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Eine italienische Hochzeit

   Kinostart: 29.07.2004

Filmhandlung und Hintergrund

Romantisches Feelgood-Movie voller Humor, Melancholie, Lokalkolorit und ausgelassener Fröhlichkeit um eine italienische Community in Australien.

Australien Ende der 50er: Angelo Donnini (Giovanni Ribisi), ältere Hälfte eines italienischen Brüderpaares, das nach dem II. Weltkrieg emigrierte, sucht per Annonce eine Frau aus der alten Heimat. Pech bloß, dass die holde Weiblichkeit immer nur auf seinen knackigen Bruder Gino (Adam Garcia) fliegt. In seiner Verzweiflung legt er schließlich dessen Bild der eigenen Brautwerbung bei, was natürlich prompt zu allerhand turbulenten Verwicklungen führt, als die schöne Rosetta (Amelia Warner) anbeißt…

Jan Sardi

Dem schüchternen Kellner Angelo in einer australischen Kleinstadt fehlt zum Glück nur noch eine Frau. Die will er über einen Brief, dem er ein Foto seines attraktiven Bruders Gino beilegt, im fernen Süditalien gewinnen. Und es funktioniert. Bald steht Rosetta am Quai, will aber nicht den verklemmt Wartenden, sondern den erwarteten Traummann.

Australien, Ende der fünfziger Jahre. Die italienische Emigranten-Familie Donnini hat sich dort in einer idyllischen Kleinstadt niedergelassen. Alle leben glücklich und zufrieden, nur der schüchterne Angelo wünscht sich sehnlichst eine Frau. Also schreibt er an Rosetta, die im fernen Süditalien lebt, einen leidenschaftlichen Brief, allerdings fügt er den Zeilen ein Bild seines attraktiven Bruders Gino bei. Tatsächlich steht die schöne Rosetta wenig später vor der Tür. Doch sie will nicht Klemmi Angelo, sondern Traummann Gino und keinen anderen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine italienische Hochzeit: Romantisches Feelgood-Movie voller Humor, Melancholie, Lokalkolorit und ausgelassener Fröhlichkeit um eine italienische Community in Australien.

    Not macht erfinderisch: Den Frauenmangel in der italienischen Community Australiens löste man bis in die 60er Jahre mit einer „proxy bride“, nach einer Fernheirat in Italien reisten die Bräute zur ihren unbekannten Gatten. Auch der schüchterne Angelo sucht auf diesem Wege sein Glück. Seinem Antrittsbrief legt er das Foto seines hübschen Bruders bei. Die Braut, die sich was traut, will in dieser Fabel um Wahrheit, Schicksal und Liebe dann aber nicht den potenziellen Bräutigam, sondern den Mann auf dem Foto.

    Es beginnt wie im Märchen: In dem kleinen Flecken nahe Melbourne geht es in den späten 50ern sehr italienisch zu. Sogar die Kultur ist eingekehrt in das „Café Latino“ in Gestalt einer blitzblanken Espresso-Maschine - ein Stück Heimat in der Zweiten Heimat. Nach der Segnung des Ungetüms durch den Dorfpfarrer feiert man den Anbruch der neuen Kaffee-Zeit. Zum Glück fehlt dem schüchternen Kellner Angelo jetzt nur noch die richtige Frau. Während sein Bruder Gino mit sämtlichen Damen flirtet und als Dauerfreund mit der italienischstämmigen, knallblonden Conny knutscht, macht der erotikresistente Angelo einen letzten Versuch. Denn der Tradition folgend, muss er als älterer Bruder unter der Haube sein, bevor der jüngere heiraten darf. Dem Brief an die Unbekannte im fernen Süditalien legt er ein Foto von Gino bei. Und es funktioniert. Bald steht die sanfte Rosetta am Quai, will aber nicht den verklemmt Wartenden, sondern den erwarteten Traummann, der durch ihre Tagebuchaufzeichnungen geistert. Bis Amors Pfeile ins richtige Ziel treffen, werden die Karten der Herzbuben und Herzdamen noch einmal kräftig gemischt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

    Autor und Regisseur Jan Sardi wollte zwei wichtige Dinge zusammenbringen, „Liebe und Kaffee“, und das schafft er auf liebenswert altmodische Art. Zwar ist die Happy End-Konstellation relativ schnell abzusehen, aber bis dahin kann man mit dem durchweg sympathischen „Little Italy“-Personal leiden und lieben und sich über jegliche Form von Skurrilität wundern - da ist der Pfarrer, der seine Schäfchen sicher an der Sünde vorbeihütet, die resolute Heiratsvermittlerin, Conny, die sukzessive das aufgesetzte Aussie-Girl-Gehabe ablegt wie auch den falschen Blondton und wieder zur authentischen Conchetta wird, Heißsporn Gino, der plötzlich die Bedeutung wahrer Liebe entdeckt, die auf ihren Wünschen beharrende Rosetta und „Frosch“ Angelo, der sich durch den Kuss (fast) zum Prinzen wandelt. Den bunte Reigen komplettiert ein wunderliches Figuren-Kabinett, angefangen vom schweigenden Maler, der je nach Gästewunsch mit immer neuen Motiven die Wand verziert, die herzlichen Zieh-Eltern der Brüder, die das Café zum Mittelpunkt der Gemeinschaft machen oder der störrische Pepe, der seit 30 Jahren täglich seinen baldigen Aufbruch nach „Bella Italia“ verkündet.

    Das romantische Feelgood-Movie voller Humor, Melancholie, Lokalkolorit und ausgelassener Fröhlichkeit spricht „den Italiener“ in uns allen an und sollte auch ein erwachsenes Publikum verzaubern. mk.
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News und Stories

  • Plakat veröffentlicht

    Ehemalige BEM-Accounts06.07.2004

    Die Romantik-Komödie „Eine italienische Hochzeit“ wird am 29. Juli in den deutschen Kinos anlaufen. Solo Film hat das offizielle deutsche Kinoplakat veröffentlicht: Plakate.

  • Vorstellung

    Ehemalige BEM-Accounts26.05.2004

    Jan Sardi wurde 1996 als Drehbuchautor des Films „Shine“, für das er unter anderem eine Oscar-Nominierung erhielt, bekannt. Am 29. Juli startet seine erste Regiearbeit „Eine italienische Hochzeit“, für den er ebenfalls das Drehbuch schrieb, in den deutschen Kinos. Die Hauptrolle spielt Giovanni Ribisi, der durch zahlreiche Rollen (u.a. in „Lost Highway“, „Der Soldat James Ryan“ und „Lost in Translation“) bekannt ist...