engel + joe

  1. Ø 2.4
   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

engel + joe: Kraftvolle und tragische Liebesgeschichte im Punkmilieu zwischen einem 17-jährigen Ex-Junkie und einer 15-Jährigen.

Joe, vom häuslichen Stress mit ihrer Mutter und deren Liebhaber abgehauen, und Engel, gerade mal Ex-Junkie mit Anarcho-Träumen, sind 15 und 17 und verlieben sich unrettbar ineinander. Als Joe am nächsten Tag nicht zur Verabredung erscheint, weil ihre Mutter selbstmörderisch viele Tabletten geschluckt hat, bricht für Engel die Welt zusammen.

Die 15-jährige Joe hält es bei ihrer süchtigen Mutter und deren neuem Freund nicht mehr aus, streunt durch Köln und landet schließlich auf der Domplatte, wo sie den 17-jährigen Engel kennen und lieben lernt. Doch das erste Date missglückt, und sie sehen sich erst am Grab eines verunglückten Kumpels wieder. Bald darauf schenkt Engel ihr einen Ring, den er von einer früheren Freundin bekommen hat. Als Joe dies erfährt, kriselt es wieder. Da erfährt Engel von Joes Schwangerschaft und ist überglücklich. Aber ist er wirklich der Vater?

Auf der Kölner Domplatte lernt die 15-jährige Joe den 17-jährigen Engel kennen und lieben. Ihre Beziehung gestaltet sich nicht einfach: Missverständnisse und Joes Schwangerschaft stellen die beiden auf eine harte Probe. Gefühlsechtes, aufwühlendes Coming-Of-Age-Drama, das Teenager ernst nimmt und als Individuen mit eigenem Willen und eigenen Sehnsüchten zeigt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine Liebesgeschichte mit der emotionalen Wucht der Jugend und des ersten Mals. Regisseurin und Drehbuchautorin Vanessa Jopp („Vergiss Amerika“) begibt sich mutig auf den Balanceakt zwischen der surrealen Übermacht der Gefühle und dem Realismus eines harten sozialen Milieus. Ihre Hauptdarsteller Jana Pallaske und Robert Stadlober schaffen eine aufregend intime Identität mit ihren Rollen, so dass der Film vor allem –aber nicht nur – bei einem jugendlichen Publikum großen Anklang finden wird.

    Nicht Berlin, sondern Köln ist zur Abwechslung mal Schauplatz der Handlung, das Geschehen vom Alexander- zum Domplatz verlegt. Die authentische Geschichte, auf der der Film basiert, hatte der Journalist Kai Hermann („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) für eine Reportage recherchiert – wobei es für die Kraft und die Qualität des Films kaum erheblich ist, ob die Story wahr oder erfunden ist. Was zählt, ist eine innere Authentizität der Charaktere, Konflikte, Psychologien. Vanessa Jopp inszeniert mit expressionistischer Kraft, die manchmal fast neoveristische Dimensionen anklingen lässt, wie zum Beispiel in der Geburtszene oder auch beim Streit im Mütterheim und der folgenden Quartiersuche auf dem Friedhof. Das Milieu der Straßenkids, Punks des Jahres 2001 ohne konkrete politische Bedeutung, wird in Jopps Film zum existentialistischen Playground einer leidenschaftlichen, ersten Jugendliebe mit all ihren unerbittlichen Forderungen und ungeduldigen Uneinsichtigkeiten. Joe (Pallaske), vom häuslichen Stress mit ihrer Mutter und deren Liebhaber abgehauen, und Engel (Stadlober), gerade mal Ex-Junkie mit Anarcho-Träumen, sind 15 und 17 und verlieben sich romantisch ausschließlich und besitzergreifend. Wenn Joe am nächsten Tag nicht zur Verabredung erscheint, weil ihre Mutter selbstmörderisch viele Tabletten geschluckt hat, bricht für Engel die Welt zusammen, und er überreagiert. Die erste Jugendliebe ist deshalb so dramatisch, weil sie jedem Egoismus nachgibt. Engel trennt sich von Joe – sie finden wieder zusammen – Joe trennt sich von Engel, weil sie ihm auf die Schliche gekommen ist. Reaktionen geraten außer Kontrolle, die Polizei wird tätig. Schwangerschaft. Ein Kind. Ist Engel der Vater? Vanessa Jopp lässt den Film offen enden – das ist einerseits eine kluge Entscheidung, andererseits aber verabschiedet sie sich mit dem offenen Filmschluss von den überzeugenden Realismen des Films, die manchmal ein bisschen verloren wirken neben den fantastischen amour-fou-Momenten der beiden Liebenden. Es scheint, als ob der Mut zum Balanceakt zwischen romantischem Gefühl und realistischer Milieuhärte, doch momentweise die Regisseurin verlassen. Hintergrund-Realismen zu einigen Nebenfiguren wie etwa Joes Mutter hätten genauer sein können. Dennoch ist „Engel & Joe“ ein beeindruckender, besonders im präzisen emotionalen Engagement der Darsteller überzeugender und mitreißender Film. Intensives, gutes Erzählkino. fh.

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