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Das starke Team muss den Mord an der Besitzerin eines Juwelierladens aufklären.

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    Kritikerrezensionen

    • Ein starkes Team: Das große Fressen: Das starke Team muss den Mord an der Besitzerin eines Juwelierladens aufklären.

      Mal abgesehen von Helmut Schmidt ist Otto Garber der letzte Raucher im deutschen Fernsehen. Kaum eine Serien- oder Reihenfigur darf derart ungestraft eine Zigarette nach der anderen qualmen; sogar im Büro. Das führt dann auch schon mal dazu, dass er die Kippe im Mund verschwinden lassen muss, wenn überraschend der Chef reinkommt.

      Aber Garber ist sowieso kein Kommissar von der Stange: Ohne Rücksicht auf politische Korrektheiten sagt er, was er denkt. Dass er außerdem auch tut, was er sagt, verschafft ihm nicht nur Freunde; ganz zu schweigen von seinem gesunden proletarischen Misstrauen gegenüber jeder Form von Wohlstand. Kein Wunder, dass Otto, von Florian Martens herrlich minimalmimisch gespielt, für das jüngste Projekt von Sputnik nur Spott übrig hat: Der Ex-Kollege (Jaecki Schwarz) hat eine Minigolfanlage für notleidende Banker eröffnet, die sich die Golfclub-Mitgliedschaft nicht mehr leisten können. Andernorts kommt Gesellschaftskritik in der Regel bei weitem nicht derart leichtfüßig daher.

      Aber natürlich sind die Filme der ZDF-Traditionsreihe „Ein starkes Team“ in erster Linie Krimis. Sieht man mal davon ab, dass die Auflösung für Zuschauer mit einer gewissen Routine als Fernsehkriminalist nicht überraschend kommt, ist der Fall recht reizvoll: Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft ist die Inhaberin erschossen worden. Zuvor konnte sie allerdings auch den Räuber lebensgefährlich verletzten. Er wird später in seinem Fluchtwagen gefunden. Schmuck und Uhren sind noch da, die Diamanten im Wert von 400.000 Euro allerdings nicht mehr. Otto und Kollegein Verena (Maja Maranow) finden rasch raus, dass der Drahtzieher des Überfalls entweder zur Familie des Opfers oder aber zu einer Sicherheitsfirma gehören muss: Die Alarmanlage war defekt und sollte wenige Tage später durch ein modernes System ersetzt werden. Prompt entdecken die Ermittler diverse Risse im familiären Gefüge. Dankbarster Verdächtiger ist Sohn Frank (Andreas Pietschmann), denn der hat nicht nur, wie Otto gewohnt eloquent formuliert, „den Arsch voll Schulden“, er kannte auch den nunmehr toten Mörder und hat außerdem Schmuck verschenkt, der aus dem Diebesgut stammt. Der Gatte des Opfers (Friedrich von Thun) wiederum ist zwar ein überzeugend bestürzter Witwer, hütet aber auch Geheimnisse, von denen seine Frau nichts wusste. Und dass sich die ansonsten so zuverlässige Angestellte ausgerechnet am Tag des Überfalls eine Migräne genommen hat, ist ein mindestens merkwürdiger Zufall.

      Regisseur René Heisig gelingt es immer wieder, die Stärken von Krimireihen wie „Tatort“, „Bloch“ oder „Das Duo“ auf den Punkt zu bringen und sie auf diese Weise nicht selten sogar fast neu zu erfinden. Hier gilt das Augenmerk jedoch vor allem den Hinterbliebenen (Drehbuch Eva und Volker A. Zahn) und ihren verschiedenen Arten zu trauern. Der Film lebt daher in erster Linie von Heisigs ausgezeichneter Führung der Darsteller (neben den Genannten vor allem Jenny Schily) und bietet auf diese Weise eine zwar unprätentiöse, aber konzentrierte Krimi-Unterhaltung, bei der allenfalls der unangebrachte Titel („Das große Fressen“) irritiert. tpg.

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