Filmhandlung und Hintergrund

Stimmungsvolles und gut besetztes Porträt der Bewohner einer Flusslandschaft im Frankreich der dreißiger Jahre.

Frankreich in den dreißiger Jahren. Garris und Riton sind Bewohner der Marais, einer idyllischen Marschlandschaft am Ufer der Rhône. Geschickt halten sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, sie sammeln z.B. Schnecken für die Küche des nahegelegenen Grandhotels. Am liebsten sitzen sie jedoch mit ihren Freunden aus der Stadt zusammen beim Wein und diskutieren.

Garris und Riton sind Nachbarn im Marais, einer französischen Flusslandschaft. Mit Gelegenheitsarbeiten verdienen sie gerade genug zum Leben und genießen ansonsten ihre Freiheit. Genau deswegen wird ihre Gesellschaft von den unterschiedlichsten Menschen gesucht. Etwa vom Lebemann Amedée, der mit den beiden seine unglückliche Ehe zu vergessen sucht. Oder Pépé, der an den Ort seiner Jugend zurückkehrt und dort den Sinn des Lebens entdeckt. Und da gibt es noch Marie, die in Garris den Vagabunden wieder erweckt…

Die unterschiedlichsten Menschen suchen die Gesellschaft der Gelegenheitsarbeiter Garris und Riton: der Lebemann Amedée, der seine unglückliche Ehe zu vergessen sucht, Pépé, der an den Ort seiner Jugend zurückgekehrt ist, und Marie, die in Garris den Vagabunden wieder erweckt… Charmantes Drama von Regisseur Jean Becker, das gleichzeitig Hymne auf eine Jahreszeit, einen idyllischen Landstrich und unbeschwerte Lebenslust ist.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Sommer auf dem Lande: Stimmungsvolles und gut besetztes Porträt der Bewohner einer Flusslandschaft im Frankreich der dreißiger Jahre.

    Das Prädikat „besonders charmant“ verdient Jean Beckers nostalgischer Rückblick auf die Erinnerungen an einen wunderschönen Sommer am Ufer der Rhone aus den 30er Jahren. Die Geschichte zweier gegensätzlicher Freunde und ihrer kleinen Abenteuer ist ein anrührendes Plädoyer für Lebenslust und Menschlichkeit.

    Nicht die großen Ereignisse zählen in dieser kontemplativen Betrachtung des Alltags, sondern die kleinen Erlebnisse. Jean Becker entwirft episodenhaft das tragikomische Porträt von Menschen, die die simplen Freuden des Lebens genießen - die unberührte Natur des Marais (Moorlandschaft), das Vogelzwitschern bei Sonnenaufgang. Es zählt das beschauliche Hier und Jetzt, nicht das ferne Morgen. Ex-Soldat Garris, der in den Schützengräben von Verdun dem Tod begegnete und im Marais hängenblieb, und Riton, ein trinkfester Familienvater, der trotz (ständig keifender) Gattin und drei Kindern einer verflossenen Liebe nachjammert, sind Nachbarn und Freunde. Die Männer schlagen sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Mal sammeln sie Maiglöckchen oder Schnecken, fangen Frösche oder Fische, um sie in der nahen Kleinstadt zu verkaufen. Oder singen am ersten Mai schrecklich schlecht das traditionelle Mailied. Zwar ist Garris fleißiger als der faule Riton und verfügt über gute Manieren, dennoch geht das Duo durch Dick und Dünn. Sie finden Freunde wie den literatur- und musikbeflissenen Lebemann Amedée, die gutmütige Madame Mercier, die gerne eine paar Fläschchen aus dem Weinkeller ihres verstorbenen Mannes hervorkramt oder den reichen Monsieur Richard, der sich im Alter auf seine Wurzeln im Marais besinnt und seinem Enkel die Heimat seiner Jugend zeigt. Für Spannung sorgt eine durch Riton ausgelöste Keilerei mit einem Boxchampion, der nach sechsmonatigem Knastaufenthalt Rache schwört.

    Die Zeit zwischen den Kriegen oder Hitlers Machtübernahme in Deutschland wird nur andeutungsweise erfahrbar, es zählen die kostbaren Momente des Glücks. Die Erzählerin entpuppt sich am Ende als Ritons kleine Tochter, die im Alter ihrer Kindheit gedenkt. Nach Georges Montforez‘ Roman preist Becker die Schönheit des einfachen Lebens, formuliert eine zärtliche Ode an Freiheit und Würde des kleinen Mannes, den Blick durch die rosarote Brille nimmt man gerne in Kauf. Die glänzende Besetzung (Jacques Gamblin als geheimnisvoller Einzelgänger, Jacques Villeret als sympathischer Schluckspecht, Michel Serrault als armer Reicher) und eine verführerische Kamera komplettieren das Film-Erlebnis. In Frankreich gehörte „Ein Sommer auf dem Lande“ mit über zwei Millionen Zuschauern zu den Kassenhits. Ein Arthaus-Publikum sollte auch bei uns die Liebe zum „Marais“ entdecken. mk.

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