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Ersatzteile

Rezervni deli: Ehrliches und erschütterndes Drama über Schleuser und ihr "Menschenmaterial" an der slowenischen Grenze.

Poster
  • Kinostart: 03.06.2005
  • Dauer: 87 Min
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: Slowenien
  • Filmverleih: Jagec Filmverleih

Filmhandlung und Hintergrund

Ehrliches und erschütterndes Drama über Schleuser und ihr "Menschenmaterial" an der slowenischen Grenze.

In der kleinen südslowenischen Stadt Krsko warten Flüchtlinge aus aller Herren Länder - Afrika, Asien, der früheren Sowjetunion - in Scheunen und Hallen zusammengepfercht darauf, gegen Bares von abgebrühten Schleusern nachts an die italienische Grenze gebracht zu werden, in die europäische Union, das vermeintliche Paradies auf Erden. Die Schleuser sind ein früherer Motorrad-Rennfahrer (Peter Musevski) und sein Assistent (Aljosa Kovacic). Manchmal zocken sie ihre „Fracht“ mit Hundert Euro ab, manchmal lassen sie sich in Naturalien bezahlen.

Fast dokumentarisch anmutender Spielfilm des slowenischen Regisseurs Damjan Kozole, der sich mit einer regelrecht erschütternden Nüchternheit eines hochaktuellen Themas annimmt.

In Krsko, einer kleinen Stadt im Süden Sloweniens warten Flüchtlinge aus aller Herren Länder von Afrika, Asien oder der früheren Sowjetunion in Scheunen und Hallen, um gegen 100 Euro Cash an die italienische Grenze gebracht zu werden. Ein früherer Motorrad-Rennfahrer und sein junger Assistent transportieren die Fracht nachts an den Zielort.

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Darsteller und Crew

  • Peter Musevski
  • Aljosa Kovacic
  • Primoz Petkovsek
  • Valter Dragan
  • Aleksandra Balmazovic
  • Vlado Vlaskalic
  • Verica Nedeska
  • Zoran Ljutkov
  • Petre Arsovski
  • Valentina Gramosli
  • Damjan Kozole
  • Danijel Hocevar
  • Radoslav Jovanov
  • Andrija Zafranovic
  • Igor Leonardi

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ersatzteile: Ehrliches und erschütterndes Drama über Schleuser und ihr "Menschenmaterial" an der slowenischen Grenze.

    Flüchtlingstransfer ist ein lukratives Geschäft. Aber manchmal haben selbst die größten Schleuser Südosteuropas Skrupel, das „Menschenmaterial“ ins gelobte Europa zu bringen. Das „Wie“ beschreibt der Slowene Damjan Kozole in eindringlichen Bildern.

    Slowenien gilt noch als weißer Fleck auf der Landkarte des europäischen Films. Vielleicht nicht mehr lange. Produzent Danijel Jocevar zählt nach „Variety“ zu den „Ten Producers To Watch“. Die neue Produktion aus dem Hause Emotionfilm spielt in Krsko, einer kleinen Stadt im Süden Sloweniens nahe der kroatischen Grenze - ein abgewracktes Kernkraftwerk, eine Papierfabrik, ein Racing-Gelände, ein paar Kneipen. Flüchtlinge aus aller Herren Länder von Afrika, Asien oder der früheren Sowjetunion drängen sich wie Vieh in Scheunen und Hallen, um gegen 100 Euro Cash an die italienische Grenze gebracht zu werden. Die europäische Union, für sie das Paradies auf Erden.

    Ein früherer Motorrad-Rennfahrer und sein junger Assistent transportieren die Fracht nachts an den Zielort. Oder auch nicht. Wer arm ist, kann sich keine Moral leisten. Die beiden machen ihren Job, aber selbst ihnen geht das Elend manchmal an die Nieren. Die Hungrigen werden mit 50 Euro für eine Pizza abgezockt oder man(n) lässt sich in Naturalien bezahlen.

    Damjan Kozole greift in seinem sechsten Spielfilm ein sehr aktuelles Thema auf, allein im Jahre 2000 gingen der slowenischen Polizei 36000 Illegale ins Netz. Da nur jeder vierte erwischt wird, kann man mit ca. 150000 Menschen rechnen, die den gefährlichen Weg ins Ungewisse wagen, und manchmal dabei sterben oder im Land ihrer Träume als Ersatzteillager für Organe dienen.

    Fast nüchtern betrachtet der Regisseur seine Protagonisten - die abgebrühten Schleuser, die den Ekel vor sich selbst im Suff ertränken, die Karawane von rechtlosen Illegalen, die sich an jeden Strohhalm klammern und im Dunkel der Nacht einer düsteren Zukunft entgegenstolpern. „Ersatzteile“ ist ein ehrliches und erschütterndes Drama über Hoffnung und Desillusion, dessen leise Töne laut wiederhallen. Ein engagierter Verleih sollte sich finden. mk.
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