Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus! (2009)

Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!: Aufgepepptes Remake von Bernhard Sinkels herrlicher Komödie "Lina Braake", die Leander Haußmann als Mix aus schlüpfrigem Senioren-Spaß und klassischer Rififi-Nummer präsentiert.
Kinostart: 24.12.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!: Aufgepepptes Remake von Bernhard Sinkels herrlicher Komödie "Lina Braake", die Leander Haußmann als Mix aus schlüpfrigem Senioren-Spaß und klassischer Rififi-Nummer präsentiert.

Der mit allen Wassern gewaschene, wenn auch hochbetagte Filou Johann Schneider verliebt sich Hals über Kopf in Lena, die Neue im Seniorenheim. So ist es auch nicht ganz uneigennützig, als er der scheuen Zimmernachbarin seine Hilfe anbietet, als er erfährt, dass der fiese Bankmensch Hardmann Lena um ihre Bleibe gebracht hat. Gemeinsam mit einigen gewieften Altersgenossen gelingt es Schneider tatsächlich, Hardmann und Konsorten mit einem ausgeklügelten Plan zu düpieren und das verlorene Geld dutzendfach zurückzugewinnen.

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    Forever Young, Älterwerden heißt nicht unbedingt Erwachsen werden! Die pensionierte Lehrerin Lena Braake wurde von ihrer Bank über's Ohr gehauen, muss nun ihr kleines Haus verlassen und in ein trostloses Altenheim ziehen. Doch dort erweckt sie die Aufmerksamkeit von Schlitzohr Johann Schneider, der schon bald mit nicht ganz legalen Plänen für einen Rachefeldzug mit allen Heiminsassen zur Unterstützung eilt. Leander Haußmann schafft es mit DINOSAURIER ein bewährtes Filmthema mit der aktuellen Bankenkrise zu vereinen und produziert damit eine ebenso unterhaltsame Komödie wie auch ein schönes Bild vom Lebensmut im hohen Alter. Eine imposante Riege aus großen Schauspielnamen lässt die skurrilen, schrulligen aber immer liebenswerten Charaktere zu Kräften kommen und schließlich triumphieren. Diese Gaunerkomödie der Generationen unterhält und trifft den Zeitgeist!

    Jurybegründung:

    Noch rechtzeitig zur aktuellen Welt-Finanz- und Bankenkrise greift der Film das Thema des Films LINA BRAAKE von Bernhard Sinkel aus den frühen 70er Jahren auf. In Leander Haußmanns DINOSAURIER kämpfen zwei Rentner gegen eine skrupellose und scheinbar übermächtige Bank, die der Protagonistin Lena Braake ihr sauer abbezahltes Häuschen abspenstig gemacht hat. Hier ist ein zeitkritisches, aber wenig subtiles Werk entstanden, das mit deutlichen Slapstick-Einlagen den Wortwitz überstrahlt und ein ernstes Thema von der komödiantischen Seite her zu bearbeiten versucht.

    Natürlich ist es sympathisch, eine Rentnergang als Helden im Kampf gegen eine rücksichtslose Bank zu beobachten, wobei Daniel Brühl grandios und glaubwürdig den skrupellosen Banker gibt. Schade, dass es bei der Entwicklung der Geschichte zu Längen kommt und durch die Überziehung des Slapsticks am Rande der Klamotte die Ernsthaftigkeit des Themas wie auch der Humor leiden, weil von allem ein wenig zu dick aufgetragen wird - sei es bei der Filmmusik oder der grell bunten Ausstattung, einschließlich der eingesetzten Kostüme und Zahnprothesen mit übernatürlich großen Zähnen.

