Einsatz in Hamburg: Ein sauberer Mord

  1. Ø 3
   2008
Einsatz in Hamburg: Ein sauberer Mord Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Einsatz in Hamburg: Ein sauberer Mord: Diesmal dreht sich der Hamburger Einsatz um eine Putzfrau unter Mordverdacht.

Als der Chef einer Putzfirma ermordet wird, scheint der Fall klar: Eine seiner Angestellten war am Tatort, ihr Gatte hätte ein handfestes Motiv, denn er ist nach einem Arbeitsunfall entlassen worden. Auch der verkokste Firmenerbe kommt in Frage. Obwohl der Tote mit illegal beschäftigten Weißrussinnen gute Geschäfte gemacht hat, war der Betrieb jedoch völlig pleite. Doch dann entgeht Jenny Berlin nur knapp einem tödlichen Anschlag.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn ein Arbeitgeber seine Angestellten übertariflich bezahlt, ist er entweder ein guter Mensch oder er hat Dreck am Stecken. Beim Besitzer eines Hamburger Putzbetriebs macht das genau genommen keinen Unterschied mehr, denn der Mann liegt tot auf dem Firmenparkplatz. Eine seiner Reinigungskräfte, Gabi Hoffmann (Nicola Thomas), war in der Mordnacht am Tatort und kann am Morgen drauf samt Familie erst in letzter Sekunde aus einem Flugzeug nach Florida geholt werden.

    Der Fall scheint klar, zumal der Gatte (Harald Schrott) gleichfalls ein Motiv hätte: Er hat für den Toten als Fensterputzer gearbeitet, wurde nach einem Arbeitsunfall entlassen und hat seine gesamten Ersparnisse in einen Prozess investiert, den er am Ende verlor. Jenny Berlin (Aglaia Szyszkowitz) hat bei ihrem zehnten Einsatz in Hamburg allerdings erhebliche ihre Zweifel an der einfachen Lösung, und das zu Recht: Der Tote hat seine Putzfrauen nur deshalb so großzügig entlohnen können, weil er das Geld bei illegal beschäftigten Weißrussinnen wieder reinbekam; diese Frauen hat er mit einem Stundenlohn von 2.50 Euro abgespeist. Das allein erklärt aber weder den Mord noch einen Anschlag auf die Kommissarin: Als ein Pflasterstein durch ihre Windschutzscheibe kracht, entgeht sie nur knapp dem Tod; dafür wird Gabi Hoffmann schwer verletzt. Bleibt noch das Motiv Habgier, doch da die Firma völlig verschuldet ist, scheint auch der verkokste Sohn und Erbe (Fabian Hinrichs) als Verdächtiger auszuscheiden.

    Geschickt lässt das Autoren-Team Elke Schuch und Marc Blöbaum die Handlung in einen dramatischen letzten Akt münden, zu dem sich nahezu alle Beteiligten einfinden. Auch wenn die Polizei einen Menschen in Wirklichkeit vermutlich nicht so ausgiebig mit einer Pistole rumfuchteln lassen würde: Das Finale ist ein packender Abschluss für einen Film, den Lars Jessen mit feinem Gespür für die Figuren inszeniert; kaum zu glauben, dass er erst vor drei Jahren mit der Achtzigersatire „Am Tag, als Bobby Ewing starb“ sein Spielfilmdebüt gegeben hat. Mühelos gelingt ihm die Mischung aus Krimi und Comedy. Für die Humoresken ist diesmal in erster Linie Jennys Kollege Volker (Rainer Strecker) zuständig, der sich beide Daumen gebrochen hat, aus der Unfallursache aber ein Geheimnis macht. Die entsprechenden Frotzeleien, aber auch die weiteren Gespräche zwischen den Ermittlern (Dritter im Bunde: Hannes Hellmann) sorgen für eine Menge trockenen Humor, und natürlich kommt auch die Inschrift am Grabmal für die unbekannte Putzfrau zu Ehren: „Sie kehrt nie wieder“. tpg.

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