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Enttarnt - Verrat auf höchster Ebene

   Kinostart: 18.10.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Nach einem wahren Fall präzise inszenierter Agenten-Thriller um ein hochspannendes Katz-und-Maus-Spiel eines Jung- und Alt-Agenten.

Anfang 2001 geht für FBI-Anwärter Eric O’Neill (Ryan Phillippe) ein Traum in Erfüllung, als ihn seine Vorgesetzte Kate Burroughs (Laura Linney) für einen heiklen Auftrag auswählt, der seine Karriere als Agent starten könnte: Er soll als Sekretär für den erfahrenen Kollegen und Computerexperten Robert Hanssen (Chris Cooper) arbeiten und ihn dabei ausspionieren. Hanssen wird verdächtigt, als Doppelagent für die Russen geheime Informationen zu verkaufen. Als O’Neill den verschrobenen Hanssen näher kennen lernt, zweifelt er an den Vorwürfen.

Nach dem wohl größten Spionagefall beim FBI entstandenes Suspensedrama, das auf laute Action verzichtet und einen famos gespielten, subtilen Thriller aus dem Inneren von Amerikas größter Polizeibehörde bietet - und zugleich als eindringliche Charakterstudie funktioniert.

FBI-Mann Robert Hanssen wird schon länger der Spionage für die Gegenseite verdächtigt. Doch er hinterlässt keinerlei Spuren. Nun soll der ehrgeizige Nachwuchsagent Eric O’Neill als Hannssens Sekretät den Veteran enttarnen. Eric ist fasziniert von seinem neuen Boss, der sich als Familienmensch und religiöser Konservativer präsentiert.

Robert Hanssen ist ein erfahrener und geschätzter Mitarbeiter des FBI. Dennoch wird er schon länger der Spionage für die Gegenseite verdächtigt. Man kann ihm allerdings nichts nachweisen, er hinterlässt keinerlei Spuren. Nun wird der ehrgeizige Nachwuchsagent Eric O’Neill darauf angesetzt, Hanssen zu enttarnen, und wird dafür als sein Sekretär angestellt. Eric ist fasziniert von seinem neuen Boss, der sich als Familienmensch und religiöser Konservativer präsentiert. Bald schon droht er seinen Fall aus den Augen zu verlieren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die Agenten des FBI reden nicht ohne Hintergedanken; alles, was gesagt wird, hat doppelte Bedeutung. Insbesondere, wenn ein junger angehender Agent auf einen alten Hasen angesetzt wird, der als Doppelagent verdächtigt wird: eine interne Gegenspionage, in der der eine den anderen belauert und prüft, der den Test bestehen und wiederum den anderen gegenprüfen muss…

      Diese Doppelbödigkeit ist der Kern des kammerspielartigen Spionagethrillers, der den Fall des schlimmsten Spions in der US-Geschichte aufrollt: Robert Hanssen hat 22 Jahre lang für die Russen spioniert als FBI-Mann, ein unermesslicher Schaden, dieses Informationsleck, das den Feind des Kalten Krieges immer mit dem Neuesten versorgte. Am 18. Februar 2001 wurde er geschnappt, als er einen letzten Bericht dem Feind übergeben wollte; den Weg zu seiner Enttarnung hat maßgeblich Eric O’Neill geebnet, der auf ihn angesetzt, als sein Assistent installiert wurde und aus seiner Nähe heraus wichtige Informationen über den Maulwurf in den Heiligen Hallen der nationalen Sicherheit der USA lieferte.

      Über den Spiegel Eric blickt Regisseur Billy Ray auf Hanssen; und mit den beiden Rollen steht und fällt natürlich der Film, der sich ganz auf ihre Beziehung konzentriert, auf die Dynamik ihrer Konstellation zwischen Vertrauen und Verdacht, zwischen Respekt und Missbilligung. Und Ray, der auch das Drehbuch mitgeschrieben hat, gelingt es, diese Charaktere zu unterfüttern mit plausibler Psychologie, und er hat mit Ryan Phillippe und Chris Cooper Darsteller gefunden, die ihre Rollen großartig ausfüllen.

      So ist der Thriller nicht einfach nur spannend, sondern auch ein fundiertes Doppelporträt einer Paarung zwischen Eric, der zum vollwertigen Agentendasein strebt, der hinein will in die Karrieremaschinerie, und mit Hanssen, der desillusioniert ist und intuitiv spürt, dass er isoliert wird, dass auf ihm Verdacht lastet… Die Stärke des Films ist, diese Charaktere glaubhaft zu machen trotz (oder gerade wegen?) ihrer Widersprüche: Eric, der von seinem internen Geheimeinsatz gegen den Chef seiner Frau nichts erzählen darf, während Hanssen mehr und mehr sich auch in sein Privatleben drängt. Und mit Hanssen, den streng gläubigen Katholiken, der nur in lateinische Messen geht, in denen die ganze Zeit gekniet wird – Religion ist kein Gemischtwarenhandel, sagt seine Frau einmal, man kann sich nicht nur das Beste nehmen, man muss auch das Unbequeme und Harte mitmachen –, ein Mann, der seine Werte hochhält, Gott, die Familie, das Vaterland – und der permanent gegen diese Werte verstößt, der sein Land verrät, der ein heimlicher Pornoliebhaber ist.

