Ein (un)möglicher Härtefall

  1. Ø 4
   2003
Trailer abspielen
Ein (un)möglicher Härtefall Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Ein (un)möglicher Härtefall

Filmhandlung und Hintergrund

Ein (un)möglicher Härtefall: Schwarze romantische Screwball-Komödie, in der sich ein erfolgreicher Winkeladvokat in die um ihr Vermögen gebrachte Ex-Frau eines Mandanten verliebt.

Miles Massey (George Clooney) ist der gefragteste Scheidungsanwalt von L.A. – vor Gericht wie bei den Damen. Auch der schon mehrfach geschiedenen Marylin Rexroth (Catherine Zeta-Jones) vermasselt er die neueste Tour. Da sinnt die Spezialistin im Abkassieren reicher Herren auf Rache: Gezielt will sie Massey verführen, heiraten und dann um sein gesamtes Vermögen bringen. Wenn da nur nicht diese verdammten Gefühle wären…

Wenn die fabelhaften CoenBrüder („Fargo„) zur romantischen Screwball Comedy bitten, darf man getrost davon ausgehen, dass im Geschlechterkampf jedes Mittel recht ist und alles anders kommt, als von den Protagonisten berechnet.

Ein im Berufsleben und bei Frauen erfolgreicher Scheidungsanwalt vollbringt für einen Mandanten das Kunststück, die Ex-Frau von dessen Vermögen fernzuhalten – obwohl er sie bewiesenermaßen betrogen hat. Das Opfer schwört Rache und will den Winkeladvokaten mit cleverem Plan um das mit der Scheidung verdiente Geld bringen – wenn die Liebe nicht dazwischenkäme.

Spitzenanwalt Miles Massey besitzt einfach alles: Eine Scheidungskanzlei in Beverly Hills, reihenweise Affären und sämtlichen Luxus, den ihm die Krisen seiner Klienten finanzieren. Doch dann findet es die umwerfend schöne Mrs. Rexroth gar nicht lustig, dass ihr Ex-Mann dank Miles‘ Winkelzügen nicht einen Cent seiner Millionen abzugeben braucht – trotz des Videos, das Mr. Rexroth plus Gespielinnen in flagranti zeigt. Also sinnt Mrs. Rexroth bissig auf Rache – und dem Überflieger tritt erstmals der Angstschweiß auf die Stirn.

Swimming with Men: Freikarten für Fan-Preview gewinnen

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • „Intolerable Cruelty“ (Originaltitel), unerträgliche Grausamkeit, werfen sich die diversen geldgierigen Scheidungsparteien in der ersten romantischen Komödie der Brüder Joel und Ethan Coen vor – was beim Festivalpublikum von Venedig hervorragend ankam. Es bedachte das Werk ob seines hohen Tempos, guten Timings und wunderbaren Wortwitzes mit standing ovations und Szenenapplaus. Die Zeichen stehen für UIP also gut für eine umsatzstarke Kinoauswertung, wenn man allein schon die Zugkraft der beiden Hauptdarsteller George Clooney und Catherine Zeta-Jones bedenkt.

    „Irreconcilable Differences“, unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten, waren bei Charles Shyers Scheidungskomödie aus dem Jahre 1984 noch Grund genug für Ryan O’Neal, seine Frau ungestraft sitzen zu lassen, um sich Freundin Sharon Stone widmen zu können. Mit solchen Lappalien braucht man Miles Massey (George Clooney), einem Beverly Hills Spitzenanwalt, Fachgebiet Eherecht, erst gar nicht zu kommen. Er richtet alles – ganz wie der Klient es wünscht – und darüber ist er steinreich geworden. So muss etwa der cholerische Fernsehproduzent Donovan Donaly (Geoffrey Rush) sein gesamtes Vermögen der untreuen Gattin überlassen, obwohl er diese in flagranti mit dem unterbelichteten Beau vom Poolservice – „Wir haben gar keinen Pool!“ – erwischt hat. Mandant Rex Rexroth (Edward Herrmann) hingegen braucht nicht einen Cent seiner Millionen abgeben – trotz der gestochen scharfen Videoaufnahmen, die ihn und seine drei Barbie-Gespielinnen zeigen wie sie gerade ein Hotelbett zur Hüpfburg umfunktionieren. Fortan sinnt Ms. Rexroth (Catherine Zeta-Jones), bissige „Goldgräberin“ und echte Augenweide, auf Rache – und dem erfolgreichen Winkeladvokaten tritt erstmals der Angstschweiß auf die Stirn.

    Als Komödie über „Liebe, Gier, Erpressung und Scheidung“ beschreibt Produzent Brian Grazer („A Beautiful Mind“) diese bis dato leichtgewichtigste Arbeit der Brüder Joel und Ethan Coen („The Big Lebowski“, „Fargo“), die hier erneut bewiesen, dass sie immer noch zu den innovativsten Filmemachern Hollywoods zählen. Ursprünglich wegen ihres dunklen, hintersinnigen Humors nur engagiert, um das Drehbuch zu überarbeiten, gelang es Grazer schließlich, Joel Coen zu überzeugen, auch Regie zu führen. Als Köder dienten George Clooney und Billy Bob Thornton, die schon bei „O Brother, Where Art Thou?“ bzw. „The Man Who Wasn’t There“ höchst erfolgreich mit den Coens zusammen gearbeitet hatten. Aus einer durchschnittlichen Komödie der Irrungen ist so eine klassische, pechschwarze Screwball-Comedy geworden, die streckenweise mit Howard Hawks‘ „Leoparden küsst man nicht“ verglichen werden kann – freilich „modernisiert“ mit dem für die Coens typischen, schrägen Look und scharfen, hintersinnigen Wortwitz. Ganz in der Tradition von Gary Grant und Katharine Hepburn liegen sich die beiden Streithähne in den Haaren, während man als Zuschauer nur darauf wartet, bis sie einander endlich in die Arme fallen.

    „Intolerable Cruelty“, der im Scheidungsparadies Las Vegas und der Glitzermetropole Los Angeles aufgenommen wurde, nutzt seine Schauplätze aufs beste und macht sich augenzwinkernd über Schönheits- und Geldkult, Hochzeiten und Scheidungen lustig. Eröffnet mit einem ironisch-nostalgischen, an Monty-Python-Sketche erinnernden Vorspann, untermalt von einem wunderbaren Carter-Burwell-Score, kommentieren zudem zahlreiche Ohrwürmer die Handlung – wobei allein schon die Eröffnungsszene, in der Geoffrey Rush im Jaguar-Cabrio einen Simon-and-Garfunkel-Hit mitschmettert, den Kinobesuch rechtfertigt. Die beste schauspielerische Einlage liefert – inmitten eines hervorragenden Ensembles – Billy Bob Thornton ab, der einen texanischen Ölbaron mimt und behauptet: „Es ist eine diese Figuren von denen man glaubt, dass sie gar nicht existieren – aber es gibt sie wirklich“. Genauso wie man bis dato meinte, dass die Coens keinen Mainstream machen könnten – weit gefehlt. geh.

News und Stories

Kommentare