Dora Heldt: Tante Inge haut ab

  1. Ø 4
   2011
Dora Heldt: Tante Inge haut ab Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Dora Heldt: Tante Inge haut ab: Gaby Dohm alias Tante Inge verlässt Mann und Reihenhaus und genießt auf Sylt die neue Freiheit.

Christine staunt nicht schlecht, als sie auf dem Weg zum Sylter Ferienhaus der Familie aus dem Zug steigt und auf ihre Patentante trifft. Niemand weiß, dass Inge, auf Sylt groß geworden, das Haus einer alten Schulfreundin geerbt und ihren Mann Walter kurzerhand im Dortmunder Reihenhaus zurückgelassen hat. Auf der Suche nach einer Aufgabe für den Lebensabend will sie das Gebäude in ein Mehr- Generationen-Haus umwandeln. Als ein fieser Anwalt sie um ihr Erbe bringt, muss die zerstrittene Familie wieder an einem Strang ziehen.

Christine und ihr neuer Freund Alex wollen im Sylter Ferienhaus von Christines Familie ausspannen. Doch in der vermeintlich sturmfreien Bude haben es sich bereits Christines Vater Heinz und dessen Frau Charlotte gemütlich gemacht. Außerdem hat Christines Tante Inge ihren Mann Walter und das langweilige Hausfrauendasein verlassen und trifft ebenfalls bei der Sylter Verwandtschaft ein. Gemeinsam mit ihrer neuen Bekanntschaft Renate will sie offenbar die Insel unsicher machen. Doch dann wird Tante Inge von einem Unbekannten überfallen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Inge hält’s daheim nicht mehr aus. Die Decke fällt ihr auf den Kopf, es ist ihr alles viel zu spießig, und irgendwann haut sie einfach ab: ein bekannter Komödienstoff.

    Hier allerdings ist die vermeintlich jugendliche Ausreißerin eine Dame im Rentenalter, die keine Lust mehr hat, bis zu ihrem Tode den Gatten zu bewirten. Erzählt wird diese Verfilmung eines Romans der Bestsellerautorin Dora Heldt allerdings aus ungleich jüngerer Perspektive: Christine (Julia Stinshoff) staunt nicht schlecht, als sie auf dem Weg zum Sylter Ferienhaus der Familie aus dem Zug steigt und auf ihre Patentante (Gaby Dohm) trifft. Niemand weiß, dass Inge, auf Sylt groß geworden, das Haus einer alten Schulfreundin geerbt und ihren Mann Walter (Peter Sattmann) kurzerhand im Dortmunder Reihenhaus zurückgelassen hat. Auf der Suche nach einer Aufgabe für den Lebensabend will sie das geerbte Gebäude in ein Mehr-Generationen-Haus umwandeln.

    All das aber ist bloß der Ausgangspunkt für eine vergleichsweise turbulente Geschichte, denn Inges Ausreißversuch stürzt die gesamte Familie ins Chaos. Nichte Christine wollte eigentlich ein paar ruhige Tage mit ihrem neuen Freund Alex (Oliver Bootz) verbringen, aber daraus wird nichts, denn im Ferienhaus warten schon ihre Eltern, die Alex unbedingt kennen lernen wollen. Als Vater Heinz (Lambert Hamel) rausfindet, dass Inge ihren Mann verlassen hat, setzt er alle Hebel in Bewegung, um die Ehe seines Bruders zu retten. Kurzerhand zitiert er auch Walter nach Sylt, verpasst ihm einen gründlichen Imagewechsel und sorgt in seinem Eifer auch sonst für heilloses Durcheinander.

    Lambert Hamel ist die mit Abstand komischste Figur der Geschichte (Drehbuch: Stefani Straka). Die Handlung ist immer wieder vorhersehbar. So ahnt man zum Beispiel sofort, dass Inges Anwalt Böses im Schilde führt, zumal er von Ralph Herforth verkörpert wird. Aber Hamel sorgt dafür, dass es zumindest immer witzig zugeht. Natürlich zieht er bei der Verkörperung dieses Elefanten im Porzellanladen alle Register und lässt Heinz ständig übers Ziel hinaus schießen, doch gerade im Zusammenspiel mit Peter Sattmann als Gegenstück von der eher traurigen Gestalt ist das sehr unterhaltsam. Pendant auf weiblicher Seite ist Renate, die Freundin Inges: eine überkandidelte, extravagante Scheidungsgewinnlerin, in deren Verkörperung Leslie Malton unter der Regie von Mark von Seydlitz alle kreischigen Klischees jener Frauen versammelt, die das Klimakterium überstanden und nun nichts mehr zu verlieren haben. tpg.

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