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Familienkrimiserie um einen Hamburger Kommissar, der buchstäblich auf den Hund gekommen ist ("Kalle" lässt grüßen...).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Elvis und der Kommissar (1. Staffel, 6 Folgen): Familienkrimiserie um einen Hamburger Kommissar, der buchstäblich auf den Hund gekommen ist ("Kalle" lässt grüßen...).

    Das Experiment war so erfolglos, dass es kurz vor Schluss abgebrochen wurde: Weil sich die ARD derzeit den Luxus leistet, neue Serien „on air“ zu testen, also gleich ins kalte Wasser zu werfen, verschwinden die Produktionen schneller, als manchem lieb ist. Marion Kracht durfte als Privatdetektivin Nadja nur fünf ihrer sechs Fälle lösen, dann war vorzeitig Feierabend. Elvis wird das nicht passieren. Der Vierbeiner ist zwar ein nerviger Kläffer, aber trotzdem der uneingeschränkte Star der neuen Krimikomödien „Elvis und der Kommissar“. Gerade Mädchenherzen wird der possierliche Vierbeiner verzücken, wie überhaupt die Geschichten mitunter wie eine Kinderserie anmuten, die ein Programmierfehler ins Abendprogramm gespült hat. Das muss aber durchaus kein Nachteil sein, zumal die ARD beim jungen Publikum ohnehin großen Nachholbedarf hat.

    Männern wird ebenfalls eine Identifikationsfigur mit Profil geboten: Jan-Gregor Kremp, Darsteller mit Faible für leicht verkrachte Existenzen, spielt Hans Behringer, den zweiten Titelhelden, einen melancholischen Ermittler, mit dem Kneipenwirtin Anja (Birge Schade) nur zu gern nicht bloß den Tisch teilen würde; doch das Herz des Polizisten gehört nach wie vor Ex-Frau Lilo (Tessa Mittelstaedt). Für zusätzliche Komplikationen sorgt die dritte Frau in Behringers Dasein, Mutter Rosa (Ruth Maria Kubitschek), die ihren Lebensabend in einem zwar luxuriösen, aber gänzlich kleintierfreien Seniorenheim verbringt. Deshalb hat Hans nun den Hund an der Hacke, der allerdings immer wieder gern das Weite sucht. Da Lilo den Kommissar ausgerechnet wegen Seibold, seinem schnöseligen Chef (Florian Fitz), sitzen gelassen hat, knallt es im Revier immer wieder mal. Zum Auftakt sogar buchstäblich: Erst fliegt Seibolds Auto in die Luft, dann trifft ihn eine Ladung Schrot in den Allerwertesten. Die Verdächtigen stehen praktisch Schlange, denn der neue Chef der Mordkommission ist sogar in den eigenen Reihen gründlich verhasst.

    Ginge es nach der ARD, würde „Elvis und der Kommissar“ an die Erfolge von „Adelheid und ihre Mörder“ anknüpfen. Autor ist in beiden Fällen Michael Baier. Da die neue Serie insgesamt deutlich jünger und flotter ausfällt, bleibt der Wunsch womöglich Vater des Gedankens. Für eine Fortsetzung empfehlen sich die Geschichten trotzdem. Die Figuren haben Potenzial, das Ensemble stellt eine reizvolle Mischung dar, die Inszenierung (zunächst Ulrich Stark, später Ulrich Zrenner) ist kurzweilig. Einzig die vergeblich um Seniorenwitz bemühten Ausflüge ins noble Altenheim erinnern daran, dass auch die für den Freitagabend zuständige ARD-Tochter Degeto ihre Finger im Spiel hat. tpg.

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