Filmhandlung und Hintergrund

Shakespeare- Kenner Kenneth Branagh wirft einen Blick hinter die Kulissen einer Theaterinszenierung.

Unter der Leitung von Joe Harper versucht eine Theatertruppe, in der Kirche eines Provinznestes Shakespeares „Hamlet“ aufzuführen. Für die Proben gönnen sich die Darsteller gerade einmal drei Wochen, dann soll die Premiere über die Bühne gehen. Natürlich spielen sich bis dahin vor und hinter dem Vorhang noch genügend Dramen ab.

Joe Harper ist ein Vollblutschauspieler – aber leider ohne Engagement. Nach zahlreichen Absagen und großem Pech in der Liebe beginnt der nicht gerade nervenstarke Harper, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Um wieder auf die Beine zu kommen, beschließt er, „Hamlet“ in einer Dorfkirche zu inszenieren. Die zusammengetrommelten Schauspieler zeigen sich allerdings wenig begeistert, und als eine Hollywood-Produzentin Harper auch noch ausgerechnet am Premieren-Abend zu sprechen wünscht, scheint das Projekt zu platzen…

Nur drei Wochen bleiben den Mitgliedern einer Provinztheatertruppe für die Proben zu „Hamlet“. Shakespeare- Kenner Kenneth Branagh wirft einen Blick hinter die Kulissen einer Theaterinszenierung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Winternachtstraum: Shakespeare- Kenner Kenneth Branagh wirft einen Blick hinter die Kulissen einer Theaterinszenierung.

    Back to the roots heißt es für Regisseur Kenneth Branagh, der sich nach dem aufreibenden „Frankenstein“-Projekt mit einer bescheidenen, schwarzweißen Low-budget-Produktion zurückmeldet. Der Brite besinnt sich nicht nur auf sein Lieblingsfilmobjekt Shakespeare, er verzichtet auch selbst auf die kleinste Nebenrolle und widmet sich voll und ganz dem Inszenieren. Mit dieser bescheidenen, romantischen Komödie kehrt Branagh allerdings nur insofern zu seinen Ursprüngen zurück, als er seiner Heimat, dem Theater, huldigt. Hier findet, auf der „Bühne“ einer Kirche in einem gottverlassenen englischen Kaff an Heiligabend, das wahre Leben, und damit das kreative Desaster statt, während draußen die hektische Hollywood-Welt wartet – auf den Hauptdarsteller. Der aber, ein fast schon gescheiterter Schauspieler, hat ein letztes Mal seine ganze Energie und alle Ersparnisse zusammengerafft, um, finanziell und moralisch unterstützt von seiner Agentin, die an ihn glaubt, eine Hamlet-Produktion auf die Beine zu stellen. Ausgerechnet am Premierenabend ereilt ihn der Ruf der Hollywood-Produzentin, es heißt jetzt oder nie… Daß sie, die Filmproduzentin als Vertreterin einer ganzen Sippschaft, am Ende die Show sieht, goutiert und gleich abzieht, was ihr brauchbar erscheint, ist das ganz besondere Tüpfelchen auf dem i dieses Theater-Films, der sich auch formal seiner Bühnen-Herkunft verschrieben hat. Sicher Balsam für die Seele einer in einer Megaproduktion geschundenen Regisseursseele – dennoch: die eher wie eine Filmhochschulproduktion denn wie das Werk eines gestandenen Filmemachers, Schauspielers und Theatermannes daherkommende Komödie läßt den Zuschauer auch etwas ratlos zurück. Das autobiographische Material schneidet viele Fragen an, um sie allesamt unbeantwortet zu lassen. Ging es Branagh um den schwierigen Schauspieler- und Theateralltag ohne Engagements, Abspielstätten und jegliche kommerzielle Förderung im kulturellen Niemandsland Europa? Wohl kaum, da hätte der Theaterveteran aus seinem Insider- Wissensfundus als Mitglied der Royal Shakespeare Company und Gründer der Renaissance Theater Company denn doch Fundierteres zu bieten gehabt. Ging es um den natürlich reichlich vorhandenen, unnachahmlich britischen Humor in allen Lebenslagen? Um den Dipol des Laien- Theaters und der bösen großen und ach so verlockenden Hollywood-Welt (hinreißend verkörpert in der so ganz selbstverständlich fitness- und erfolgsorientierten Joan Collins als Agentin)? Dieser Aspekt der Kluft zwischen der alten und der neuen Welt gelingt Branagh am besten. Ansonsten besticht seine Arena aus skurrilen Typen, auch wenn sie wie aus dem Bilderbuch des Briten- Humors stammen, und die Innenwelt der Theatertruppe, die für die drei Probe-Wochen realer wird als das ausgeschlossene „wirkliche“ Leben außerhalb der Kirchenmauern. Leider bleibt die gemütvoll-charmante, aber auch betuliche Inszenierung etwas beliebig, ohne je an die Aussagekraft eines Films wie „Peters Friends“ heranzureichen. Für Branagh-Freunde und Fans des kleinen, schrägen Humors aber in jedem Fall ein Muß! boe.

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