Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimi nach Motiven von Maarten 't Harts Roman "In unnütz toller Wut".

28 Jahre nach der Räumung der „Republik Freies Wendland“ kommt eine Fotografin in die Gegend, um Bilder für eine Reisereportage zu machen. Als kurz drauf mehrere Männer sterben, ist der Schriftsteller Selig überzeugt, die junge Frau sei darin verwickelt. Allerdings hat er sich längst in die rätselhafte Fremde verliebt. Die Überführung des Mörders beantwortet auch die Frage, wer damals den friedlichen Widerstand der Atomkraftgegner verraten hat.

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Kritikerrezensionen

  • Ein Dorf sieht Mord: TV-Krimi nach Motiven von Maarten 't Harts Roman "In unnütz toller Wut".

    Es ist gewissermaßen historischer Boden, auf dem sich diese Geschichte zuträgt; und die entsprechende Veränderung gegenüber der literarischen Vorlage ein kühner Streich von Autor Thomas Oliver Walendy.

    Der hat zum zweiten Mal (nach „Das geheime Leben meiner Freundin“) fürs ZDF einen Roman des Holländers Maarten ‚t Hart adaptiert. Dessen Buch „In unnütz toller Wut“ knüpft an ein Ereignis an, das sich Jahre zuvor in einer Kolonie zugetragen hat. Walendy überträgt die Handlung ins Wendland. Der berühmte Landstrich im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde 1980 zum Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen friedlichen Atomkraftgegnern und Polizisten, die das Hüttendorf der Demonstranten räumten und die „Republik Freies Wendland“ gewaltsam beendeten. 28 Jahre später reist die Fotografin Lotte Feininger (Lavinia Wilson) in die Gegend, um Bilder für eine Reisereportage zu machen. Als es kurz drauf zu ominösen Todesfällen unter der männlichen Bevölkerung kommt, ist der Schriftsteller Martin Selig (August Zirner) überzeugt, die junge Frau sei darin verwickelt. Sein Freund, der allzu potente Bürgermeister Wellbrock (Thomas Thieme), deklariert die Ereignisse zwar jeweils als Unglücksfall, doch Selig geht davon aus, dass die Fotografin eine alte Rechnung begleicht, und Wellbrock ist offenbar der nächste auf der Liste. Dummerweise hat sich Selig längst in die rätselhafte Fremde verliebt.

    Der Schweizer Walter Weber inszeniert „Ein Dorf sieht Mord“ höchst behutsam; ein Thriller ist der Film gewissermaßen nur zwischen den Zeilen, denn vordergründig erscheint das idyllische Wendland wie ein Paradies. Das Werk lebt in erster Linie von den vielen kleinen Geschichten: der stets in der Schwebe verbleibenden Beziehung zwischen Selig und der örtlichen Pastorin (Corinna Harfouch), den amourösen Anstrengungen Wellbrocks, den Thieme mit bodenständig urwüchsiger Lebensfreude verkörpert, und schließlich natürlich den Spuren in die Vergangenheit, in der eine Wortführerin des Widerstands verraten und später ihrerseits als Verräterin gebrandmarkt wurde. Und weil der Krimi nie vorgibt, einer zu sein, ist die Auflösung um so überraschender. tpg.

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