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Election

Filmhandlung und Hintergrund

Der Hongkong-Actioner, der im Wettbewerb des Filmfestivals Cannes lief (und leider leer ausging), ist ein neues Meisterwerk von Johnnie To („Fulltime Killer“, „The Mission“), des Mannes, der schneller filmt als sein Schatten (40 Filme in 25 Jahren) und mit „Election“ eine Triaden-Ballade vorlegt, die als Powerpack sitzt. Seine Themen: Machtkämpfe, Kontrast brutaler Gangstermethoden versus clever eingesetzter Geldpolitik...

In Hongkong steht der Wahlkampf an, und zwar unter den Mitgliedern der dienstältesten Triade. Der als gemäßigt geltende, weniger für seinen Geschäftssinn als für seine Diplomatie berühmte Lok fährt die meisten Stimmen ein, doch will sich sein Widersacher, der impulsive, zur gewalttätigen Ausbrüchen neigende Big D, dem Votum nicht beugen. Und weil beide wissen, dass ein Führer kein Führer ist ohne den „Drachenkopf“, entbrennt ein erbittertes Hauen und Stechen um das aus Holz geschnitzte Zepter.

Der diplomatische Lok und der gewalttätige Big D streiten um das Unterweltzepter von Hongkong. Glänzend gespieltes und inszeniertes Mafia-Drama.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Hongkong-Actioner, der im Wettbewerb des Filmfestivals Cannes lief (und leider leer ausging), ist ein neues Meisterwerk von Johnnie To („Fulltime Killer“, „The Mission“), des Mannes, der schneller filmt als sein Schatten (40 Filme in 25 Jahren) und mit „Election“ eine Triaden-Ballade vorlegt, die als Powerpack sitzt.

    Seine Themen: Machtkämpfe, Kontrast brutaler Gangstermethoden versus clever eingesetzter Geldpolitik, Leerlauf krimineller Aktionen und notwendige Blutreinigungsbäder, um Glaubwürdigkeit bei der Gefolgschaft zu erhalten, kurz: Shakespeares „Macbeth“ ohne dessen Moralspritze. Für Actionfans: Tos moderne Gangstersaga, die wie „Infernal Affairs“ zur „Paten“-Trilogie ausgebaut werden soll, enthält virtuose Actionszenen, aber nicht eine, in denen Pistolen oder Kugeln eine Rolle spielen, dafür im Finale eine schockierende Sequenz, die Coppolas Pferdekopf oder Hitchcocks Gasofentod („Der zerrissene Vorhang“) in den Schatten stellt.

    Alle zwei Jahre wählen die Senioren der 50.00 Mitglieder zählenden Wo Shing Gesellschaft, Hongkongs älteste Triaden, einen neuen Vorsitzenden. Zur Wahl stehen der besonnene Geschäftsmann Lok (charismatisch: Simon Yam, aus John Woos „Bullet in the Head“) und der psychopathische Big D (toll jähzornig: Tony Leung Ka-fai, aus Annauds „Der Liebhaber“). Big D setzt Senioren unter Druck, lässt zwei in einer Spezialfolter in Holzkäfigen vor Hongkongs malerischer Kulisse die Hügel herunter rollen (in „PTU“ waren es Stahlkäfige). Die Polizei setzt präventiv die Führer fest, der Machtkampf geht vom Gefängnis aus über Anwälte weiter. Im zweiten Handlungsstrang soll das verschwundene hölzerne Drachenzepter, wichtig für die Inthronisierung, gefunden werden. Die rivalisierenden Gruppen machen sich auf, es in die Hand zu bekommen. Die resultierenden Verfolgungsjagden und der schwarze Humor gehören zur A-Klasse des To-Imperiums, wenn sich mitten in einem Feld zwei Triaden um das Zepter schlagen und durch Handy-Anrufe ihrer Bosse unterbrochen werden. Wok gewinnt die Wahl, muss in einer irritierenden Coda seine Führungsqualitäten beweisen.

    Tos inszenatorische Meisterschaft zeigt sich im beeindruckenden dramaturgischen Aufbau, ökonomischen, fast wie bei Takeshi Kitano arrangierten Actionszenen und einer klaren Übersicht über handelnde und Seiten wechselnde Personen (eine Hilfe ist, wenn man einige Gesichter kennt, andererseits ist man es To schuldig, einfach mal aufzupassen). Durchweg im Halbdunkel aufgenommen (Kamera: To-Regular Cheng Siu-keung), minuziös geschnitten und sauber gespielt, gehört „Election“ neben Wong Kar-wais „2046“ und Stephen Chows „Kung Fu Hustle“ zu den Hongkong-Highlights des Jahres. ger.
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