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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Job: TV-Verfilmung nach Irene Disches gleichnamigem Roman.

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Kritikerrezensionen

  • „Oscar“-Preisträgerin Vanessa Redgrave adelt eine sehenswerte, aber auch etwas schräge deutsche Killerkomödie, die das „Erste“ am späten Abend versendet.

    Die Entscheidung der ARD, diesen Film erst um 23.30 Uhr zu zeigen, ist nachvollziehbar, und das nicht allein, weil der Stoff nur bedingt mehrheitsfähig ist: Produktionen älteren Datums zeigt das Publikum auch bei TV-Premieren meist die kalte Schulter. Trotzdem ist Christian Görlitz‘ Adaption des gleichnamigen Romans von Irene Dische mehr als bloß Nischenfernsehen. Wie gut sein Drehbuch gewesen sein muss, zeigt nicht zuletzt die Mitwirkung von Vanessa Redgrave. Hauptdarstellerin des Films ist allerdings die Ukrainerin Viktorija Malektorovych, die zuvor schon die Hauptrolle in dem Görlitz-Drama „Mutterglück“ gespielt hatte. Hier verkörpert sie eine berüchtigte Profikillerin, die im Auftrag der deutsch-russischen Mafia in Hamburg den titelgebenden „Job“ erledigen soll. Die Aufgabe rückt jedoch mehr und mehr in den Hintergrund, als die „Killerkatze“ eine alte Dame kennen lernt und feststellt, dass das Leben viel mehr zu bieten hat als bloß den Tod.

    Schon allein die gemeinsam Szenen von Malektorovych und Redgrave sind sehenswert, wobei die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 71 Jahre alte britische „Oscar“-Preisträgerin echte Glanzpunkte setzt: Die Jüdin Hannah Silbergrau hat einst im Konzentrationslager ihre gesamte Familie verloren, ist aber trotzdem von einer ansteckenden Lebensfreude. Die auffälligste Rolle neben Redgrave spielt Martin Brambach, hier in seiner Paradedisziplin als jovialer Befehlshaber, der lauthals über die eigenen Witze lacht, aber übergangslos die Maske fallen lässt, wenn die Dinge anders laufen, als er sich das vorstellt. Bollinger hat die Killerin engagiert, um dem russischen Partner Boris (Fritz Roth) einen Denkzettel zu verpassen. Als sie sieht, wen sie ermorden soll, bekommt selbst die abgebrühte Auftragsmörderin Skrupel: Es handelt sich um Boris‘ Frau und die beiden kleinen Töchter.

    Gelegentliche Slapstick-Momente verwässern die Qualität des Films etwas, zumal sie nicht recht zum nachdenklichen Tonfall der Geschichte passen. Davon abgesehen aber gibt es eine Vielzahl von Gründen, die für den Film sprechen. Unter anderem hat Görlitz, einst für „Freier Fall“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, gemeinsam mit seinem Team wunderbare Drehorte gefunden, auch wenn Kameramann Johannes Geyer die Stadt bewusst nicht von ihren schönsten Seiten zeigt. Die Musik schließlich ist eine reizvolle Mischung aus Polka und Bandoneon-Klängen, die großen Anteil an der eigentümlichen Stimmung des Films hat. tpg.

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