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Ein Zuhause am Ende der Welt

   Kinostart: 09.12.2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine unkonventionelle Dreiecksbeziehung in New York: Zwei Freunde aus Kindertagen treffen sich nach Jahren wieder und ziehen - der eine hetero-, der andere homosexuell - mit einer Frau zusammen.

Seit der gemeinsamen Jugend in Cleveland sind Bobby (Colin Farrell) und Jonathan (Dallas Roberts) dicke Freunde, auch wenn sie das Schicksal danach erst einmal in verschiedene Richtungen schickt. In den 80ern kommt es zum Wiedersehen, als Bobby in die New Yorker Wohnung seines nunmehr auch offiziell homosexuellen Kumpels zieht und dort die Bekanntschaft der exzentrischen Claire (Robin Wright Penn) macht. Es entwickelt sich ein kompliziertes Dreiecksverhältnis, das die Freundschaft auf einige Belastungsproben stellt.

Der vormalige Broadway-Regisseur Michael Mayer inszenierte diese unkonventionelle, stark besetzte Love Story nach einem Drehbuch von „The Hours„-Autor Michael Cunningham.

Bobby und Jonathan wachsen während der 60er und 70er Jahre in Cleveland, Ohio, auf. Jahre später begegnen sie sich in New Yorks East Village erneut, wo der homosexuelle Jonathan mit der etwas merkwürdigen, aber sehr attraktiven Claire zusammenlebt. Als der heterosexuelle Bobby zu ihnen zieht, entwickelt sich ein Dreiecksverhältnis, das die alte Freundschaft zwischen den Männern wieder aufwärmt - aber auch auf eine harte Probe stellt.

Nach dem Tod des heißgeliebten Bruders sowie des Vaters wächst der junge Bobby in den 70ern bei der Familie seines Freundes Jonathan in einer Kleinstadt auf. Dort bleibt Bobby zunächst, um Bäcker zu werden In den 80er folgt er Jonathan nach New York. Dort lebt der Homosexuelle mit der exzentrischen Clare zusammen, mit der Bobby schon bald ein Verhältnis beginnt. Als diese schwanger wird, zieht das ungewöhnliche Dreiergespann nach Woodstock. Doch nach und nach beginnt die Utopie der freien Liebe Risse zu bekommen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Zuhause am Ende der Welt: Eine unkonventionelle Dreiecksbeziehung in New York: Zwei Freunde aus Kindertagen treffen sich nach Jahren wieder und ziehen - der eine hetero-, der andere homosexuell - mit einer Frau zusammen.

    Der erfolgreiche Broadway-Regisseur Michael Mayer inszeniert seinen ersten Film nach einem Roman von „The Hours“-Autor Michael Cunningham. Die dramatische Story von zwei Jungs, die in den 60er Jahren in der Nähe von Cleveland aufwachsen und in den 80ern den Punk Rock im East Village genießen, handelt nicht nur von einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung, sondern auch vom Erwachsenwerden, von Freundschaft, Sex und Liebe, der Suche nach einem Platz im Leben. Trotz spröder Erzählweise sollte Colin Farrell als freiheitsliebender und gleichzeitig Sicherheit anstrebender „american boy“ für positive Resonanz beim experimentierfreudigen Publikum sorgen.

    Glück scheint Bobby im Leben nicht haben: Als Siebenjähriger sieht er seinen Bruder durch eine Glastür brechen und sterben, nach dem Tod von Mutter und Vater findet er Aufnahme in der Familie seines Freundes Jonathan und ist zu dessen Irritation fast der bessere Sohn, der mit Ziehmutter (Sissy Spacek) schon mal einen Joint durchzieht und ein Tänzchen wagt. Die beiden Jungs kommen sich auch mal unter der Bettdecke näher. Während es Jonathan nach New York verschlägt, lernt Bobby das solide Bäckerhandwerk. Doch Anfang der 80er Jahre zieht es auch ihn nach Big Apple und in die gemeinsame Wohnung von Jonathan und der ausgeflippten Clare, die ein platonisches Liebesverhältnis pflegen. Da bringt das naive Landei Stimmung in die lasche Bude und lässt sich gerne von der taffen und erfahrenen Frau in den Heterosex einführen, auch wenn ihm der bekennende Homosexuelle Jonathan nicht aus dem Sinn geht. In der seltsamen Dreiecksbeziehung (Colin Farrell, Dallas Roberts, Robin Wright Penn) übertünchen alle mehr schlecht als recht Konflikte und Aggressionen, aber als Clare Mutter wird, ist das Trio wieder ein Herz und eine Seele, spielen beide Männer gerne den fürsorglichen Papa. Die „Familie“ zieht aufs Land, findet in Woodstock „Ein Zuhause am Ende der Welt“. Trotz aller Harmonie: Irgendwann werden die Beziehungskarten neu gemischt und Konsequenzen gezogen.

    Nach dem Roman von Michael Cunningham zeichnet Michael Mayer in seinem Regiedebüt die Verlorenheit einer ganzen Generation, die in den 60er Jahren in der schrecklichen Enge der Vorstädte aufwuchs und sich in den frühen 80ern halsüberkopf ins Abenteuer Leben stürzte, sich bei der Suche nach Nähe blutige Nasen holte und trotz aller Freiheitslust Familie und Heim auf die Zukunfts-Agenda setzte. Hier wird nicht mit der harten Überzeugungskeule gehämmert, sondern mit Andeutungen und Ahnungen gearbeitet, versteckten Gefühlen, die sich in zarten Gesten und verstohlenen Blicken ausdrücken. Das mag für Mainstream-Gänger sperrig wirken, ist aber eine herzergreifend melancholische Reise ins innere Chaos, in dem die drei hilflos zappeln. Diese Flucht aus einer unwirtlichen Welt in Familiengründung gegen jede Vernunft und eine komplizierte Freundschaft gehört zum Besten, was das amerikanische Independent-Kino zu bieten hat. Man muss sich nur drauf einlassen. mk.

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    Am 9. Dezember wird das Drama „Ein Zuhause am Ende der Welt“ mit Colin Farrell, Robin Wright Penn uns Sissy Spacek in den deutschen Kinos starten. Wir haben umfangreiches Material zum Film zusammen gestellt.

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