Eine Liebe in Königsberg

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Melodram: Wolfgang Stumph als Dresdener Bauunternehmer, der widerwillig nach Kaliningrad reist, um den letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter zu erfüllen.

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Kritikerrezensionen

  • Eine Liebe in Königsberg: TV-Melodram: Wolfgang Stumph als Dresdener Bauunternehmer, der widerwillig nach Kaliningrad reist, um den letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter zu erfüllen.

    Wolfgang Stumph erfüllt unter der Regie von Wolfgang Kahane den letzten Wunsch seiner Mutter. Ein Film mit Herz - und ein wohltuender Kontrast zu den Sonntagsfilmen im ZDF, bei denen sonst häufig Kitsch und Gefühl verwechselt werden.

    „Was hast du mir da wieder eingebrockt!“, schimpft Walter Steinhoff (Wolfgang Stumph) als er das Vermächtnis seiner Mutter (ein wunderbarer Kurzauftritt: Ellen Schwiers) liest. Sie bittet ihn darin, ihre Asche an den vier wichtigsten Orten ihrer Kindheit und Jugend, die sie im damaligen Königsberg verbrachte, zu verstreuen. Die Asche der Mutter in einer Kaffeedose versteckt, macht sich Walter auf den Weg nach Kaliningrad. Er heuert die Fahrerin und Fremdenführerin Nadeshda (klasse: Chulpan Khamatova) an, die ihn bei ihrer Suche mit russischer Musik quält und sich - das allerdings hätte man sich schenken können - in ihn verliebt; er hingegen hat nur Augen für die eigenwillige Ornithologin Iris Bulatow (Suzanne von Borsody). Walter macht es einige Mühe die vier Orte nach sechzig Jahren zu finden, zumal Kaliningrad fast nichts mehr mit dem Königsberg von einst gemein hat. Deshalb führt ihn seine Suche u.a. ins Kaliningrader Gebietsarchiv, wo er einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur kommt… Mit seinem Lieblings-Regisseur und -Autor Peter Kahane - sie drehten gemeinsam z.B. den Kinofilm „Bis zum Horizont und weiter“, diverse „Stubbes“ und „Das blaue Wunder“- liefert Wolfgang Stumph eine sehr persönliche Annäherung an das Thema Flucht und Vertreibung. Jeglicher Gedanke an Revanchismus wird in „Eine Liebe in Königsberg“ (Drehbuch: Wolfgang Brenner und Peter Kahane) unaufdringlich, aber bestimmt ausgeräumt. Das heutige Kaliningrad wird in schönen Bildern als lebendige Stadt mit pittoresker Umgebung vorgestellt, dennoch kommt weder die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit noch die persönliche Ebene zu kurz. Wolfgang Stumph kann erneut beweisen, dass er ein ausgezeichneter Schauspieler aber auch ein großer Komödiant ist. Unterstützt wird er dabei durch seine sehenswerten Schauspielkollegen, aber auch durch die wunderbare Musik von Tomás Kahane. Das Ergebnis ist ein sehr stimmiges Melodram, das in seinen besten Momenten eine Geschichte erzählt, ohne viele Worte zu machen - und endlich mal wieder ein ZDF-Sonntagsfilm, der auf echte Gefühle statt Kitsch setzt. sw.

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