Filmhandlung und Hintergrund

Packendes Drama um einen 50-jährigen Italiener, der seiner Vergangenheit in der Mafia auch in Deutschland nicht entfliehen kann.

Als die beiden Mafia-Killer Diego und Edoardo wegen widriger Umstände umdisponieren müssen und das Hotel zur Vorbereitung eines Mordauftrags an einem deutschen Industriellen wechseln, gibt es ein ungewolltes Wiedersehen: Denn der 25-jährige Diego ist der Sohn des totgeglaubten Hotelbesitzers Rosario, der vor langer Zeit seinen Tod vortäuschte und in der hessischen Provinz untertauchte, wo er sich eine neue Existenz mit Frau und Kind aufbaute. Nun schweben er und seine ahnungslose Familie in höchster Gefahr. Man belauert sich in trügerischer Ruhe.

Zwei Mafia-Killer mieten sich in ein Hotel im deutschen Hinterland ein und entdecken, dass der Hotelier der totgeglaubte Sohn des einen ist. Packendes Drama um einen 50-jährigen Italiener und seine Vergangenheit in der Mafia.

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Kritikerrezensionen

  • Ein ruhiges Leben: Packendes Drama um einen 50-jährigen Italiener, der seiner Vergangenheit in der Mafia auch in Deutschland nicht entfliehen kann.

    Tragisches Suspense-Drama um einen arrivierten italienischen Immigranten, der in Deutschland von seiner lebensgefährlichen Mafia-Vergangenheit eingeholt wird.

    Mit dem ruhigen Leben ist es für den 50-jährigen Edelrestaurantbesitzer Rosario vorbei, als zwei junge Mafia-Killer Quartier bei ihm beziehen. Erneut spielt Toni Servillo, der auch in dem kontroversen „Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra“ eine Hauptrolle inne hatte, diesen arrivierten Italiener. Seine Figur belegt, dass man dem langen Arm der Camorra – der bis in die deutsche Provinz reicht – auch nach Jahrzehnten nicht entfliehen kann.

    Einst musste der bei seinen Bossen in Ungnade gefallene Mafia-Killer seinen Tod vortäuschen und unter falschem Namen in Deutschland untertauchen. Als Hotelier und Küchenchef hat er sich im hessischen Hinterland derweil eine neue Identität aufgebaut mit Frau (Juliane Köhler) und gemeinsamen Sohn. Als dann eines Tages zwei junge Schlägervisagen vor seinem Hotel aufkreuzen, Drecksarbeiter der Mafia, und bei ihm so lange wohnen, wie sie einen Auftragsmord an einem Industriellen vorbereiten und ausführen, ähnelt das daraus resultierende Familien- und Gewaltdrama zwei jüngeren Werken David Cronenbergs: Einmal „A History of Violence“ und zum anderen gleicht Toni Servillo verblüffend Armin Mueller-Stahl, dem Paten in „Tödliche Versprechen“.

    Dass einer der Killer Rosarios nunmehr 25-jähriger Sohn Diego (Marco D’Amore) aus erster Ehe ist, spitzt die familiäre Tragik zu. In der angespannten Situation versucht der alternde Mann, Herr der Lage zu bleiben. Doch die gerät langsam außer Kontrolle, was Claudio Cupellini als vor Spannung vibrierend inszeniert. Gefährlich ruhige Kameraperspektiven unter einem stets bedeckten Himmel und düstere Klangflächen korrespondieren mit Rosarios hartnäckigem Verschweigen wahrer Zusammenhänge vor seiner Familie. Der glanzlose Realismus beschreibt das unspektakuläre Mordgeschäft, wie die beiden bulligen Kerle Zeit und Menschen totschlagen. Das ist, wie das Verhalten ihres Gastgebers, alltäglich, menschlich, zugleich eiskalt und schockierend. Unterschwellig breitet sich Nervosität aus, geschickt bauen Sprachbarrieren ein Versteckspiel auf, bis sich die unvermeidbare Gewaltspirale anfängt zu drehen in einem in jeder Hinsicht düsteren, gehobenen Crime-Thriller über die zerstörerische Unterweltmacht.

    tk.

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