End of Days - Nacht ohne Morgen

  1. Ø 3
   1999
End of Days - Nacht ohne Morgen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

End of Days - Nacht ohne Morgen: Düsteres Endzeit-Abenteuer, in dem Arnold Schwarzenegger als abgerissener Ex-Cop gegen den Teufel antritt.

Der abgerissene Ex-Cop Jericho Cane verdingt sich an der Seite seines Partners Chicago als Sicherheitsbeamter. Zum Jahrtausendwechsel wird er in ein Katz-und-Mausspiel verwickelt, in dessen Mittelpunkt die unschuldige Christine steht. Denn der Teufel persönlich ist auf die Erde gekommen, um Christine zur Frau zu wählen und das Ende der Welt zu besiegeln – und nur Cane kann ihn stoppen.

Der verbitterte Ex-Cop Jericho Cane verdingt sich an der Seite seines Partners Chicago als Sicherheitsbeamter. Da wird er zum Jahrtausendwechsel in ein Katz-und-Maus-Spiel verwickelt, in dessen Mittelpunkt die unschuldige Christine steht. Wegen ihr ist der Teufel auf die Erde gekommen. Dieser setzt nun alles daran, die Jungfrau noch vor der Millenniums-Nacht zu verführen. Sollte ihm dies gelingen, würde der Fürst der Finsternis zum Herrscher von Himmel und Hölle aufsteigen. Dieses Unterfangen will Jericho um jeden Preis verhindern.

Rechtzeitig zum Jahrtausendwechsel begibt sich der Leibhaftige auf die Erde, um die Jungfrau Christine zu verführen. Ex-Cop Jericho Cane ist damit allerdings nicht einverstanden. Endzeit-Mär vom Action-Spezialisten Peter Hyams, in der sich Arnie – neben den üblichen Stunts und Kampfeinlagen – auch einmal von einer etwas komplexeren Seite zeigen darf.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach Jahren der Flops ist er wieder da. Doch ein ganz neuer Schwarzenegger blickt auf das Kinopublikum. Sly Stallone, Arnolds härtester Konkurrent um den Titel "Größter Actionheld aller Zeiten", hatte mit "Copland" einen Film gedreht, den man auch Slys erstes Alterswerk nannte. Für Schwarzenegger ist dies nun "End of Days". So spielt er nicht den unbesiegbaren Supermann, sondern einen von seinen Problemen zerfressenen, suizid-gefährdeten, völlig gebrochenen Anti-Helden.

    Schwarzenegger demontiert seinen Heldenmythos selbst. Zum Glück kann man sagen, denn sein Stern war bereits am Sinken. Schwache Komödien und den unsäglichen "Batman & Robin" hat Arnold in den letzten Jahren gedreht - alles Flops, sowohl kreative wie kommerzielle. "End of Days" ist endlich wieder ein Kracher - allerdings nicht für jeden Geschmack. Vorweg, die Action-Szenen sind grandios, der Film hat einige unkonventionelle Sequenzen, zum Beispiel die Sexszene mit dem Teufel oder die Szene, in der Arnold von den Satanisten gekreuzigt wird. Der Film entwickelt einen gewissen Anspruch, gepaart mit sehr trockenem Humor.

    Jetzt das etwas Negative: Schwarzenegger spielt hier einen Charakter wie ihn Bruce Willis schon seit zehn Jahren spielt. Für Arnold etwas Neues, für den Zuschauer - im allgemeinen zumindest - aber nicht. Dann die Story. Sie ist oftmals ziemlich hanebüchen und krankt an den lieblosen Dialogen. Dies ist das Problem von Andrew Marlow, der zwar äußerst effektive Actionfilme schreiben kann, dem es jedoch an der Fähigkeit mangelt, glaubhafte Sprechsequenzen zu schreiben. Das gleiche Problem gab es schon in seinem "Air Force One"-Skript. So bleiben die Figuren ziemlich farblos.

    Und ein drittes Problem ist Gabriel Byrne, der mal wieder charmant-galant und eiskalt agiert und Schwarzenegger zumindest die schauspielerische Show stielt. Dann Problem Nummer Vier, weniger ein Problem des Films ansich: die schlechte Vorabpresse. Der deutsche Videoclipregisseur Marcus Nispel sollte den Film inszenieren, spielte sich jedoch auf dem Set dermaßen auf, dass Schwarzenegger sich erfolgreich um seinen Rausschmiss bemühte.

    Schwarzenegger wollte danach seinen Freund James Cameron hinter der Kamera, der wollte aber nicht und empfahl Peter Hyams. Der hatte unter anderem als letztes die Van Demme-Klopper "Timecop" und "Sudden Death" inszeniert und schien dadurch natürlich, zumindest was den actionhaltigen Teil des Films betraf, perfekt für den Job.

