Eine wie diese

  1. Ø 5
   2014
Eine wie diese Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine wie diese: TV-Drama um eine der ersten Kriminalpolizistinnen der BRD in den 1970er Jahren.

1974 in Bremen: Siggi ist Sekretärin, will aber nicht als „Tippse“ versauern und bewirbt sich bei der Polizei, um Kriminalkommissarin zu werden. Diese Welt ist bis dahin jedoch ausschließlich Männern vorbehalten. Entsprechend groß sind die Ressentiments, die sie überwinden muss: bei der Ausbildung, im Revier und vor allem bei den eigenen Eltern. Vater Friedrich, selbst Polizist, ist überzeugt, dieser Beruf sei nichts für Frauen, und Mutter Hilde findet, Siggi sollte lieber ihren Freund Jürgen heiraten und Kinder kriegen.

Bremen 1974: Siggi Thieme ist 22 Jahre alt und arbeitet als Sekretärin bei der Polizei. Doch die Aussicht auf lebenslänglich tippen und Kaffee kochen ist der jungen Frau zu wenig. Ihr Traumberuf ist Kriminalpolizistin. Als die gesetzlichen Hürden endlich fallen und dem Einzug der Frauen in die Kommissariate nichts mehr im Wege steht, bewirbt sich Siggi um einen Ausbildungsplatz. Ihre Familie reagiert mit größter Ablehnung. Vater Friedrich, selbst Polizist, bricht den Kontakt zu seiner Tochter ab und auch ihr Verlobter Jürgen zeigt deutlich, wie wenig er vom Berufswunsch seiner Freundin hält. Wesentlich besser versteht sich die hübsche Kommissaranwärterin mit ihrem neuen Chef Ingo „Serpico“ Jensen. Trotzdem kommen Siggi allmählich Zweifel, ob ihre mutige Entscheidung die richtige war.

TV-Drama um eine junge Polizistin, die sich Mitte der 1970er-Jahre in einer Männer-Domäne durchsetzen muss.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ungewöhnlicher Sonntagsfilm im ZDF über eine junge Frau, die Mitte der 70er zur Kripo will und sich gegen alle nur denkbaren Widerstände durchsetzt.

    In den von Reihen wie „Rosamunde Pilcher“ oder „Inga Linström“ dominierten Sonntagsfilmen des ZDF geht es stets nur um das Eine: Die weiblichen Hauptfiguren suchen den Mann fürs Leben. Immer häufiger aber traut sich das „Zweite“, auf dem konservativen Sendeplatz Geschichten zu erzählen, die aus diesem Rahmen fallen. Deshalb ist die Titelheldin aus „Eine wie diese“ ein Vorbild sowohl für die Zuschauerinnen wie auch für den Sender: weil die junge Frau in erster Linie berufliche Erfüllung sucht und sogar bereit ist, dafür ihre Beziehung zu opfern. Der Film spielt 1974 in Bremen. Siggi (Cornelia Gröschel) ist Sekretärin, will aber nicht als „Tippse“ versauern und bewirbt sich bei der Polizei, um Kriminalkommissarin zu werden. Diese Welt ist bis dahin jedoch ausschließlich Männern vorbehalten. Entsprechend groß sind die Ressentiments, die sie überwinden muss: bei der Ausbildung, im Revier und vor allem bei den eigenen Eltern. Vater Friedrich (Peter Heinrich Brix), selbst Polizist, ist überzeugt, dieser Beruf sei nichts für Frauen, und Mutter Hilde (Steffi Kühnert) findet, Siggi sollte lieber ihren Freund Jürgen (Marlon Kittel) heiraten und Kinder kriegen. Als Jürgen ihr tatsächlich ein Kind „anhängen“ will und sie ihm klar macht, dass der Job ihr wichtiger ist, zerbricht die Beziehung. Das Drehbuch stammt von Serienautorin Meriko Gehrmann (Mitarbeit Arne Laser); „Eine wie diese“ ist ihr erster Langfilm und nicht zuletzt dank der Umsetzung durch Franziska Buch ein Stoff, der auch einen anspruchsvolleren Filmtermin schmücken würde. Die Bilder sehen gerade zu Beginn aus wie ein Werk aus den Siebzigern (Kamera: Konstantin Kröning), die Ausstattung (Olivier Meidinger) hat liebevolle Details aus jenen Jahren zusammengetragen, und Songs von Jimi Hendrix bis zu den Doors sorgen für das passende Lebensgefühl, zumal auch die Filmmusik (Ulrich Reuter) den typischen Stil der Zeit aufgegriffen hat. Endgültig sehenswert aber wird „Eine wie diese“ durch Cornelia Gröschel; die Hauptdarstellerin des preisgekrönten ZDF-Märchens „Die Schöne und das Biest“ müsste sich mit diesem Film endgültig als eine der herausragenden jungen deutschen Schauspielerinnen etablieren. Um sie herum haben Sender, Produktion und Regie ein nicht minder sehenswertes Ensemble gruppiert. Die Nebenfiguren stehen für jeweils eigene Erzählstränge, die ungemein zur Komplexität der Geschichte beitragen, weil sie den Zeitgeist repräsentieren. tpg.

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