Ein starkes Team: Im Zwielicht

  1. Ø 3
   2010
Ein starkes Team: Im Zwielicht Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein starkes Team: Im Zwielicht: Das starke Team gerät bei seinen Ermittlungen wegen eines ermordeten Musikproduzenten mit der Justiz aneinander...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Berlin Pauer“ heißt das Musikstudio, das immer wieder Schauplatz dieses Films ist, weil sich die Erzählstränge einer ebenso komplexen wie undurchschaubaren Handlung hier mehrfach kreuzen. Am Anfang wie am Ende des klugen Drehbuchs von Leo P. Ard und Birgit Grosz stirbt jeweils ein Musikproduzent.

    Dazwischen aber erzählt das eingespielte Autorenteam eine Geschichte, die in der Tat eine Menge „Pauer“ hat. Mitunter erinnert der Entwurf gar an eine andere ZDF-Samstagsreihe, in der permanent in den eigenen Reihen ermittelt wird. Wie in „Unter Verdacht“ richten sich die Nachforschungen des Berliner Teams (Maja Maranow, Florian Martens) gegen einen Richter: Sie verdächtigen Sommer (Arnd Klawitter), der wegen seiner harten Urteile gegen minderjährige Rauschgiftkonsumenten berüchtigt ist, den mutmaßlichen Mörder Frank König (Stipe Erceg) laufen gelassen zu haben. Der Mann war der Partner des eingangs erschossenen Produzenten; angeblich gab es zwischen den beiden heftige Differenzen. Womöglich hat König den Richter erpresst: Mit Hilfe des Exkollegen Sputnik (Jaecki Schwarz) finden Verena und Otto raus, dass ausgerechnet der saubere Sommer regelmäßig bei einem Szenefriseur Kokain kauft. Die Verhaftung des Richters entpuppt sich allerdings als völliger Fehlgriff: Eine Haaranalyse ist negativ. Als dann auch noch König erschlagen wird, stehen die Ermittler endgültig vor einem Rätsel.

    Die Filme über das „Starke Team“ sind ja nie ausgesprochene Komödien. Die Fälle sind durchaus ernst, auch wenn die Inszenierung und erst recht die von Florian Martens wunderbar trocken vorgetragenen Kommentare dafür sorgen, dass sich die Filme durch eine gewisse Leichtigkeit auszeichnen. Auch Regisseur Ulrich Zrenner verzichtet darauf, das Drehbuch dem Episodentitel „Im Zwielicht“ zum Trotz allzu düster umzusetzen. Trotzdem ist der Film vor allem Krimi, zumal sich die Verdächtigen im Musikstudio buchstäblich die Klinke in die Hand geben. Als das Team rausfindet, dass es sich beim Pop-Sternchen Randy (Collien Fernandes), das ein Verhältnis mit dem Produzenten hat, um die Tochter des zuständigen Staatsanwalt Böhringer (Oliver Stokowski) handelt, gerät ein weiterer Hüter von Recht und Ordnung in ihr Visier. Dass Böhringer ihnen zudem den Fall entzieht, macht ihn erst recht verdächtig. Aber auch die ungekrönte „Queen of House“ (Nadeshda Brennicke) der Berliner Musikszene hätte durchaus ein Mordmotiv.

    Die Qualität von Buch und Regie zeigt sich nicht zuletzt an der harmonischen Einbettung der horizontalen Erzählebene, Ottos Suche nach einer eigenen Wohnung; allerdings wäre es extrem schade, wenn er tatsächlich bei seiner Kollegin Verena ausziehen müsste, weil die entsprechenden Konflikte ganz erheblich zum humoristischen Potenzial der Filme beitragen. Aber als letzter offen praktizierender Raucher im deutschen Fernsehen genießt Otto Garber ja ohnehin fast schon Artenschutz. tpg.

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