DNA - Die Insel des Dr. Moreau

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   1996
DNA - Die Insel des Dr. Moreau Poster

Filmhandlung und Hintergrund

DNA - Die Insel des Dr. Moreau: Verfilmung des H.G.-Wells-SciFi-Klassikers über eine durch ein Gen-Experiment verursachte Katastrophe.

Nach einem Flugzeugabsturz gerät der UN-Beauftragte Eric Douglas auf die mysteriöse Insel des exzentrischen Nobelpreisträgers Dr. Moreau, der durch die Kreuzung menschlicher mit animalischer DNS groteske „Humanimals“ fabriziert. Als seine Geschöpfe sich die ihnen zur Unterdrückung animalischer Impulse implantierten Mikrochips herausreißen, kommt es zu einer blutigen Revolution.

Auf einer entlegenen Insel droht die Natur aus dem Gleichgewicht zu geraten, als es dem Wissenschaftler Dr. Moreau und seinem Assistenten Montgomery gelingt, menschliche und tierische Gene miteinander zu verknüpfen und so die Rasse der beast-men zu züchten. Ein zufällig auf dem Eiland gestrandeter Fremder namens Edward Douglas muß nun versuchen, die sich abzeichnende Katastrophe abzuwenden. Dabei kommt ihm die Tochter Moreaus zu Hilfe.

Eric Douglas verschlägt es auf die Insel des exzentrischen Dr. Moreau, der dort Gen-Experimente durchführt und „Humanimals“ erschafft. Um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten, bittet Douglas Moreaus Tochter um Hilfe. Fantastisches Dschungel-Abenteuer effektvoll in Szene gesetzt.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Meuterei auf der Insel! Bereits während der Produktionsphase umschwirrte negative Publicity von persönlichen Reibereien das New-Line-Remake des vor genau 100 Jahren erschienenen prophetischen H.G.-Wells-SciFi-Klassikers. So begannen die Dreharbeiten des fantastischen Dschungelabenteuers zwar unter der Regie von Richard Stanley, der neben Ron Hutchinson auch das Drehbuch schrieb, doch nach nur drei Tagen wurde er vom Regieveteranen John Frankenheimer („52 Pick-up“) ersetzt.

    Das dank seines atmosphärischen, hervorragend geschnittenen Trailers (auch die stilvolle Credits-Sequenz ist absolute Topklasse) auf Nummer eins der US-Charts angelaufene Genmanipulations-Spektakel hebt sich vor allem durch seine geradezu anarchische Absurdität hervor. Man hat den Eindruck eines Improvisationstheaters, bei dem die Protagonisten, allen voran Val Kilmer („Batman Forever“) und Weltstar Marlon Brando, ihren spontanen Impulsen freien Lauf lassen. Kilmer macht nicht viel Aufhebens, seine offensichtliche Lustlosigkeit zu kaschieren und bestand darauf, seine Garderobe möglichst absonderlich gestaltet zu sehen. Brando, der in einer Szene die Idee hatte, einen Eiskübel als Kopfbedeckung zu tragen, liefert als übergeschnappter Wissenschaftler einen archetypisch abstrusen Brando (man denke an Colonel Kurtz in „Apocalypse Now“), der sich unbeteiligt-elegant über das Chaos hinwegzusetzen scheint. Einer der Gründe der „Führungslosigkeit“ mag gewesen sein, daß das Skript ad absurdum geführt wurde, als der als schwierig bekannte Kilmer statt seiner vorgesehenen Hauptrolle des UN-Beauftragten Edward Douglas in die Nebenrolle des wenig sympathischen Assistenten Montgomery schlüpfte. Der Lead wurde kurzfristig von Rob Morrow eingenommen, der jedoch in eklatanter Fehlbesetzung mit dem affektiert wirkenden David Thewlis ersetzt wurde. Nach einem Flugabsturz gerät Eric Douglas (Thewlis) auf die mysteriöse Insel des exzentrischen Nobelpreisträgers Dr. Moreau (Brando), dem es gelungen ist, menschliche mit animalischer DNS zu kreuzen. Seine grotesken „Humanimals“ bezeichnet der gespenstisch weißgesichtige „Gottvater“ als seine Kinder, mit denen ihm eine perfekte, gewaltfreie Zivilisation vorschwebt. Die bestialischen Impulse der Bestien werden mit Microchip-Implantaten und drakonischen Maßnahmen von Moreaus Assistenten (Kilmer) unterdrückt. Als die sprechenden Kreaturen ihre Implantate herausreißen und zum Maschinengewehr greifen, kommt es zur blutigen Revolution.

    In Australien gefilmt, bietet die dramaturgisch verfahrene Produktion mit ihrem stimmungsvollen Produktionsdesign einen optisch imposanten Look, was man von den von Stan Winston („Jurassic Park“) entworfenen Tiermensch-Kreaturen (von Schauspielern in Kostümen gespielt) nur bedingt behaupten kann. Diese erinnern vielmehr an eine Mischung aus den Affen in „Congo“ und „Planet der Affen“ und den seltsamen Wesen in „Tank Girl“. Schade, daß dieser genteilende Cocktail aus „Herr der Fliegen“ und „Apocalypse Now“ sein großartiges Potential nicht ausreizen kann und so lediglich aufgrund seiner monströsen Absurdität unterhalten kann. ara.

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