Ein starkes Team: Tödliches Schweigen

  1. Ø 5
   2011
Ein starkes Team: Tödliches Schweigen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein starkes Team: Tödliches Schweigen: Unter der Regie von Thorsten Näter sucht das "Starke Team" aus Berlin diesmal den Mörder eines korrupten Politikers.

Kaum ist ein verflossener Geliebter Verenas aus Afrika zurückgekehrt, wird er ermordet. Sein Tod steht in Verbindung zu dem Fall, den die Berliner Ermittler unter Hochdruck lösen müssen: Ein populärer Bundestagsabgeordneter ist erschossen worden. Rasch zeigt sich allerdings, dass der wegen seiner Hilfsaktionen für Afrika allseits respektierte Bundestagsabgeordnete kein Herz für Afrika hatte: Das Engagement sollte vor allem dem Image dienen. Außerdem lenkte sein Partner die Spenden fleißig in andere Kanäle.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unter der Regie von Thorsten Näter sucht das „Starke Team“ aus Berlin diesmal den Mörder eines korrupten Politikers.

    Allein in den letzten fünf Jahren hat Thorsten Näter über vierzig Drehbücher zu TV-Krimis geschrieben, dazu fast ebenso viele Folgen für die Serie „Der Dicke“; und die Hälfte der Filme hat er auch inszeniert. Sehenswert ist das fast immer, was sich Näter ausdenkt, weil er neben originellen und spannend umgesetzten Geschichten regelmäßig ein besonderes Augenmerk auf die Reihenfiguren legt. Davon profitieren nicht nur die Hauptdarsteller, die sich über neue Facetten ihrer Figuren freuen dürfen, sondern auch die Zuschauer. Das Ensemble der ZDF-Reihe „Ein starkes Team“ ermittelt nun schon seit 17 Jahren, da sind glaubwürdige Überraschungen naturgemäß kaum noch möglich. Dank Näter aber zeigt die sonst so beherrschte Verena Berthold (Maja Maranow) diesmal ganz andere Seiten, wenn auch sehr zum Missfallen des Kollegen Otto Garber (Florian Martens): Als ihr verflossener Geliebter (Michael Mendl) auftaucht, dessen Verschwinden ihr vor Jahren jeden Lebensmut nahm, bröckeln Zorn und Widerstand im Nu. Kurz drauf aber ist der Mann tot, und offenbar steht sein gewaltsames Ableben in Verbindung zu dem Fall, den die Berliner Ermittler unter Hochdruck lösen müssen, weil ihnen der Chef (Arnfried Lerche diesmal nicht sympathisch trottelig, sondern sehr energisch) im Nacken sitzt: Ein populärer und respektierter Bundestagsabgeordneter ist erschossen worden.

    Geschickt kombiniert Näter mehrere emotionale Ebenen, verzögert es aber raffiniert, die Ursachen für die Gefühle preiszugeben. Auf diese Weise entwickeln sich diverse Dramen. Als erster wird der bei seinen Kindern verhasste tote Politiker entlarvt: Der Mann hatte keineswegs ein Herz für Afrika. Die Hilfsaktionen sollten nicht nur dem Image dienen, sondern auch das Bankkonto füllen, weil sein Partner (schön zwielichtig: Jörg Schüttauf) die Spenden fleißig in andere Kanäle lenkte.

    Neben der durchaus brisanten Handlung ist auch die optische Auflösung immer wieder sehenswert, wenn beispielsweise zwei Frauen in einer Parallelsequenz ganz unterschiedlichen Herrenbesuch bekommen. Darstellerisch ist die Episode mit dem Titel „Tödliches Schweigen“ ohnehin ein Genuss, ein typisches Merkmal nicht nur von Näters Filmen, sondern auch dieser Reihe (weitere Mitwirkende sind unter anderem Julia Jäger als Witwe des Politikers, Amelie Kiefer als ihre Tochter und Melika Foroutan als Geliebte). Einziges Manko: Die obligate Eskapade des Ex-Kollegen Sputnik (Jaecki Schwarz), der sich diesmal bemitleidenswert erfolglos als Politiker versucht, ist ein völliger Fremdkörper. Ansonsten aber sorgt fast jede Szene für eine überraschende Handlungswendung. tpg.

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