Filmhandlung und Hintergrund

Mystery-Thriller um eine junge Frau, die mit ihrer besten Freundin auf der Urlaubsinsel aus Kindertagen auf ein grauenvolles Geheimnis stößt.

Gerade, als es in Hannas Ehe kriselt, wird ihre ehemals beste Freundin Clarissa mit einer Tablettenüberdosis auf ihre Station eingeliefert und die beiden Frauen, die sich erstmals seit 25 Jahren wieder sehen, beschließen spontan auf jene Insel zu fahren, mit der sie die schönsten Kindheitserinnerungen verbinden. Doch das winterstürmische Eiland scheint so verflucht wie die Bewohner des heruntergekommenen Fischerdorfes. Denn damals verschwand die kleine Maria und ihr grausames Schicksal hängt mit dem verdrängten Wirken Hannas und Clarissas zusammen.

Zwei Jugendfreundinnen erleben als Erwachsene Unheimliches an der Stätte eines unbewältigten Kindheitstraumas. Um dichte Atmosphäre und effektvolle Schreckmomente bemühter Kino-Gruselfilm aus deutschen Landen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Atmosphärisch dichter, aber letztlich viel zu konventioneller Mystery-Thriller aus deutschen Landen.
    2. Du hast es versprochen: Mystery-Thriller um eine junge Frau, die mit ihrer besten Freundin auf der Urlaubsinsel aus Kindertagen auf ein grauenvolles Geheimnis stößt.

      In Nebenrollen prominent besetzter deutscher Mystery-Thriller, der psychologischen Spukhorror um ein dunkles Inselgeheimnis verbreitet.

      Alex Schmidt heißt eigentlich Alexandra Schmidt, was hinsichtlich der femininen Ausrichtung ihres psychologischen Thrillers, der zwischen Wahn und Wirklichkeit schwebt, durchaus aufschlussreich ist. In der Mitternachtsschiene von Venedig vorgestellt, erweist sich der handwerklich ausgereifte Genrefilm der Berliner Regisseurin als spannendes Mysterywerk über psychische Gewalt, die ja eher eine weibliche ist als die körperliche männliche. Damit demontiert Schmidt auch das Trugbild unschuldiger Kinder, obwohl Rückblenden zunächst genau dies suggerieren.

      Darin erscheinen Hanna und Clarissa als unzertrennliche Freundinnen, die in ihren Ferien auf einer wildromantischen Insel einen finsteren Stollen im Wald entdecken. Als sie sich 25 Jahre später wiedertreffen – Hanna (Mina Tander) steckt in Beziehungssorgen mit Johannes (Clemens Schick), während Clarissa (Laura de Boer) mit einer Tablettenüberdosis auf ihre Station eingeliefert wird -, entscheiden sie spontan, mit Hannas Tochter im Gepäck den Ort ihrer Kindheitserinnerungen aufzusuchen und dort eine Auszeit zu nehmen.

      In dem heruntergekommenen Fischerdorf der entlegenen Insel, in dem u.a. Max Riemelt und Katharina Thalbach wohnen, beginnt Hanna ein Geistermädchen zu sehen und zweifelt zunehmend an ihrem Verstand. Das Flüstern der Vergangenheit ist hier besonders laut – das Verdrängte kehrt zurück. Je mehr Hanna herausfindet, desto umfassender werden ihre Schuld und die Verquickung des gesamten Dorfes offenbar. Und desto mehr entgleitet ihr die Realität. Mag die Auflösung den übernatürlichen Teil auch unbefriedigend revidieren, der von langer Hand geplante Racheakt hat es in sich und erinnert an den Kinderdiebstahl aus „Die Räuberin“.

      Die malerisch-stürmischen Winterlandschaften (die stimmungsvollen Küstenaufnahmen stammen aus Hiddensee) rufen aufs Angenehmste in Erinnerung, dass es in Deutschland mehr gibt als zersiedelte Autobahnzubringer. Alex Schmidt setzt mit gutem Gespür für eine gelungene Schauer-Atmosphäre zahlreiche Motive ein, die weniger ihren Vorbildern Tim Burton und Michael Haneke entstammen, als dem breiten Fundus des Geisterhorrors. Was allein deshalb schon fast wieder originell ist, weil man sie im deutschen Kino so selten antrifft. Mag die Story auch recht routiniert ausfallen und nur die handelsüblichen Twists aufbieten, die auf Spannung und diverse Schockmomente ausgerichtete Dramaturgie ist flott und überzeugt mit perfekter Kombination aus Locations und Look. tk.
      1. Regisseurin Alexandra Schmidt etabliert in dem Mystery-Thriller "Du hast es versprochen" effektiv eine Atmosphäre der Unsicherheit und Bedrohung. Dabei setzt sie ikonische und Standardsituationen des Genres ein, die durchaus für Nervenkitzel sorgen - aber auch für eine große Vorhersehbarkeit und Konventionalität.

        Der Einstieg indes gelingt wunderbar: Zwei Mädchen tänzeln da in einer Rückblende, einem Traum, einer gleißend überbelichteten Vision im weißen Gewand der Unschuld durch den Wald. Und im Wald, das ist nicht nur im amerikanischen "Backwood"-Horrorfilm, sondern auch in der deutschen Märchenmythologie so, da lauert das Unheil. Ein dunkler Schacht lockt die Mädchen in seine Eingeweide, und über all dem suggerieren die Streicher in Marian Luxens Filmmusik mal Verlockung, mal Drohung, mal Wehmut.

        Alexandra Schmidt gibt als ihre Vorbilder die Regisseure Tim Burton ("Frankenweenie", "Dark Shadows") und Michael Haneke ("Liebe", "Das weiße Band") an, doch ihr erster Film ist mehr Emotion als Psychologie, viel näher am dunklen Romantiker Burton als an dem bisweilen kühlen Analytiker Haneke. Und das schadet der Geschichte über lange Zeit genauso wenig wie der allzu plakative Einsatz grummeliger Landeier und der rauen, abweisenden See, die für Isolation, Gefahr, Geheimnis stehen.

        Allerdings deutet sich bald eine Volte an, die am Ende Gewissheit wird. Und hier greift Alexandra Schmidt eben doch wieder auf genau die Psychologisierung zurück, die sie zuvor lange Zeit erfolgreich vermieden hatte: Das Mysteriöse und das allzu Menschliche, diese beiden Elemente passen in ihrem Film nicht sonderlich gut zusammen. Es ist schade, dass sie sich dann doch nicht traut, einen Rest des Unerklärlichen zuzulassen, der der deutschen Genrelandschaft mehr als guttun würde.

        Fazit: Regisseurin Alexandra Schmidt macht mit ihrem Langfilmdebüt "Du hast es versprochen" den sympathischen Versuch, einen Genrefilm im deutschen Kino zu etablieren. Gefahr und Mysterium inszeniert sie über lange Strecken packend und stilsicher. Doch am Ende bricht ihr Konstrukt zusammen, da ihr der Mut gefehlt hat, sich dem Genre ganz auszuliefern und sie sich stattdessen in herkömmliche Psychologisierungen flüchtet.

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