Ein starkes Team: Blutige Ernte

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   2007
Ein starkes Team: Blutige Ernte Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein starkes Team: Blutige Ernte: Getarnt als Kurgast unterstützt Otto Verenas Ermittlungen im Fall einer ermordeten polnischen Obstpflückerin.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Der „Einklang von Körper, Geist und Seele“ ist das Ziel einer Kur, die für Otto Garber (Florian Martens) neben Wassertreten und Massagen vor allem aus Heilfasten besteht. Das kann selbstredend nicht lange gut gehen, schließlich ist der Berliner Kommissar bekennender Genussmensch.

    Außerdem sind nur wenige Kilometer entfernt Körper, Geist und Seele diverser Zeitgenossen ganz entschieden aus dem Gleichgewicht geraten: Nach einem Fest, dass ein „Apfelkönig“ traditionell für seine polnischen Erntehelfer gibt, wird eine der Polinnen erschlagen aufgefunden; sie ist regelrecht zu Tode geprügelt worden. Und weil Peter Zinglers Drehbuch zu diesem Fall des „Starken Teams“ zumindest auf der kriminalistischen Ebene ein bisschen von der Stange ist, gibt es das übliche Geflecht aus Gewalt und Leidenschaft: Der „Apfelkönig“ (Vadim Glowna) zum Beispiel ist ein Patriarch alter Schule, was den hübscheren unter den Pflückerinnen zur Warnung gereichen sollte. Angeblich war er auch hinter dem Rock der nun toten und zu allem Überfluss auch noch schwangeren Polin her. Hat er sie ermordet, weil sie sich, da bereits mit dem Sohn (Oliver Bröcker) verlobt, ihm verweigerte? Oder war’s der Sohn womöglich selbst, weil das Kind vielleicht nicht von ihm war? Gute Karten hat auch der Ex-Verlobte der Frau, Eifersucht ist schließlich ein probates Mordmotiv im Fernsehkrimi.

    Aber nicht mal die zusätzlichen Emotionen – des „Apfelkönigs“ junge Gattin betrügt ihn mit dem besten Freund – bewirken, dass diese Ebene die rechte Spannung aufbringt; dafür sind die Figuren schlicht zu eindimensional. Gerade Glowna mit seinem enormen Potenzial wirkt wieder mal verschwendet. Zu einem guten Teil liegt das allerdings auch an der Inszenierung: Michael Bielawa dirigiert mitunter ein wenig ungelenk und nötigt seine Schauspieler zu Gesten, die nochmals betonen, was man längst kapiert hat, weshalb die Darsteller zwangsläufig des Öfteren allzu theatralisch agieren. Verschont bleibt allerdings das Titel-Ensemble, das seine Figuren vermutlich längst im Schlaf beherrscht. Gerade Martens und Maja Maranow sind mittlerweile so eingespielt, dass auch eine schwache Regie der Chemie zwischen Otto und Verena nichts anhaben kann. Und deshalb ist Ottos komische Kneippkur nicht bloß die amüsantere, sondern auch die interessantere der beiden Ebenen; gut, dass sie sich alsbald vermischen. tpg.

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