      Diese Dualität der Persönlichkeit, ein komplexer Charakter, der sich in Jahrzehnten der Geheimdienstarbeit herausgebildet hat in seiner Mentalität der Gesinnungsspaltung, wird dem jungen, unerfahrenen, ehrgeizigen Eric entgegengesetzt, als Mentor und Respektsperson und zugleich als Zielobjekt und warnendes Beispiel.

      „Breach“ erfindet das Genre nicht neu, aber er vermag auf konzentrierte Art das in 90 Minuten zu zeigen, wofür Robert De Niro im „Guten Hirten“ die epische Form und fast drei Stunden braucht: Den Einfluss der Geheimniskrämerei auf die eigene Seele und auf die Beziehung zu anderen, auf die Sicht auf sich selbst und auf die Welt, geprägt von Paranoia und Misstrauen und gleichzeitig der Sehnsucht, etwas zu gelten, etwas zu bedeuten – ohne über seine Taten anderen berichten zu dürfen.

      Fazit: Ein faszinierendes Doppelporträt aus der Welt der Geheimdienste um Loyalität und Misstrauen, das gerade wegen seiner kammerspielartigen Dramaturgie die innere Spannung stets beibehalten kann.
    2. Enttarnt - Verrat auf höchster Ebene: Nach einem wahren Fall präzise inszenierter Agenten-Thriller um ein hochspannendes Katz-und-Maus-Spiel eines Jung- und Alt-Agenten.

      Unprätentiös, aber präzise inszeniert Billy Ray den Fall „Hanssen“, einen der größten Agentenskandale der Geschichte des FBI, der die Sicherheit der USA aufs höchste gefährdete.

      Keine Mata Hari in verführerischen Dessous, die einem Agenten in der Horizontalen Geheimnisse entlockt, sondern ein akkurater Doppelagent, der jahrzehntelang für die USA und die Sowjetunion tätig war, steht im Mittelpunkt dieses 1000 Volt Spionagethrillers. Um die fast unerträgliche Spannung zu halten, muss kein James Bond mit technischen Sperenzchen den Gegner schrecken, hier geht es nicht um Eskapismus oder Kampf im Reich des Bösen. Statt sich spektakuläre Wettrennen zu liefern, stecken die Kontrahenten ganz konventionell im Stau. Es reichen zwei Super-Schauspieler, um atemlos das Geschehen bei dieser „Mission impossible“ zu verfolgen. Wie der talentierte Anfänger den ausgebufften Verräter zur Strecke bringt, entwickelt sich zum intelligenten und psychologisch austarierten Katz- und Mausspiel der besonderen Art. Oscar-Preisträger Chris Cooper als Alt-Spion Robert Hanssen und Jungstar Ryan Philippe als erfolgshungriger Spion-Azubi Eric O’Neill liefern sich ein gefährliches und intrigantes Spiel, das jeden Moment umkippen kann.

      Der Film beruht auf dem wahren Fall „Hanssen“ und beweist mal wieder, nichts ist erschreckender als die Wirklichkeit. Der FBI-Agent verkaufte sein Wissen an die Sowjetunion und war Schuld am Tod amerikanischen Undercover-Agenten, bis er 2001 zur Rechenschaft gezogen und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Behörden observierten ihn schon lange, konnten ihm aber nichts nachweisen. Gezielt setzen sie den ehrgeizigen Newcomer auf den Top-Agenten an. Als Assistent soll er in dessen Büro arbeiten und trifft auf einen mit allen Wassern gewaschenen Knochen, der überall Unrat wittert und den jungen Spund mit Argusaugen betrachtet. Der eiskalte Perfektionist ist Mitglied des Opus-Dei, lädt sich Pornos runter und mimt den Frommen, versucht nicht nur mit seiner bigotten Gattin Eric und seine Frau „zu bekehren“, sondern mischt sich auch heftig in das Privatleben des Paares ein, in dessen Beziehung es bald kriselt. Maulwurf gegen Maulwurf. Wer behält die Nerven? Beide belauern und belügen sich, ziehen ein Täuschungsmanöver nach dem anderen ab, bis der Ältere nach dem finalen Zug des smarten Boys“enttarnt“ und schachmatt ist. Die dunklen Seiten der Figuren, ihre innere Zerrissenheit und ihre Abgründe machen den Reiz des Dramas aus. Die Akteure sind keine coolen Draufgänger, sondern Bürokraten, die in den langen Fluren der „Firma“ wie verloren herumirren, sich um Banalitäten wie funktionierende Computer oder fehlendes Papier kümmern müssen. Unspektakulärer Agentenalltag ohne Action, persönliche Katastrophen mit Folgen. Ohne traditionelle Versatzstücke, Effekte oder Exotik erweist sich Regisseur Billy Ray als Meister des Genres. mk.

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