Filmhandlung und Hintergrund

In einem kleinen Fischerdorf werden zwei Fischer ermordet, doch die Einwohner schweigen sich aus. Elettra hat Verwandte im Ort und schlägt vor, selbst zu ermitteln...

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Kritikerrezensionen

  • Donna Leon: Das Gesetz der Lagune: In einem kleinen Fischerdorf werden zwei Fischer ermordet, doch die Einwohner schweigen sich aus. Elettra hat Verwandte im Ort und schlägt vor, selbst zu ermitteln...

    Auch wenn die ARD der Verfilmung des Romans „Das Gesetz der Lagune“, einem von Donna Leons besten Venedig-Krimis, keck das Entstehungsjahr 2006 anheftet: Gedreht worden ist der Film drei Jahre zuvor, als noch Produzentin Katharina M. Trebitsch für die Brunetti-Verfilmungen verantwortlich war. Die Furcht von Brunetti-Tochter Chiara vor BSE im Rindfleisch ist ein deutlicher Hinweis.

    Unmittelbar drauf wechselte die Reihe zu Teamworx, wo Erfolgsschmied Nico Hofmann dafür sorgte, dass die Adaptionen deutlich ergebnisorientierter, sprich: auf Quote getrimmt ausfielen: Sie wurden heller, freundlicher, „frauenaffiner“. Tatsächlich ist schon der Einstieg in diesen Film recht spektakulär, wenn ein Fischerboot ziemlich effektvoll in die Luft fliegt. Weil den beiden Männern, die mit dem Kahn absaufen, zuvor ein Schlafmittel verabreicht wurde, hat es Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) nicht bloß mit einem Doppelmord, sondern alsbald auch mit einer Mauer des Schweigens zu tun: Auf der Insel Pellestrina hält man zusammen wie Pech und Schwefel. Als die Polizei mit ihren Befragungen nicht weiterkommt, bietet sich Brunettis heimliche Liebe, Signorina Elettra (Annett Renneberg) als „Under Cover“-Ermittlerin an. Dem Commissario ist zwar nicht wohl dabei, doch er nimmt das Angebot an, nicht ahnend, dass sich Elettra damit geradewegs in Lebensgefahr begibt.

    Da sich vor und hinter der Kamera seit Jahren das gleiche Ensemble und das gleiche Personal tummeln, muss man schon ganz genau hinschauen, um die handschriftlichen Unterschiede nach dem Wechsel der Produzenten zu erkennen. Sie sind weniger stilistischer als vielmehr atmosphärischer Natur: „Das Gesetz der Lagune“ ist insgesamt deutlich düsterer als etwa der vor zwei Wochen ausgestrahlte Film „Endstation Venedig“, der im vergangenen Jahr gedreht worden ist. Selbst wenn Regisseur Sigi Rothemund und sein Stammkameramann Dragan Rogulj die Hanldung wie gehabt immer wieder mit postkartenschönen Bildern unterbrechen oder Uwe Kockisch einfallslos über Brücke und Plätze wandern lassen: Das Venedig dieses auf Pellestrina entstandenen Films ist ein alles andere als einladender Ort.

    Sehenswert ist „Das Gesetz der Lagune“ dennoch, oder womöglich sogar erst recht, zumal Signorina Elettra endlich mal mehr zu tun hat als bloß Brunetti mit ihrem Charme zu bombardieren. Was Annett Renneberg wirklich kann, wenn man sie lässt, durfte sie allerdings erst ein Jahr später in dem Kinofilm „Devot“ beweisen, in dem die Darstellerin richtig gefordert wurde und an ihre Grenzen gehen musste. In den Episodenrollen sind unter anderem Tim Bergmann und Hansa Czypionka als Neffe und Onkel zu sehen. tpg.

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