    Hyams macht seine Sache so gut wie seit 1981 bei "Outland" mit Sean Connery nicht mehr. Er inszenierte einen sehr düsteren, harten und pessimistischen Action-Horrorfilm, der dank seiner ausgezeichneten Kamera- und Schnittarbeit eigentlich überzeugen kann, auch wenn Schwarzeneggers anspruchsvolle Seite aus anderen, ähnlichen Produktionen eindeutig geklaut ist. Für Arnold-Fans definitiv ein Muss, für Actionliebhaber ebenso und Horrorfreunde sollten ihn auch schauen. Zuschauer, auf die keine dieser drei Kategorien zutrifft, brauchen sich "End of Days" aber nicht ansehen.

    Fazit: Ein düsterer Action-Horrorfilm, der überzeugen kann und ein Muss ist für Arnold-Fans sowie Action- und Horrorfreunde.
  • Nach Terminatoren und Predatoren stellt sich der Superstar nach einer zweieinhalbjährigen Auszeit nun am Ende der Tage seinem größten Gegner: dem Teufel selbst. Von Peter Hyams mit einem Maximum an pyrotechnischem Effekt ausgestattet, erinnert „End of Days“ an gute alte Okkultschocker wie „Das Omen“, allerdings mit der Feuerkraft einer 100-Mio.-Dollar-Produktion. Das steigert die Schauwerte, lenkt aber mehr als einmal von der reizvollen Geschichte eines gefallenen Mannes ab, der seine persönliche Erlösung sucht.

    Drei Jahre, nachdem er mit dem Interesse an dem später mit Denzel Washington realisierten „Dämon“ erstmals Sympathie für den Teufel bekundete, hat sich Arnold Schwarzenegger jetzt doch noch sein ganz persönliches „Sieben“ gegönnt. Das Timing ist perfekt: Der Jahrtausendwechsel ist wie geschaffen, um Beelzebub für immer in die Hölle zu schicken und Schwarzenegger als Action-Phönix aus der Asche auferstehen zu lassen. Die einstige Ikone der späten Achtziger und frühen Neunziger gibt sich redlich Mühe, mit der Zeit zu gehen: In dieser maßvoll finsteren, mit religiösen Symbolen geradezu gespickten Untergangsserenade spielt der bisweilen überforderte Grazer nicht den muskelbepackten Strahlemann, sondern einen gebrochenen Typen, der an der Flasche hängt und aufgrund des Todes von Frau und Kind mit dem Selbstmord spielt. Wenn man Schwarzenegger als Jericho Cane in seiner ersten Szene erlebt, wie er sich die Waffe an die Schläfe hält, ist das schon ein starkes Bild. Leider hält dieser Schock nur bedingt vor. Denn natürlich muß er – Alkoholismus hin, Suiziddepression her – auch noch ein Elitebodyguard sein, der alsbald in einer ebenso ausgedehnten wie herzlich überflüssigen Stuntsequenz, von einem Helikopter baumelnd, einen Attentäter über Hochhäuser verfolgt. Cane kann ihn stellen, sieht sich aber gezwungen, den Mann niederzuschießen. Die Ermittlungen führen den Ex-Cop zu dem 20jährigen Mädchen Christine, die Zeit ihres Lebens von bedrohlichen Visionen und Alpträumen verfolgt wurde. Mit gutem Grund: Denn sie ist die Auserwählte, mit der sich Satan zur Neujahrsnacht vermählen will, um sein Schreckensregime auf der Erde fortzusetzen.

    Es hilft, daß der Gehörnte von einem Vollblutschauspieler wie Gabriel Byrne gespielt wird: ein Verführer und kein Zerstörer, der mit seiner Eleganz beinahe einen Hauch von Licht in die ewige Düsternis der Inszenierung bringt. Leider vertraut Peter Hyams weder auf Byrnes Ausstrahlung noch auf die an sich ergreifende Geschichte eines lebensüberdrüssigen Mannes, der erst wieder lernen muß, was es bedeutet am Leben zu sein, um sich schließlich für die Menschheit opfern zu können. Doch jeder Ansatz von Tragik oder Tiefe erstickt in einem nimmer enden wollenden Sperrfeuer von Explosionen und Feuersbrünsten, ebenso wie die witzigen Querverweise auf Schwarzeneggers Oeuvre (Kreuzigung wie in „Conan“, Opfergang wie in „T2“ etc.) und ein hinreißendes „Die üblichen Verdächtigen“-Zitat („Der größte Trick des Teufels war es, die Welt davon zu überzeugen, daß er nicht existiert“). Natürlich können in diesem Spektakel auch die Schauspieler keinen Stich machen, obwohl man vor allem von Robin Tunney als des Teufels Braut und Kevin Pollak als Schwarzeneggers Sidekick gerne mehr gesehen hätte. So rast der Film ohne größere Reibung aber mit einigen wirksamen Schocks auf seinen Showdown und besten Gimmick zu: Denn erst als der bis an die Zähne bewaffnete Schwarzenegger die Artillerie beiseite legt und auf den Glauben vertraut, kann das Böse besiegt werden. Das würde man auch dem Film wünschen: Ein Mehr an emotionaler Resonanz und innerer Logik hätte auch diesem Behemoth gut zu Gesicht gestanden. ts.

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