Filmhandlung und Hintergrund

In Amsterdam gedrehter TV-Krimi frei nach dem Roman "Und vergib uns unsere Schuld" von Claus Cornelius Fischer.

Der Filmtitel spielt auf die Gattin des Amsterdamer Kommissars Bruno van Leeuwen an. Aufgrund ihrer Alzheimer- Krankheit verschwindet sie Tag für Tag ein bisschen mehr. Van Leeuwen hat allerdings kaum Zeit, sich um seine Frau zu kümmern: In einem Amsterdamer Park ist ein Junge erschlagen worden. Die Umstände deuten auf einen Ritualmord. Die Polizei tappt komplett im Dunkeln.

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Kritikerrezensionen

  • Eine Frau verschwindet: In Amsterdam gedrehter TV-Krimi frei nach dem Roman "Und vergib uns unsere Schuld" von Claus Cornelius Fischer.

    Der Titel klingt zu Recht nach Krimi, aber Matti Geschonnecks exzellent gespielter Film ist auch ein behutsam erzähltes Alzheimer-Drama.

    Gerade aus der Mischung bezieht der Film seinen großen Reiz, zumal die persönliche Ebene letztlich viel stärker berührt: Es ist die Gattin des Kommissars, die aufgrund ihrer Krankheit Tag für Tag ein bisschen mehr verschwindet. Bruno van Leeuwen hat allerdings kaum Zeit, sich um seine Frau zu kümmern: In einem Amsterdamer Park ist ein Junge erschlagen worden. Die Umstände deuten auf einen Ritualmord. Die Polizei tappt komplett im Dunkeln.

    Matti Geschonneck, vielfach ausgezeichnet (zuletzt mit einem Grimme-Preis für „Liebesjahre“), ist kein Regisseur für Effekthaschereien, führt seine Schauspieler dafür aber regelmäßig zu bemerkenswerten Leistungen. Auch „Eine Frau verschwindet“ lebt in erster Linie von den herausragenden Darstellern; die Bildgestaltung des Holländers Theo Bierkens ist betont ruhig, die Bewegungen der Kamera unmerklich fließend. Selbst wenn der Film alles andere als ein Kammerspiel ist: Ähnlich wie im Beziehungsdrama „Liebesjahre“ resultiert die Spannung aus der Dynamik zwischen den Figuren. Der Schwede Peter Haber („Kommissar Beck“) hat einen deutschen Vater und spricht daher deutsch, aber mit leichtem Akzent, was der Rolle eine ganz spezielle Note gibt. Da die doppelte Düsternis der Geschichte und die Atmosphäre stark an skandinavische Krimis erinnern, ist Haber ohnehin die perfekte Besetzung für den melancholischen Ermittler. Sein sparsames Spiel bildet angesichts der emotionalen Achterbahnfahrt, die das Schicksal seiner Frau Simone und der Ritualmord in van Leeuwen auslösen, einen reizvollen Kontrast. Maja Maranow verkörpert Simone auf ganz ähnliche Weise. Szenen wie jene, in denen sie völlig aufgelöst in ihrer überschwemmten Küche hockt, sind die große Ausnahme; der geistige Verfall ergibt sich in Maranows Spiel vor allem durch die Leerstellen.

    Das Drehbuch von Markus Busch orientiert sich an Claus Cornelius Fischers Roman „Und vergib uns unsere Schuld“, dem ersten von mehreren Van Leeuwen-Krimis. Im Buch steht Simones Alzheimer-Erkrankung nicht so stark im Vordergrund, dabei ist sie das Bindeglied zwischen den beiden Ebenen: Wegen der Ritualhaftigkeit der Tat sucht van Leeuwen den Kontakt zu einem Anthropologen (Tobias Moretti), dessen auf Papua-Neuguinea gewonnene Erkenntnisse großen Anteil an der Erforschung menschlicher Hirnerkrankungen wie Creutzfeld-Jakob oder eben Alzheimer haben. Ausgerechnet dieser Josef Pieters entpuppt sich jedoch als van Leeuwens großer Gegenspieler. tpg.

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