Einer meiner ältesten Freunde

  1. Ø 5
   1994
Einer meiner ältesten Freunde Poster

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bevor Maria Schrader in Doris Dörries Tragikomödie „Keiner liebt mich“ vor der Kamera stand, spielte die hochtalentierte Jungmimin unter der Regie des Münchner Filmhochschul- Absolventen Rainer Kaufmann eine Frau zwischen zwei Männern. „Einer meiner ältesten Freunde“, der seine Uraufführung beim Filmfest München ’94 erlebte, hat inzwischen einen Verleih gefunden und kommt nun mit knapp einjähriger Verspätung in die Kinos. Die teils melancholische, teils humorvolle Dreiecksgeschichte, die auf einer Erzählung von F. Scott Fitzgerald basiert, könnte dank der Popularität, die Maria Schrader durch ihren „Keiner liebt mich“-Erfolg errungen hat, in großstädtischen Programmkinos ein annehmbares Kassenergebnis erzielen. Wie der Titel impliziert, handelt diese Geschichte von einer alten Männerfreundschaft. Charley (Peter Lohmeyer), ein Künstler, Frauenheld und Egozentriker, und Michael (Richy Müller), ein schüchterner, bieder-bürgerlicher, angehender Jurist, sind trotz ihrer charakterlichen wie beruflichen Gegensätze die dicksten Kumpel. Das ändert sich, als Michael die attraktive, temperamentvolle Marion (Maria Schrader) kennenlernt. Denn Charley kann auch von der Frau seines besten Freundes nicht die Finger lassen und beginnt bei einem gemeinsamen Italien-Urlaub heimlich ein Verhältnis mit ihr. Als der arglose Michael, Jahre später und längst mit Marion verheiratet, von dem Seitensprung erfährt, steht das einst unzertennliche Trio vor der emotionalen Zerreißprobe. Rainer Kaufmann hatte für seinen zweiten abendfüllenden Spielfilm das vergleichsweise geringe Budget von rund einer Mio. Mark zur Verfügung. Das sieht man seinem Film auch an. Doch fehlende technische Spielereien wie aufwendige Kamerafahrten oder eine halbwegs ordentliche Tonmischung macht Kaufmann durch ein solides Drehbuch, eine stimmige Atmosphäre und vor allem durch sein angenehm sensibel und zurückhaltend agierendes Darsteller-Trio wett. Der Jury auf dem diesjährigen Filmfest von Saarbrücken war „Einer meiner ältesten Freunde“ der Max-Ophüls-Preis wert. Eine Auszeichnung, die dem Film bei der Kinoauswertung nur von Nutzen sein kann. lasso.

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