Filmhandlung und Hintergrund

Familienfreundliche Fantasykomödie, in der ein schwarzer Standup-Komiker nach seinem Tod im Körper eines weißen Geschäftsmanns zur Erde zurückkehren darf.

Der schwarze Amateurkomiker Lance landet nach einem Unfall vorzeitig im Himmel. Er darf zur Erde zurückkehren, muss aber den Körper eines ermordeten Geschäftsmanns annehmen, der alt, übergewichtig und weiß war. Lance benimmt sich dennoch weiterhin wie ein Schwarzer - ganz zur Entrüstung seiner Umwelt. Eine attraktive Gemeindeaktivistin erkennt schließlich, mit wem sie es zu tun hat.

Der schwarze Amateur-Komiker Lance landet vorzeitig im Himmel. Zwar darf er wieder auf die Erde zurückkehren, muss jedoch dafür in den Körper von Charles Wellington schlüpfen. Dieser soll nicht nur gerade von seiner Frau und dessen Geliebten ermordet werden, sondern er ist zu allem Überfluss auch noch skrupellos, übergewichtig und weiß! Lance benimmt sich aber weiterhin wie ein Schwarzer - zur Entrüstung seiner Umwelt. Die farbige Aktivistin Sontee verliebt sich nicht zuletzt deshalb in ihn und erkennt bald, mit wem sie es tatsächlich zu tun hat.

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Kritikerrezensionen

  • Einmal Himmel und zurück: Familienfreundliche Fantasykomödie, in der ein schwarzer Standup-Komiker nach seinem Tod im Körper eines weißen Geschäftsmanns zur Erde zurückkehren darf.

    Black is Bountiful, zumindest was die US-Umsätze für Komödien mit afroamerikanischen Stars anbetrifft. Standup-Komödiant Chris Rock („Dogma“, „Nurse Betty“) - seit Jahren einer der populärsten Spaßmacher der USA - möchte nun offensichtlich ein Stück des Crossover-Komödienkuchen abhaben, der vor Rock erfolgreich von Kollegen wie Eddie Murphy („Der verrückte Professor“), Chris Tucker („Rush Hour“), den Wayans-Brüdern („Scary Movie“) und Martin Lawrence („Big Mama’s Haus“) angeschnitten wurde. Für sein erstes Starvehikel wählte Rock das Remake eines Remakes. So basiert die von ihm mit verfasste Fantasykomödie auf dem Reinkarnationsschwank „Der Himmel soll warten“ mit Warren Beatty aus dem Jahre 1978, der seinerseits von „Urlaub vom Himmel“ aus dem Jahr 1940 inspiriert wurde.

    Für die Neuinszenierung zeichnet das „American Pie“-Duo Chris und Paul Weitz verantwortlich, das hier den Sprung von grandios-grotesker Pubertätsposse zur familienfreundlichen Mainstreamunterhaltung unternimmt. Pikante Späßchen der Sorte Apfelkuchen-Akrobatik werden Fans hier vergeblich suchen, stattdessen werden zahme Gags und züchtige Feelgood-Romantik geboten. Rock spielt - statt eines Boxers wie Robert Montgomery im Original oder eines Footballspielers wie Beatty - einen Standup-Komiker namens Lance Barton, der von einem Laster überfahren wird und im Himmel landet. Unter der Leitung von King (Chazz Palminteri) gleicht das Paradies einem Nachtclub, in dem sich das Rat Pack (Referenzen an Frank Sinatra und Sammy Davis Jr. werden dementsprechend eingeflochten) heimisch gefühlt hätte. Da seinem Todesengel jedoch ein Fehler unterlaufen ist, darf Lance zur Erde zurückkehren, um seinen Traum vom Auftritt im legendären Apollo zu verwirklichen. Allerdings muss er in den Körper des just ermordeten, steinreichen Unternehmers Charles Wellington schlüpfen, der alt, übergewichtig - und weiß war. Der skrupellose Geschäftsmann war im Begriff, ein Gemeindekrankenhaus in der Bronx zu privatisieren. Das ruft die schwarze Aktivistin Sontee (Regina King trotz einer klischeehaften Rolle sehr apart) auf den Plan. Die ihm - sprich einem auf Anhieb verliebten Lance - ihre Entrüstung mitteilt, womit die zentrale Romanze des Films eingeläutet wird.

    Die Gags basieren vor allem darauf, dass der schwarze Lance seine blackness (mitrappen zu Rapstar DMX in der Hood, Auftritte in afroamerikanischen Comedyclubs, etc.) im Körper des stereotypen weißen Feindbilds ausleben muss. Seine Umwelt reagiert wahlweise konsterniert oder mit K.O.-Schlägen, doch die zunächst ablehnende Sontee erkennt schließlich die Brother-Seele in ihm. Im Gegensatz zur ähnlich angelegten Reinkarnationskomödie „Solo für 2“, in der sich Steve Martin und Lily Tomlin mit überzeugendem Ergebnis die Leinwand teilten, sieht das Publikum hier zumeist nur Rock (während klargestellt wird, dass im Film alle anderen Wellington sehen). Doch genau die Kurzauftritte seines weißen Pendants mit seinem extrem atypischen Verhalten erzielen die besten Lacher. Mehr davon wäre entschieden besser gewesen. Darüberhinaus ist die Attraktion Sontees zu Wellington schwer begreiflich zu machen, was vom Zuschauer äußerste Gutgläubigkeit und blindes „Rock“-Vertrauen voraussetzt. Mit 17.5 Mio. in den USA solide angelaufen, bleibt abzuwarten, ob sich bei der deutschen Auswertung ähnlich himmlische Zahlen schreiben lassen werden. ara.

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