammen, zumal man nie erfährt, welche Gründe dieses Paar zum Jawort trieb. Der wüste Beziehungstango tritt auf der Stelle. Hoch anzurechnen ist Isabelle Stever jedoch der Mut, in Zeiten seichter romantic comedys dieses Thema auf radikale und rücksichtslose Weise angegangen zu haben. mk.

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