Filmhandlung und Hintergrund

Ein Mädchen spielt Schicksal für fünf Menschen, die bei tragischen Unfällen das wichtigste in ihrem Leben verloren haben.

Fünf Menschen, die einander nicht näher bekannt sind, verlieren bei verschiedenen Unfällen jeweils das, was ihnen im Leben das Wichtigste war. Ein DJ büßt sein Gehör ein, ein Parfüm-Designer seinen Geruchssinn, eine Mutter ihre Tochter, und so weiter. Da tritt, fast wie in einem Märchen, die 16-jährige, ebenfalls mächtig vom Schicksal gebeutelte Ellektra (Catherine Kools) in ihr Leben und bringt alle auf neue Gedanken.

Episodenfilme à la „Magnolia“ lassen grüßen, wenn der flämische Regiedebütant Rudolf Mestdagh kunstvoll Schicksale miteinander verknüpft und dabei dem Sinn des Lebens hinterher spürt.

Durch schicksalhafte Unfälle verlieren fünf Menschen das wichtigste in ihrem Leben und das, was diesem Sinn gegeben hatte. Dafür erscheint allen wie aus heiterem Himmel ein 16-jähriges Mädchen mit dem mysteriösen Namen Ellektra, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den fünf Menschen zu helfen - indem sie sie zuerst einmal zusammenbringt.

Bei fünf Menschen schlägt das Schicksal zu und sie verlieren jeweils genau das, was ihrem Leben Sinn verliehen hat: Eine Mutter ihre Tochter, ein DJ das Gehör, der Parfümeur den Geruchssinn, die Pianistin ihre Fingerfertigkeit. Gleichzeitig taucht aber bei jedem die 16-jährige Ellen auf, die - selbst schwer vom Leben gebeutelt - es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen zu helfen. Sie bringt die Unglücklichen zusammen und bewirkt, dass sie einander unter die Arme greifen. Die Sophokles-zitierende Ellen wird zum Katalysator des Schicksals.

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Darsteller und Crew

  • Matthias Schoenaerts
    Matthias Schoenaerts
    Infos zum Star
  • Axelle Red
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  • Manou Kersting
    Manou Kersting
  • Marie Bos
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  • Serge-Henri Valcke
    Serge-Henri Valcke
  • Catherine Kools
    Catherine Kools
  • Han Kerckhoffs
    Han Kerckhoffs
  • Sam Bogaerts
    Sam Bogaerts
  • Lucas van Ammel
    Lucas van Ammel
  • Herwig Ilegems
    Herwig Ilegems
  • Gert Portael
    Gert Portael
  • Rudolf Mestdagh
    Rudolf Mestdagh
  • Daniel Lamberts
    Daniel Lamberts
  • Danny Elsen
    Danny Elsen
  • Jan Hameeuw
    Jan Hameeuw
  • Brian Clifton
    Brian Clifton
  • David Shea
    David Shea
  • Steven Brown
    Steven Brown

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ellen Calling - Nachricht vom Schicksal: Ein Mädchen spielt Schicksal für fünf Menschen, die bei tragischen Unfällen das wichtigste in ihrem Leben verloren haben.

    Mosaikartige Spielfilme stellen meist mehr oder weniger geheimnisvolle Bande zwischen verschiedenen Menschen her. Wie „L.A.Crash“, „Short Cuts“, „Magnolia“, „St. Pauli Nacht“ oder „Amores perros“ geht auch die belgische Tragikomödie „Ellektra“ von Glücks- und Sinnsuche aus. In fünf parallel geführten, virtuos durch die Montage miteinander verknüpften Geschichten stehen einschneidende Verluste am Anfang, die die Personen zum Handeln zwingen.

    In Brüssel soll eine drogenabhängige Journalistin, deren Baby ertrunken ist, für einen Drogendealer und Unterweltboss dessen sechzehnjährige Tochter Ellen suchen. Sein Bodyguard hat einer Striptease-Tänzerin die Zunge abgeschnitten. Die Tänzerin wird auf den Sohn eines Filmpioniers treffen, der Marihuana anpflanzt; bei ihm versteckt die Journalistin das Mädchen. Der Junge Ludovic, der Pilot werden möchte, fällt vom Dach, ist gelähmt. Seine Mutter betreibt einen Vormundschaftsprozess gegen Vater Harry, der mit Ludovic neue Freundschaftbande schließt. Einer jungen Klavierspielerin werden die Hände in einer Autotür eingeklemmt; ihr Freund, der im Meer einen Ring verloren hat, ermöglicht ihr mittels Cyberspace einen Konzertabend.

    Bindeglied zwischen den Geschichten ist das blauhaarige Punk-Girl Ellen, die eine Mappe mit Zeitungsausschnitten mit sich führt und aus dem Stück „Elektra“ von Sophokles Weisheiten zitiert. Teils Glücksfee, teils selbst Verfolgte, wird die moderne „Ellektra“ für den tragischen, heiteren, glücklichen, hoffnungsvollen und in einem Fall tödlichen Ausgang sorgen. Fließende Übergänge in Form von Assoziazionsmontagen sorgen für Tempo im Erstlingswerk des Flamen Rudolf Mestdagh, der die verschiedenen Tonlagen des Films mit poetischen Bildern auflädt, die den Reigen mit Anklängen an den Film Noir bis zum Finale gekonnt in der Schwebe halten. Programmkinos, die Filme von Alex van Warmerdam („Noorderlingen“) und das David-Lynch-Erbe pflegen, sollten nicht lange mit den Schicksalsnachrichten zögern. ger.

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