Ein Vater zuviel

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   1997
Ein Vater zuviel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Vater zuviel: Slapstickreiches US-Remake der französischen Hitkomödie, in der zwei grundverschiedene Männer glauben, der Vater ein und desselben Jungen zu sein.

Anwalt Jack und Schriftsteller Dale machen nach einigen Mißverständnissen gemeinsame Sache, um „ihren“ ausgerissenen 16jährigen Sohn Scott wieder aufzutreiben. Die grundverschiedenen Männer glauben beide, Scotts Vater zu sein, da sie jeweils vor 17 Jahren eine Affäre mit seiner Mutter Colette hatten, die sie nun um Hilfe bittet. Der Sohnemann verkehrt derweil mit Punkrockern und schuldet Drogendealern 5000 Dollar…

Jack Lawrence ist ein angesehener Anwalt, glücklich verheiratet und äußerst wohlhabend. Der Single Dale Putley hingegen fristet als erfolgloser Schriftsteller ein eher trostloses Dasein. Vor 17 Jahren hatten die beiden ungleichen Kalifornier kurz nacheinander eine Liebesbeziehung mit derselben Frau. Diese ruft unvermutet an und teilt beiden unabhängig voneinander mit, daß ihr 16jähriger Sohn Scott verschwunden sei. Sofort machen sich die beiden „Väter“ auf die Suche nach dem Jungen. Als die Männer sich zufällig treffen, beginnt eine aufregende Odyssee.

Zwei ungleiche Männer hatten vor 17 Jahren kurz hintereinander eine innige Beziehung mit derselben Frau. Nun bittet diese sie, „ihren“ ausgerissenen Sohn wiederzufinden. Ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team sorgt für amüsanten Spaß.

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Kritikerrezensionen

  • Zehn Jahre lang warteten die beiden hochkarätigen Komiker Robin Williams und Billy Crystal darauf, nach ihren Auftritten für Comic Relief endlich die Leinwand gemeinsam mit ihren patentierten Späßchen zu traktieren. Das US-Remake der vergnüglichen französischen Farce „Zwei irre Spaßvögel“ von 1984 mit Gérard Depardieu und Pierre Richard wurde vom versierten Komödienspezialisten Ivan Reitman („Ghostbusters“, „Dave“) mit ausgeprägter Slapstick-Komponente, aber nicht immer perfektem Auge für die eigentlichen Stärken seiner liebenswerten Stars inszeniert.

    Der fünffache Oscar-Moderator Crystal („City Slickers – Die Großstadthelden“) schlüpft in die ungewohnte Rolle des Straight man. Als rationaler Anwalt Jack benutzt er seine hohe Denkerstirn nicht nur zum Lösen geistiger Probleme, er weiß sie wie Vorgänger Depardieu auch handfest zum Einsatz zu bringen. Das hat angesichts seines eher schmächtigen Körperbaus durchaus seinen komödiantischen Reiz. Williams mimt die häufig in Tränen ausbrechende, suizid veranlagte Mimose Dale, der ein Dasein als erfolgloser Schriftsteller und Dichter fristet. Nach anfänglichen Mißverständnissen macht er mit Jack bald gemeinsame Sache, um „ihren“ ausgerissenen 16-jährigen Sohn Scott aufzustöbern. Die völlig konträren Männer glauben beide, sein Vater zu sein, da sie jeweils vor 17 Jahren eine Affäre mit seiner Mutter Collette (Nastassja Kinski: schön, blond und ansonsten kaum zu sehen) hatten, die sie nun um Hilfe bittet, ihn zu finden. Scott hat sich einige Probleme eingebrockt: mit seiner liederlichen Freundin folgt er der Punkrockband Sugar Ray zu ihren Gigs (was die Geschehnisse von San Francisco über Sacramento nach Reno verlegt) und klaut zwei Drogendealern 5000 Dollar. Als seine Väter ihn erstmals finden, ist er sturztrunken, was einer doppeldeutigen Duschszene Vorschub leistet. Anschließend erhält Williams eine Ladung siedendheißen Kaffee in den Schoß gegossen – eine ziemlich aufschlußreiche Demonstration für das von Reitman angestrebte Humorniveau. Das Gagmaterial mag ein alter Hut sein (Williams imitiert vor dem Spiegel eine Reihe von möglichen Vater-Identitäten, gibt seiner Angst vorm Fliegen nachdrücklich Ausdruck, trägt nasse Teenagerkleidung, tanzt mit Crystal in antiquierter Manier zu Sly & The Family Stone), doch in der Ausführung des erstklassig aufeinandereingespielten Komikerteams mit perfektem Timing und natürlichem Gefühl für Situationskomik wird selbst weniger originelles Material zum amüsanten Spaß. Julia Louis-Dreyfuss, die man von ihrer witzigen Rolle aus der Topserie „Seinfeld“ kennt, erhält hier allerdings überhaupt keine Gelegenheit, ihr komödiantisches Talent unter Beweis zu stellen, da sie ohne geringste Ansätze von Ironie Crystals misstrauische Frau porträtieren muß.

    Die Rechnung mit der US-Wiederverfilmung „Aus dem Dschungel in den Dschungel“ des französischen Hits „Der Großstadtindianer“ ist durchaus aufgegangen, ob die Reitman-Komödie, die wie schon sein letzter Film „Junior“ in den Family-Entertainment-Jagdgründen eines Chris Columbus wildert, ebenfalls so viel Stehvermögen zeigen wird, bleibt abzuwarten. Im komödienfreundlichen Deutschland stehen die Chancen für „Fathers‘ Day“ jedenfalls besser als in seinem Produktionsland. ara.

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