Dreamcatcher

  1. Ø 1.5
   2003
Trailer abspielen
Dreamcatcher Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Dreamcatcher

Filmhandlung und Hintergrund

Dreamcatcher: Horror-Science-Fiction-Verfilmung nach Stephen King, in der vier Freunde auf einem Jagdausflug von außerirdischen Mächten verfolgt werden.

Vier Freunde aus Jugendtagen verabreden sich als Erwachsene zu einem Jagdausflug in ihrer Heimat, Treffpunkt ist eine Waldhütte namens „Hole in the Wall“. Alle vier bringen Sorgen mit: Beav (Jason Lee) hatte Pech in der Liebe, Pete (Timothy Olyphant) droht den Kampf gegen die Flasche zu verlieren, der intellektuelle Henry (Thomas Jane) denkt gar an Selbstmord und Jonesy (Damian Lewis) wird seit einem Unfall von düsteren Vorahnungen geplagt. Doch die kleinen Alltagssorgen sind nichts, verglichen mit dem Horror, der die Ausflügler im tiefen Forst von Maine erwartet.

Horror-Schreibmaschine Stephen King ersann dieses packende Schocker-Abenteuer nach bester „Es„-Manier.

Kurz nach ihrer Ankunft in einer Waldhütte, in der vier Jugendfreunde ihren alljährlichen Jagdausflug verbringen, begegnen diese einem ziellos durch die Gegend irrenden und unter qualvollen Schmerzen leidenden Mann, der erst der Beginn eines Albtraums sein soll, in dem außerirdische Mächte auch von ihren Gedanken Besitz ergreifen.

Vier telepathisch begabte Männer, seit Kindheitstagen miteinander befreundet, wollen wie jedes Jahr ein Wochenende in einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine verbringen – saufen, jagen, Spaß haben. Da stolpern sie im Verlauf eines aufziehenden Schneesturms über einen verwundeten Waidmann, der einen Alien ausbrütet. Auf der Toilette kommt das Untier zur Welt, und schon geht die Jagd auf den außerirdischen Mutanten los. Kein Wunder, dass dies sehr bald auch das Militär unter der Führung von Oberst Curtis auf den Plan ruft.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(2)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Nachdem die letzten großen Stephen-King-Verfilmungen, „The Green Mile“ und „Hearts in Atlantis“, zwar Übernatürliches beinhalteten, dafür aber Horrorelemente weitgehend ausklammerten, rückt Lawrence Kasdan in seiner Verfilmung des Romans „Duddits“ Bedrohung und Schrecken wieder in den Mittelpunkt. Und das zunächst überaus effektiv, wenn er vier Jugendfreunde in vertrautem King-Terrain in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Waldhütte mit einem mysteriösen Monstrum konfrontiert. Dass Kasdan diese beklemmende Konstellation im ersten Horrorfilm seiner 20-jährigen Regiekarriere nicht ausreicht und er der üppigen Vorlage noch mit einer unausgegorenen Nebenhandlung über einen brachialen Militäreinsatz und ausschweifenen Rückblenden gerecht zu werden versucht, ist zwar ambitioniert, aber nicht immer allzu wirkungsvoll.

    Zahlreiche der bekannten und beliebten Versatzstücke vergangener King-Werke finden sich in „Dreamcatcher“ vereint: Die Rahmenhandlung einer Invasion des Bösen, die Amerika wie eine Epidemie zu erfassen droht, kennt man aus „Das letzte Gefecht“, der Verbund von vier Jugendfreunden ist „Stand By Me“ entlehnt, der ausufernde, vielschichtige Plot weckt Erinnerungen an „Es“ (das in der gleichen Gemeinde angesiedelt ist wie „Duddits“). Zudem sind Verweise auf „Das Monstrum“, „Feuerkind“ oder „Hearts in Atlantis“ unverkennbar. Das ist viel Holz, und „Dreamcatcher“ kämpft aufopferungsvoll, all den Strängen und Ideen des knapp 800-seitigen Buches gerecht zu werden.

    Zunächst schlagen sich Kasdan und sein Drehbuchautor William Goldman, der schon das Skript zu dem etwas anämischen „Hearts in Atlantis“ beisteuerte, mehr als achtbar: Schnell stellen sie die vier Jugendfreunde vor, die im Mittelpunkt stehen und durch eine gemeinsame Erfahrung in der Vergangenheit nicht nur enger zusammengeschweißt wurden, sondern auch über telepathische Fähigkeiten verfügen. Den Jahrestag ihrer „Erweckung“ begehen die Vier – dargestellt von Thomas Jane („Deep Blue Sea“), Jason Lee („Vanilla Sky“), Timothy Olyphant („Nur noch 60 Sekunden“) und dem Briten Damian Lewis in seiner ersten großen US-Produktion – in einer eingeschneiten Jagdhütte in den Wäldern von Maine, wo alsbald die Hölle losbricht, als ein desorientierter Jäger Zuflucht bei ihnen sucht. Er erweist sich als Träger eines mysteriösen Monsters, das ihm durch den Anus entweicht und dessen Mund aussieht wie eine mit Reißzähnen gespickte Vagina – Tiefenpsychologen werden ihre Freude haben. Hier gelingen Kasdan die besten Szenen: Wie man mit vereinten Kräften gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner vorgeht, der so manch fiesen Trick im Ärmel hat, ist Horrorshow im Stil von „Das Ding aus einer anderen Welt“: spannend, kompromisslos, temporeich.

    Leider muss der Regisseur im wahrsten Sinne des Wortes einen weiteren Kriegsschauplatz eröffnen. Denn das Monster ist nur Symptom einer Invasion – feindlicher? – Außerirdischer, die vom Militär unter Kontrolle des übergeschnappten und von Morgan Freeman etwas unglücklich gespielten Colonel Abraham Kurtz (Brandos gleichnamiger General aus „Apocalypse Now“ lässt grüßen) wie ein Virus behandelt und in einer gerade angesichts der gegenwärtigen Weltsituation sehr schwierigen Szene bei einem Flugangriff niedergemäht werden. Während sich also die Lage in der Hütte zuspitzt und das Monster vom Körper eines der vier Freunde Besitz ergreift, setzt ein von Tom Sizemore gespielter Captain alles daran, die Wahnsinnspläne seines übergeschnappten Vorgesetzten zu durchkreuzen. Spätestens hier läuft der Film aus dem Ruder, denn zur Lösung beider Probleme wird das Ereignis herangezogen, das die vier Freunde seinerzeit veränderte: Sie retteten dem geistig zurückgebliebenen Duddits damals das Leben. Er muss nun ausfindig gemacht werden, um den Feinden von Innen und Außen Einhalt zu gebieten.

    Das mag im Roman funktionieren, wo Stephen King den nötigen Raum hat, alle Handlungsstränge zu entfalten. Ein zweistündiger Film muss an der Fülle von Information scheitern, die oftmals nur angerissen werden und damit nicht die nötige Emotionalität entfalten kann. Weniger wäre sicherlich mehr gewesen – was nicht heißen soll, dass „Dreamcatcher“ kommerziell chancenlos wäre. Im Gegenteil: Über weite Strecken packt das infernalische Szenario – bis der Film dem eigenen Gewicht erliegt. ts.

News und Stories

Kommentare