Echt Blond

Kinostart: 23.07.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Gut besetzter Liebes-Lifestyle-Regen mit leicht philosophischen Untertönen.

Zwischem Leben und Lifestyle können das hippe New Yorker Pärchen Joe und Mary kaum mehr unterscheiden. Während Kellner Joe aus seinen Schauspielträumen gerissen wird, verfällt Maskenbildnerin Mary ihrem neuen Karatelehrer. Ihr Kumpel Bob, Soap-Darsteller, beschränkt seine Lebensphilosophie auf die Unterscheidung aller Frauen zwischen echt und gefärbt blond.

Joe arbeitet als Kellner, träumt aber davon, ein großer Schauspieler zu werden. Die Miete bezahlt derweil seine Freundin Mary, die als Maskenbildnerin deutlich mehr Erfolg hat. Deshalb sucht sie schon bald nach stärkeren Männern, findet diese aber weder in ihrem Psychiater Leuter noch in ihrem Selbstverteidigungs-Instruktor Doug. Derweil wirft Joe für einen Kurz-Auftritt in einem Madonna-Video alle künstlerischen Prinzipien über den Haufen und verliebt sich erstmals in eine echte Wasserstoff-Blondine.

Zwischem Leben und Lifestyle können das hippe New Yorker Pärchen Joe und Mary kaum mehr unterscheiden. Während Kellner Joe aus seinen Schauspielträumen gerissen wird, verfällt Maskenbildnerin Mary ihrem neuen Karatelehrer. Gut besetzter Liebes-Lifestyle-Regen mit leicht philosophischen Untertönen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Echt Blond: Gut besetzter Liebes-Lifestyle-Regen mit leicht philosophischen Untertönen.

    In den Straßenschluchten New Yorks wachsen die Neurosen. Besonders in der Film- und Modebranche, dem ultimativen Markt der Eitelkeiten. Tom DiCillo schaut hinter die Kulissen des Glamour-Business, wo verkannte Schauspieler als Kellner jobben, Models sich platinblond färben und Psychiater auch mal über ihre eigenen „Dirty dreams“ plaudern.

    Zwischen Joe und Mary läuft nach sechs Jahren nicht mehr viel. Diskussionen darüber, wer warum keine Lust hat, sind länger als die raren Momente der Lust. Während das unentdeckte Schauspielgenie Joe mit Fliege den Reichen und Schönen das Essen serviert, um wenigstens die Miete zu bezahlen, schafft Mary als arrivierte Maskenbildnerin in der Modeszene das Geld heran. Beide leben in Scheinwelten, nur Joes Kumpel Bob, ein sich sexuell überschätzender Soap-Opera-Mime scheint auf der Suche nach Wahrheit, sucht er doch eine „echt blonde“ Dame, in der Branche ein schwieriges Unterfangen. Bis Joe und Mary erkennen, daß sie trotz allem zusammengehören, müssen sie einiges durchmachen - Joe wirft seine beruflichen Ideale für ein paar Dollar über Bord, Mary pendelt zwischen Psychiater und Selbstverteidigungsguru hin und her, bis sie letztendlich beide abserviert und reumütig erkennt, das Gute liegt doch so nahe. Und auch Westentaschen-Philosoph Bob findet den passenden Deckel, man(n) schaut schließlich nicht nur auf den Haaransatz…

    DiCillo, der immer noch unter dem Etikett „Independent“ firmiert, treibt es in sein Lieblingsmilieu, die New Yorker Künstlerkreise zurück. Wie schon in seine Satire auf das Indie-Geschäft „Living in Oblivion“ knöpft er sich wieder die Filmbranche mit ihren Verrückten vor. In diesem Fundus von schrägen Typen findet er seine Protagonisten, die Wirklichkeit und Fiktion nicht mehr unterscheiden können, auf der Suche nach dem Sein, dem Schein verfallen, ihr Ego aufblasen wie Maikäfer, um nach einem kurzen Höhenflug unsanft auf dem Bauch zu landen. Wie DiCillo seine Figuren vorführt und dennoch mit Sympathie betrachtet, das entwickelt sich zum ironischen Spiel mit den Absurditäten des Showbiz. Bis in die kleinste Nebenrolle gut besetzt (Kathleen Turner als abgebrühte Agentin, ein Cameoauftritt von Steve Buscemi als Videoclip-Regisseur) und mit brillanten Dialogen bestückt, bietet diese sarkastische Abrechnung mit der Unterhaltungsindustrie beste Unterhaltung. mk.

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