Ein mörderischer Plan

Filmhandlung und Hintergrund

Als die Psychologin Luisa auf einer ostfriesischen Insel versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, werden ihre Nachbarn ermordet. Durch ihre Gefühle für deren Sohn Mark wird sie in ein gefährliches Spiel verwickelt.

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Kritikerrezensionen

  • Ein mörderischer Plan: Als die Psychologin Luisa auf einer ostfriesischen Insel versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, werden ihre Nachbarn ermordet. Durch ihre Gefühle für deren Sohn Mark wird sie in ein gefährliches Spiel verwickelt.

    Der Vergleich ist so abgenutzt, dass man Frank Giering damit vermutlich keinen Gefallen tut: Er hat einfach was von James Dean. Schon allein dieser Blick, mal melancholisch, mal tragisch, hinter dem Abgründe lauern!

    Auch wenn Gierings Filmografie gespickt ist mit durchgeknallten Charakteren (von „Funny Games“ bis „Opernball“): Er ist die perfekte Besetzung für die Hauptrolle im jüngsten einer Reihe von Psychothrillern, die Matti Geschonneck („Angst hat eine kalte Hand“) gern als düstere Reise in die menschliche Seele inszeniert. Giering spielt Mark, einen jungen Mann, der sich von seinen Eltern nie verstanden gefühlt hat. Diverse Suizidversuche hat er bereits hinter sich. Nach gescheiterter Therapie ist er in einer Sackgasse angelangt; er braucht nur noch einen Schalter umzulegen, um die Gewalt, die er bislang an sich selbst verübte, gegen andere zu richten.

    Marks Gegenspielerin und potenzielles Opfer ist eine Psychologin (die typische Iris-Berben-Figur: Frau um die fünfzig, attraktiv, selbstsicher). Doch Mark wird nicht einfach zum Mörder; tatsächlich wird man nicht Zeuge seiner Taten, wie bei Geschonneck die Gewalt ja ohnehin gern hinter den Bildern lauert und nie effekthascherisch inszeniert wird. Mark schmiedet jenen „mörderischen Plan“, der dem Film seinen Titel gibt: Er lässt hinrichten; am Ende der Kette soll sein eigener Tod stehen.

    Hannah Hollinger, die Geschonneck bereits mehrere Drehbuchvorlagen lieferte („Der Schrei der Liebe“, „Comeback für Freddy Baker“), reduziert das Drama auf wenige Schauplätze auf einer friesischen Insel. Die Freudlosigkeit von Marks Leben und die Ausweglosigkeit seines Handelns werden vor allem durch die Ausstattung von Hans Zillmann und die Bildgestaltung von Rudolf Blahacek geprägt: Sie haben den Bildern konsequent jegliche Buntheit ausgetrieben. Die Innenaufnahmen sind stets in fahlen Brauntönen gehalten, die Inselbilder enden im grauen Nichts. Eine Schwäche des Films ist hingegen die Führung der Darsteller in den Nebenrollen; auch Iris Berben interpretiert die verschiedenen Konflikte der Psychologin mit den immer wieder gleichen Mitteln. Daher muss Giering den Film weitgehend allein tragen. Dabei hat auf der Insel ein jeder sein Schicksal. Den Polizisten Robert (Christian Redl) zum Beispiel verbindet eine alte Leidenschaft mit der Psychologin; man ahnt recht früh, dass ihre Tochter auch die seine ist. Robert ist neben Mark die zweite tragische Figur, eine Gestalt fast schon archetypischer Verlorenheit: Indem Mark Roberts Söhne zu Untaten überredet, reißt er nicht nur seine, sondern auch Roberts Familie ins Verderben. Schade nur, dass das Repertoire Gierings und seine mal geprügelte, mal gehetzte, mal eiskalt kontrollierte Mimik bloß auf Iris Berbens stets gleichbleibende hübsche Oberfläche trifft. tpg.

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