    Anderseits strotzt der Film von schönen Einfällen. Grandios der Einsatz von Hasch-Keksen als Waffe gegen Spekulanten oder die Verkehrung der ursprünglichen Absicht ins Gegenteil bei der "Entmündigungsaktion" oder die Reminiszenz an den in der deutschen Wirtschaftsrealität vor wenigen Jahren gestrandeten und inzwischen geläuterten, ehemaligen Immobilientycoon Dr. Jürgen Schneider, der von Haußmanns Senior-Darsteller verblüffend nah am Original dargestellt wird. Sieht man davon ab, dass das Timing mit dem Bankerbesuch im falschen Büro wenig stimmig, sondern konstruiert wirkt und für die flüssige Entwicklung der Geschichte nicht wirklich förderlich ist, so gewinnt der Film danach an Tempo und zieht den Zuschauer vor allem im mit "Plan B" überschriebenen Filmkapitel bis zum schönen Schluss der Geschichte mit.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Aufgepepptes Remake von Bernhard Sinkels herrlicher Komödie “Lina Braake”, die Leander Haußmann als Mix aus schlüpfrigem Senioren-Spaß und klassischer Rififi-Nummer präsentiert.

    Filme über Senioren sind beileibe kein Phänomen des 21. Jahrhunderts – obwohl der Erfolg von Lars Büchels “Jetzt oder nie – Zeit ist Geld” (2000) oder zuletzt Andreas Dresens “Wolke 9″ (2008) durchaus diesen Eindruck erwecken könnte. Bereits 1974 war es Bernhard Sinkel, der mit “Lina Braake” eine großartige Komödie schuf, die eine 80-jährige Rentnerin zur Protagonistin hat. Diese wird um ihr Haus betrogen, rächt sich aber mit Hilfe eines Ex-Bankers, den sie im Altersheim kennen lernt, trickreich an denjenigen, die sie zuvor reingelegt haben. Dieses Werk, ausgezeichnet mit einem Filmband in Silber und einem in Gold für Hauptdarstellerin Lina Carstens, wurde nun von Leander Haußmann, seit “Sonnenallee” Spezialist für Komödien mit Hintersinn, neu verfilmt. Dabei kommt ihm zupass, dass das Thema nicht aktueller sein könnte, wie der vollständige Titel der Vorlage “Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat” verrät, und er zudem seinem Vater, dem versierten Berliner Bühnenschauspieler Ezard Haußmann, eine Traumrolle auf den in Ehren gealterten Leib schneidern konnte. Dieser spielt Johann Schneider, einen mit allen Wassern gewaschenen, wenn auch hochbetagten Filou, der sich Hals über Kopf in Lena (Eva-Maria Hagen), die Neue im Seniorenheim, verliebt. So ist es auch nicht ganz uneigennützig, als er der scheuen Zimmernachbarin seine Hilfe anbietet, nachdem er erfährt, dass der fiese Bankmensch Hardmann (Daniel Brühl als arroganter Karriererist) Lena um ihre Bleibe und damit um ihr Vermögen gebracht hat. Gemeinsam mit einigen Altersgenossen, die jeweils über ein ganz bestimmtes Talent (vom Fernmeldetechniker bis zum Schlüsseldienst) verfügen, gelingt es Schneider tatsächlich, Hardmann und Konsorten mit einem ausgeklügelten Plan zu düpieren und das verlorene Geld dutzendfach zurückzugewinnen.

    Haußmann, der auch in einer kleinen Rolle als Schneiders Sohn, der seinen Vater ständig entmündigen will, zu sehen ist, lässt keinen Seniorenwitz aus, um Tempo in seine Story um ein durchgeknalltes Altersheim zu bekommen. Ob makabrer Humor à la “Sie bekommen das Zimmer von Frau Meier, sobald es frei ist” oder deftige Fäkalsprache, ob Witze über Alzheimer bis Parkinson oder der Klassiker mit dem vertauschten Gebiss – jeder Lacher wird ausgereizt. Zum Grande Finale gibt es dann eine rasante Rififi-Nummer. Ein Coup ist Haußmann mit der Besetzung gelungen. So gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit dem Traumpaar der 1950er Jahre, Nadja Tiller und Walter Giller, oder dem legendären Ralf Wolter alias Sam “Wenn ich mich nicht irre” Hawkins aus den Karl-May-Abenteuern. Dazu gesellen sich ein gegen den Strich besetzter, angenehm zurückhaltend agierender Tom Gerhardt als überforderter Heimleiter und eine großartig auftrumpfende Eva-Maria Hagen, die an Schönheit, Eleganz und Grazie ihresgleichen sucht. Sie alle können die allgemeine Wirtschaftskrise zwar nicht lösen, aber zumindest für eindreiviertel Stunden vergessen machen. lasso.

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